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Soilwork – The Living Infinite

Soilwork – The Living Infinite

Die Melodic-Death-Metal-Band Soilwork aus dem schwedischen Helsingborg meldet sich 2013 mit neuem Studioalbum zurück. „The Living Infinite“ kommt mit 20 Songs auf zwei CDs, somit das erste Doppelalbum in der Geschichte der Band.

Nachdem Gitarrist und Hauptsongwriter Peter Wichers Mitte 2012 Soilwork (Homepage) bereits zum zweiten Mal verlassen hatte, befürchteten Fans und Kritiker das Schlimmste für folgende Veröffentlichungen. Aber es kann Entwarnung gegeben werden – dass es auch ohne Wichers geht, beweist die Band mit „The Living Infinite“.

Der bereits veröffentlichte Opener „Spectrum Of Eternity“ leitet „The Living Infinite“ stilvoll und ruhig mit Streichern und Klavier ein – bis dann mit einem Blastbeat in die eigentliche Materie gewechselt wird. Wie gewohnt, verbinden Soilwork gekonnt Härte mit Melodie. Die zahlreichen Tempiwechsel, die stets treibenden Drumbeats und die abwechslungsreichen Gitarrenspielereien machen nach wie vor die Stärke der Band aus. Auch Sänger Björn „Speed“ Strid besticht mit seiner stimmlichen Vielfalt. Die drückenden Shouts und die eingängigen Clean Parts harmonieren wie eh und je.

Soundtechnisch kann man Soilwork ebenfalls nichts Schlechtes nachsagen – die Keyboards verleihen den mörderischen Gitarrenriffs und den ab und zu hymnischen Refrains die nötige Atmosphäre. Drummer Dirk Verbeuren zeigt, wie facettenreich man mit einem Schlagzeug umgehen kann und trifft somit immer den passenden „Ton“. Die Einflüsse ihres Heimatlandes sind natürlich aus der Produktion rauszuhören, runden das Gesamtpaket aber treffend ab.

Soilwork - The Living Infinite Cd Cover

Wie bei einem Doppelalbum üblich finden sich auch bei „The Living Infinite“ einige Songs, die man sich sparen hätte können. So zum Beispiel der langwierige letzte Track „Owls Predict Oracles Stand Guard“ oder das balladeske „Antidotes in Passing“. Zwei CDs bieten eben genug Spielraum für Experimente und Neues, den Soilwork auch mit guten Gewissen genutzt hat. Aber zum Glück gibt’s überdurchschnittlich viele Kracher, wie der bereits erwähnte Opener, „Realm Of The Waste“ oder „Rise Above The Sentiment“.

Soilwork haben mit „The Living Infinte“ definitiv einen Meilenstein in ihrer Karriere gesetzt. Die Fans werden von den 20 Songs begeistert sein und für alle restlichen Melodic-Metaller sei „The Living Infinite“ unbedingt ans Herz gelegt, es lohnt sich!

Soilwork – „The Living Infinite“

Für Fans von: In Flames, Melodic-Death-Metal
Nuclear Blast/Warner
VÖ: 01.03.2013
Gesehen um €17,99

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Alexander Blach
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