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Souldja – Grown

Souldja – Grown

Mit Grown veröffentlicht die oberösterreichische Reggae-Band Souldja (Facebook) ihr zweites Album. Vieles hat sich verändert seit dem Erstlingswerk Souldja – die Band setzt sich nicht nur aus einigen neuen Musikern zusammen, es stehen jetzt auch mehr auf der Bühne und präsentieren authentischen Reggae, gemacht, geschrieben und gelebt in Oberösterreich. Insgesamt sieben Menschen zählt man auf dem Albumcover – hat diese quantitative Steigerung auch Einfluss auf die Qualität des Albums?

Beim ersten Anhören fällt zuerst auf, dass sich der Sound auf alle Fälle geändert hat. Grown klingt besser arrangiert und mehr Instrumente sind im Spiel. Vor allem das Keyboard, das auf dem ersten Album noch gar nicht vorhanden war, geht ins Ohr. Der Opener des Albums, Change, von dem die Band bereits eine akustische Version gemacht hat, ist ein kleiner Sommerhit und bleibt textlich der Linie von Souldja treu: Auch wenn nicht alles gut ist, versuche, dass du selbst die Veränderung bist.

Die zweite große Neuerung zum ersten Album ist, dass viele Texte nicht mehr auf Englisch, sondern in Mundart gesungen werden. Die Stimme von Markus Trappmair klingt auch in seinem eigenen Dialekt, oder vielleicht sogar deshalb, authentisch und niemals gekünstelt.

Souldja - Grown

Eine dritte markante Veränderung gibt es noch im Sound von Souldja – Daniel „Dazo“ Zorn unterstützt Markus an den Vocals und sprechsingt einige Strophen auf dem Album – zum ersten Mal zu hören im dritten Song, Voda, und wohl am Besten in der Nummer Waun I Ma.

Einer der großartigsten Songs auf dem neuen Album ist Justice. Ein großartiger Text und ein treibender Rhythmus tragen den Song, der offensichtlich nur darauf wartet, live gespielt zu werden. Five Days ist ein weiteres Highlight des Albums. Eine ruhige Strophe, gemischt mit einem groovigen Refrain, der zum Mitsingen motiviert, machen diese Nummer zu einem echten Ohrwurm.

Souldja hat sich mit Grown neu erfunden, ist sich aber trotzdem treu geblieben. Die Wurzeln sind verankert, aber die Pflanze ist gewachsen und streckt sich aus. Man findet neue Sounds, aber der bekannte Stil ist geblieben. Grown ist ein gelungenes zweites Album – die 13 Songs sind kurzweilig und wachsen mit jedem Anhören.

Souldja – Grown

Für Fans von: Raggabund, Reggae
Root Train Records
VÖ: 13.09.2013

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