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Streaming Dienste wie Spotify retten den Musikmarkt

Streaming Dienste wie Spotify retten den Musikmarkt

Die Zahlen, die von der norwegischen IFPI bekannt gegeben wurden, sprechen eine klare Sprache: Streaming Dienste retten (zumindest dort) den Musikmarkt. Mittlerweile entfallen 66% (+20% vgl. mit 2012) der Einnahmen aus verkaufter Musik auf Streaming Dienste. Klassische Downloads mit 14% (-7%) und CD bzw.Vinyl-Verkäufe mit 20% (-13%) gehen weiter zurück. Insgesamt konnte der Gesamtumsatz in Norwegen dank Streaming-Dienste im ersten Halbjahr 2013 um unglaubliche 17% gesteigert werden. Und das zu Zeiten, in denen der Musikmarkt so ziemlich überall einbricht. digitalmusicnews.com hat dazu eine nette Grafik erstellt:

norwegen-ifpi-spotify

(c) digitalmusicnews.com

Auch in den anderen nordeuropäischen Ländern sieht es ähnlich aus: In Schweden stieg der Umsatz dank Streaming-Diensten wie Spotify ebenfalls um beeindruckende 14%.

Auch in Amerika erfreuen sich die Dienste immer größerer Beliebtheit. Zum ersten Mal gehen dort die Downloads über Portale wie Amazon oder iTunes zurück.

Spotify – billige & legale Alternative?

In meinen Augen kein Wunder. Die Idee der „Flatrate-Musik“ ist durchaus zeitgemäß. Warum für EINEN Album-Download 10 Euro bezahlen, wenn ich dafür über 20 Millionen Titel legal im Stream bekomme und einige tausend davon auf meinem Smartphone oder Rechner „offline verfügbar“ machen kann.

1 Album ~ 4000 Streams wert?

Dass dieses Modell für die Musiker andererseits weniger erfreulich ist, ist die Kehrseite der Medaille. Ein Titel muss schon wirklich oft gespielt werden, damit man am Ende ein paar Euro sieht. Angeblich bekommt man bei Spotify pro Stream im Schnitt 0,004 Dollar. Also ca. 0,3 Euro Cent. Diese Zahl ist mir Vorsicht zu genießen. Unterschiedliche Quellen geben verschiedene Zahlen an. So hat z.B. die Band Breitenbach laut shortnews.de nur die Hälfte bekommen.

Gehen wir aber einmal von den offiziellen 0,3 Cent aus: Angenommen eine Band verkauft ein Album um 12 Euro. Will sie gleichviel mit Spotify verdienen, müssten die Songs zusammen 4000 Mal gestreamt werden.

Trotzdem muss man sagen, dass ein bisschen etwas besser als nichts ist. Und wenn Streaming-Dienste den Musikmarkt retten können, sollte man auch das Gute darin sehen und sich mit ihnen arrangieren.

Wir warten nur mehr auf ein ähnliches System für TV-Serien und Filme…

Wie findet ihr Streaming-Dienste wie Spotify & Co?

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Daniel Kubera

“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” – Hunter S. Thompson

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One Comment
  • Auch in Amerika: Streaming-Dienste legen enorm zu - enemy.at

    […] Overall sales are down slightly in the first half of 2013, but there continues to be encouraging growth in digital album sales. Digital Albums now comprise 43% of all album sales, up from 38% at this 4me last year. Also, while a small percentage of the overall album sales, Vinyl LPs continue to be an amazing growth story with sales up over 33% over last year’s recordseng pace. Streaming continues to be a tremendous growth story with over 50 Billion audio and video streams in the first six months of 2013. Not only are we seeing massive volume of streams, but we con4nue to see growth on a comparable provider basis, with stream volume up 24% over the same periode last year. iTunes und Co sind also nicht die Zukunft, so wie uns vor einigen Jahren prophezeit wurde. Aktuell sieht es ganz so aus, als würden die Streaming-Dienste am Vormarsch sein. Ähnliche Ergebnisse brachten die Zahlen in Europa – wir berichteten. […]