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Temple Of Baal – Verses Of Fire

Temple Of Baal – Verses Of Fire

Bonjour mesdames et messieurs! Darf ich vorstellen, die Metamorphose von Temple Of Baal (Facebook)! Denn was die vier Schergen hier vom Stapel gelassen haben, ist die Ausgeburt einer bitterbösen Black/Death Perle. Auf ihrem bereits vierten Release zeigen sich die Pariser – welche unter den Pseudonymen Amduscias (Vocals/Guitars), Saroth (Guitars/Backing Vocals), Arkdaemon (Bass/Backing Vocals) und Skvm (Drums) die (Club)Bühnen dieser Welt betreten – in absoluter Höchstform.

Dunkelheit, Tod & Teufel stehen zwar noch immer im Mittelpunkt von Verses Of Fire, doch Temple Of Baal emanzipieren sich mit diesem Hassbatzen. Weg von reiner schwarzer Raserei vergangener Tage (ich denke hierbei an das Erstlingswerk Servants Of The Beast), hin zur Symbiose von Death und Black Metal.

Bereits im Jahr 1998 als reiner Undergroundact in Paris gegründet, stehen die Hauptstädter am Zenit ihres Schaffens. Aufgenommen wurde ihr neuester Output in den heimischen Hybreed Studios von Landsmann Andrew Guillotin (arbeitete unter anderem mit Glorior Belli zusammen). Vertrieben wird Verses Of Fire vom renommierten Black Metal Label Agonia Records.

CD Cover "Verses Of Fire" von Temple Of Baal

Klirrende nordische Kälte trifft gnadenloses Geknüppel. Meint man im ersten Moment durch frostige Wälder zu stapfen, lauert hinter dem nächsten Baum Gevatter Tod und Mann/Frau (schließlich ist gute Musik geschlechterunabhängig) wird ungespitzt in den Boden gerammt. Amduscias schreit, krächzt, grunzt, … ach sagen wir einfach kotzt sich die Seele aus dem Leib. Ausdrücke wie Tenor, Bass, Bariton werden somit überflüssig. Die Gitarren flirren in bester (schwedischer) Black Metal Manier, bevor ums Eck das nächste Break folgt und alles in gnadenloser disharmonischer Frickelei endet. Nicht selten schossen dem Verfasser dieser Zeilen Namen wie Watain, Morbid Angel oder auch Behemoth durchs Köpfchen. Als Anspieltipps seien hier Arcana Silentium oder Gnosis Of Fire genannt.

Doch Temple Of Baal legen großen Wert auf Abwechslung. Während bei Bloodangel geblastet wird – ohne Rücksicht auf menschliche Verluste – klingt Golden Wings Of Azazel wie eine verquere Schwarzmetallversion von Slayers Angel Of Death. Die Instrumentalisten scheinen das Maximum aus sich rauszuholen. Kriechende Doomparts steigern sich hin zu blanker Raserei. Amduscias & Saroth an den Gitarren, Arkdaemon am Bass und Skvm an den Drums greifen nach dem Black/Death Olymp! Das spiegelt sich Zusammenfassend im finalem Schlussakt Walls Of Fire wieder. Beim zehnminütigen Finale werden noch einmal sämtliche Stärken von Temple Of Baal gebündelt. Nach gut 60 Minuten findet des Teufels Gebräu ein Ende. Zurück bleibt lediglich verbrannte Erde …

Fazit:

Temple Of Baal veröffentlichen mit Verses Of Fire eines DER Black/ Death Metal Alben des Jahres. Die Vier aus der Hauptstadt der Liebe zeigen alles, was eine Extremformation braucht. Nur eben nicht dieses Schlagwort, für welches Paris weltweite Berühmtheit erlangt hat. Schlagworte wie Raserei, Hochleistungsgeknüppel, flirrende Kälte, oder eben Belzebub scheinen die Jungs wohl eher mit der Muttermilch aufgesogen zu haben. Der Sound klingt roh/authentisch und keineswegs überproduziert. Somit bleibt der Undergroundcharme vorhanden. Als Negativpunkt muss jedoch angeführt werden, dass trotz allem Glanz & Glorie, der letzte Funke an Innovation fehlt. Auch lastet einem Großteil der Nummern der Faktor „Hitlosigkeit“ an. Daher behält der Rezensent die volle Punktzahl (noch) zurück.

Temple Of Baal – Verses Of Fire

Für Fans von: WaptainDeathspell OmegaMorbid Angel
Agonia Records (Soulfood)
VÖ: 02.11.2013
Gesehen um €15,99

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