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Terror – Live By The Code

Terror – Live By The Code

Terror (Homepage) wurde 2002 gegründet und erspielten sich relativ bald durch ihre legendären Liveshows einen Namen in der Hardcoreszene. Nach zehn Jahren Terror ist die Band nicht mehr aus dem Hardcorebusiness wegzudenken. Seit dem Debütalbum “Lowest Of The Low“ folgten fünf Studioalben, zahlreiche Touren, mittlerweile ausverkaufte Konzerte und Shows auf den großen Festivalbühnen Europas. Trotz der Erfolge bleiben Terror ihrer Schiene treu und lassen sich vom kommerziellen Markt nicht beeinflussen.

Sechs Monate saß die Band auf ihrem fertigen Album, um sicherzustellen, dass alles nach ihren Vorstellungen abgewickelt wird. Am 18.02.2013 veröffentlichten Terror das Video zum Titeltrack “Live By The Code“. Nach diesem Vorgeschmack bekommt man sofort Lust auf mehr. Scott Vogel verspricht ein härteres Album als “Keeper Of The Faith“, dreckiger, roher und für ihn das hardcorigste Album, das Terror seit “Lowest Of The Low“ produziert haben.

Damit lehnt sich Herr Vogel definitiv nicht zu weit aus dem Fenster. Denn “Live By The Code“ fetzt vom ersten bis zum letzten Titel durch die Gehörgänge, in den Körper bis in die einzelnen Finger und Zehenspitzen. Vorsichtshalber sollte man sich vor dem Einlegen der CD kurz aufwärmen und alles Zerbrechliche, im Umkreis von fünf Metern wegräumen. Nach kurzem Gitarrenausklang knallt nämlich “The Most High“ im unverwechselbaren Terror Groove alles flach und übernimmt sofort die Kontrolle über den Hörer. Das Gefühl und den Drang zu Stagediven lässt einem nicht mehr los, ist aber vom Tisch auf die eigene Couch eher nicht ratsam.

Durch Scott Vogels angepisster Stimme und dem schnelleren Tempo wirkt “Not Impressed“ um einiges aggressiver. “Cold Truth“ ist dagegen melodisch. Mit “I’m Only Stronger“ entsteht eine neue Hardcorehymne, die hoffentlich mit in die Live Setlist aufgenommen wird. Der Titeltrack “Live by the Code“ knüppelt mit voller Härte wieder in den „Ohrwascheln“ und ist mit nicht ganz zwei Minuten der kürzeste Song auf dem neuen Album. “The Good Die Young“ widmen Terror verstorbenen Familienmitgliedern und Freunden. Bei dem Song findet man durch den melodischen Refrain und wiederholende Lyrics wie

ashes to ashes and dust to dust, only the good die young, you’re still living through all of us

relativ schnell Gefallen. Rest In Peace.

CD Cover "Live By The Code" von Terror

Mit “Shot of Reality“ wird ein Hassstück auf die Gesellschaft losgelassen. “Hard Lessons“ druckt den Hörer mit kraftvollen Gitarrenriffs kombiniert mit melodischen Parts gegen die Wand. Bei “Invasions“ geht es wieder schneller zur Sache und im mittelschnellen “Nothing In Your Head“ wird wieder für Abwechslung gesorgt. “One Blood“ sorgt für einen gelungen Abschluss.

“Live By The Code“ wurde wieder vom New Found Glory Gitarristen Chad Gilbert produziert. Zum Sound muss man sagen, dass dieser mehr als gelungen ist. Das Booklet kommt mit 19 Seiten in Schwarz Weiß. Neben Bandfotos und Livebilder, sowie die Texte mit Statements zu den einzelnen Tracks, findet man einen Crashkurs und einen Verhaltenskodex für Hardcoreneulinge.

Terror legen mit “Live By The Code“ wieder ein meisterliches Prügelwerk in die CD Regale. Ob “Live By The Code“ das Debütalbum “Lowest Of The Low“ in den Schatten stellen wird, sollte man den Hörern selbst überlassen. Fakt ist, dass die neue Scheibe den Hardcore Fans so richtig in den Hintern treten wird und man den Reiz am Hören auch nach mehreren Stunden nicht verliert. Kleine Mängel gibt es trotzdem. “Live By The Code“ hat leider nur eine kurze Gesamtspielzeit von 26:46 Minuten. Aber wie heißt das alte Sprichwort so schön: In der Kürze liegt die Würze.

Terror – „Live By The Code“

Für Fans von: Hatebreed, Madball
Century Media
VÖ: 05.04.2013
Gesehen um €13,99

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