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The Drowning Men – All Of The Unknown

The Drowning Men – All Of The Unknown

Im Jahr 2006 gegründet, ging es ziemlich schnell bergauf mit der fünfköpfigen Indieband aus Kalifornien. Hervorgerufen wurde The Drowning Men (Homepage) von den Freunden  Nato Bardeen (Gesang/Gitarre) , Todd Eisenkerch (Bass/Gesang) und Rory Dolan (Percussions), die schon gemeinsam die Volksschulbank gedrückt hatten. Mit der Verstärkung von James Smith an der Gitarre und Gabe Messer am Keyboard und am Mikrofon war die Band komplettiert. Nach der veröffentlichten EP Kill the Matador und ihrem ersten Album The Beheading Of The Songbird unterschrieben sie im Jahr 2009 bei dem aus L.A. stammenden Label Borstal Beat Records.

All Of The Unknown zeigt wieder mal, dass die Reise über den großen Teich manchmal doch länger dauert als erwartet. In Europa wird das Album am 16. August 2013 erscheinen, das US-Releasedatum liegt bereits über ein Jahr in der Vergangenheit – am 17. Juli 2012.

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Das Album entspricht dem Indie-Rock-Genre durch und durch, wie man es sich besser nicht vorstellen könnte. Wie eine Mischung aus Shout Out Louds und Band of Horses, manchmal auch ein bisschen White Lies, mit ein paar eigenwilligen Melodien. Bei Lost in a Lullaby könnte man jedoch beim ersten Hören nicht zweifelsfrei sagen, welcher der eben genannten Bands dieser zugeordnet werden könnte. Es fehlt das markante Etwas, was eine Band und ihren Sound unter hundert anderen wiedererkennbar macht.

The Waltz klingt im Vergleich zum Vorgängertitel etwas melancholischer und düsterer, wenn man das in Anbetracht des Genres so sagen kann. Ähnlich verhält es sich bei A Long, Long Walk, der auch, wie der Titel schon sagt, ein wenig schleppend vorankommt. Mit Smile wurde ein sehr melodischer und eingehender Song mit schönen Gesangsparts geschrieben, der einfach nur gute Laune verbreitet.

Gegen Ende hin werden die Songs ein wenig innovativer. Fix Me Love und Questioning (A Big Ole Sham) klingen frischer und neuer, auch stimmlich holt Nato Bardeen mehr aus den Songs raus. Mit A Better Place wird’s zum Schluss jedoch noch mal richtig ruhig. Nur mit Klavierbegleitung und Gesang findet All Of The Unknown sein Ende.

Insgesamt ist es sehr schade, dass einen bei jedem Lied dieses typische „Das kenn ich doch“ oder „Ist das nicht von…“-Gefühl beschleicht. Dadurch, dass man ständig nach dem Vorbild zu dem jeweiligen Song sucht, kann man sich gar nicht richtig auf die Musik einlassen. Musikalisch stehen sie anderen Indiebands nicht viel hinterher, auf einem Sampler würden sie bestimmt nicht negativ auffallen, ganz im Gegenteil. Das was sie machen, machen sie auch gut. Nur fehlt es einfach an Originalität und am Wow-Effekt. Indierock-Fans werden bestimmt Freude an All Of The Unknown haben, mindblowing ist es jedoch nicht.

The Drowning Men – All Of The Unknown

Für Fans von: Shout Out Louds, Band of Horses
Borstal Beat Records
VÖ: 16.08.2013
Gesehen um € 9,89

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