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The End Band im Interview

The End Band im Interview

Seid ihr Pessimisten, oder warum nennt man sich als Band „The End Band“?
Im Grunde sind wir sehr fröhliche Menschen, danke der Nachfrage. The End Band ließe sich demnach eher als Statement in Richtung „Nach-uns-wird’s-nichts-mehr-geben“ deuten. Aber Spaß beiseite, dadurch wollten wir dem Herkunftsort unserer Familien ein Denkmal setzen, dem wunderbar steirischen Ending.

Euer Debütalbum „Babysounds“ kommt am 8.Februar raus. Erzählt uns doch ein bisschen etwas über die Herangehensweise und den Studioprozess:
Die Genese des Albums war ein relativ langwieriger Prozess, die erste Single „Ablepsia“ wurde auch schon knapp vor einem Jahr released. Auch wenn wir die Songs aus dem Proberaum mitgebracht haben, haben wir dabei eng mit Alexander Wieser (von Deckchair Orange, Anm. d. Red) als Produzenten zusammengearbeitet. Und weil wir uns auch viele Gedanken gemacht haben und dementsprechend viel diskutiert haben, hat das nun etwas länger gedauert. Aber gut Ding braucht Weile, nicht wahr?

Pressefoto von The End Band

Es handelt von der „Geburt“. Seid ihr Mediziner, oder warum genau diese Thematik?
Songs zu schreiben bedeutet, sich mit dem Leben auseinanderzusetzen. Ob man möchte oder nicht, der eigene Erfahrungskontext fließt da unweigerlich mit ein und, um es kurz zu sagen, Matthäus ist im Vorjahr Vater geworden, das färbt schon ein wenig ab. Aber es ist ja jetzt nicht so, dass alle Songs ausschließlich Babysongs sind, es finden sich genauso Lieder über Krankheiten oder schlaflose Nächte – so gesehen, schließt sich der Kreis dann wieder.

Es ist physisch nur als Vinyl erhältlich, warum eigentlich das?
Weil wir das ästhetisch und haptisch unansprechende Medium der Compact Disc endgültig hinter uns lassen möchten.

Wenn ihr euch auf eine Band einigen müsstet, welche wäre das und warum?
Das wären dann wohl die Bremer Stadtmusikanten. Der Hund ist der Wahnsinn.

Wie stolze Österreicher seid ihr und wie steht ihr zur Musikszene Österreichs?
Es natürlich schön zu beobachten, dass sich hier einiges tut, viele Bands und Musiker arbeiten auf einem relativ hohen Level und etablieren sich auch nach und nach im Ausland, wie z.B. Bernd Fleischmann, M185 oder Mile Me Deaf.

Gibt es auch weniger schöne Seiten?
Ja, die eingeschliffenen Seilschaften und Habereien auf denen das gesamte Musiksystem in Österreich gebaut ist. Dass sich das Ganze in einem derart kleinen Kreis und sich tatsächlich über wortwörtliche Bekanntschaften abspielt, ist grundsätzlich von Vorteil, kann unter Umständen aber auch ein Nachteil werden. Aber das ist ja, wie auch im österreichischen Fußball, bereits im Aufbrechen und geht schon mehr in Richtung Professionalisierung.

Pressefoto von The End Band

Wie steht ihr eigentlich zur Wehrpflicht?
Da wir alle fünf untauglich sind, können wir das nicht wirklich beurteilen und maßen uns da keine seriöse Einschätzung an. Grundsätzlich sind wir aber schon auch sehr enttäuscht, ob der Veränderungsunwilligkeit in diesem Land. Das Argument der Historizität, sprich „des-wor-scho-imma-so„, ist ja eigentlich wirklich ein nicht Ernstzunehmendes.

Was sind eure weiteren Pläne noch für 2013?
Wir sind schon gespannt wie die Flitzebögen, ob sich denn überhaupt irgendwer für unser Album interessiert. Wir werden sehen, schlechter als das Vorjahr kann es auch nicht mehr werden und das war eigentlich ziemlich super.

Danke The End Band (Homepage) für das Interview!

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