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The Ocean – Pelagial

The Ocean – Pelagial

 Das Gesamtkonzept von “Pelagial“ hat The Ocean (Homepage) an den Aufbau und die Einteilung des Ozeans angelehnt, bedeutet doch „Pelagial“ so viel wie „festlandferne Hochsee“ oder „offenes Meer“. Bei genauerem Durchsehen der Titelliste fällt einem auf, dass sie sich ähnlich einem Geografiebuch liest. Den Beginn macht das Epipelagial, es geht weiter mit Meso-, Bathy-, Abysso-, Hadopelagial und den Schluss machen das Demersal und das Benthal.

Im Wasser steigt mit zunehmender Tiefe der Druck, wobei Sauerstoffgehalt und Licht immer mehr abnehmen. Das ist auch in der Musik zu hören. So beginnt “Pelagial“ mit einem Song namens “Epipelagial“, dessen Musik und Melodien eher leicht und unbeschwert klingen. Je weiter man in das Album und somit in die Tiefe abtaucht, desto mehr verändert sich die Musik. Der Mittelteil und vor allem das Ende der Platte bestehen vorwiegend aus schweren, dumpfen, schleifenden Klängen. Um diesen Effekt so gut auf die CD zu bekommen, mussten sie das Album in einem Anlauf abmischen, das zu unglaublichen 288 Spuren führte.

The Ocean - Pelagial - Artwork

 The Ocean bezeichnen ihre Musik als Heavy Metal, diese Beschreibung trifft es eigentlich auch am besten. Durch das Konzept und die Abwechslung der Musik macht es keinen Sinn die Musikrichtung genauer zu bestimmen. Von leichten ruhigen Klängen bis hin zu verzerrten Gitarren und wilden Schlagzeugparts ist alles auf “Pelagial“ zu finden. Vor allem Sänger Loic Rossetti macht seinen Job wirklich gut. Aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme war das Album zuerst als Instrumentalwerk geplant. Doch nach seiner schnellen Genesung entschieden sich The Ocean die Songs sowohl als Instrumentalversionen als auch mit Gesang auf die CD zu packen.

Unüberhörbar sind die Parallelen zu Katatonia und Opeth, das durchaus auch am Produzenten Jens Bogren liegen kann, der mit beiden Bands schon gearbeitet hat.
Insgesamt ist die Musik sehr tiefgründig, leider wirkt sie teilweise auch ein bisschen langwierig. Wenn man sich aber auf das gesamte Album einlässt, geht man auf eine spannende und abwechslungsreiche Reise zum Grund des Meeres.

The Ocean- „Pelagial“

Für Fans von: Katatonia, Opeth
Metal Blade
VÖ: 26./29. April 2013
gesehen um €16,99

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