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The Purge – Filmkritik

The Purge – Filmkritik

The Purge: Im Amerika von 2022 hat die Regierung ein ganz eigensinniges Konzept zur Gewaltvorbeugung entwickelt: Einmal im Jahr wird beim Purge so richtig durchgesäubert. Während dieser 12 Stunden andauernden Periode werden keine illegalen Tätigkeiten verfolgt, alles ist erlaubt. Wer seinen Aggressionen freien Lauf geben will, begibt sich ins Freie um zu Rauben, Töten oder Vergewaltigen. Punkt sieben Uhr Früh ist der Purge zu Ende und Amerika geht ein Jahr lang wieder einen komplett gewaltfreien Weg.

Während die Nacht unter dem Motto „Morden oder ermordet werden“ steht, verbarrikadieren sich die Bewohner einer kleinen Gemeinde in ihren Häusern, die mit sündteuren Alarmanlagen und Verriegelungen ausgestattet sind, um dem Purge zu entgehen. Verkauft wurden die Systeme vom nunmehr recht betuchten James Sandin (Ethan Hawke), der sich mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in seiner neu gekauften Villa versteckt. Als Charlie (Max Burkholder), der junge Sohn der Familie, via Kameraübertragung vor dem Haus einen verletzten, unschuldigen Obdachlosen sieht, öffnet er die Versperrungen und das gemütliche, vertraute Heim wird zu einer blutigen Burg voller Splitter und Schweiß.

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Die Gruppe junger Wilder auf dem Weg zu ihren Opfern

Guter Plot – mäßige Ausführung

Die Story von The Purge klingt interessant, fetzig und nach etwas Neuem. Ein Land für 12 Stunden voller Hass und Gewalt? Vom gewaltvollen Land, einer chaotischen Stadt oder gar von Straßenkämpfen ist allerdings nichts zu sehen: Die Produzenten haben sich in der Geschichte völlig der Familie Sandin verschrieben, in deren Haus sich der komplette Film abspielt. Was fehlt, sind Ansichten einer in Anarchie versinkenden Stadt und wie sowohl Kämpfer als auch jene Menschen, die sich verstecken, mit der Situation des Purge umgehen.
Ein globales Storytelling fehlt, aus der Idee hätten die Produzenten mehr machen können? Am 11.6.2013 wurde bekannt, dass es eine Fortsetzung geben wird, vielleicht wird dort etwas mehr von den Ausschreitungen gezeigt.

The Purge – Spannung und Blut

Der Film ist mit guten, unerwartenden Spannungsmomenten gespickt, bei der so mancher Kinobesucher seine Popcorn á la Mr. Bean verstreuen wird. Wer auf 100% Schockmomente hofft, ist bei The Purge allerdings fehl am Platz: Die Spannung wird langsam aufgebaut und nur zu richtig guten Momenten entladen.

Was Spezialeffekte betrifft, haben die Macher von The Purge das optimale Mittelmaß erwischt: Mit spritzendem Blut, Wunden und splitterndem Glas wird zwar nicht gespart, es wurde aber auch kein kompletter Splatter. (Auch wenn man die ein oder andere Sekunde gerne das Auge abwendet!)

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Rhys Wakefield als unbekannter Fremder

Fazit

The Purge ist hinsichtlicher der Geschichte, die rund um dem Plot gebaut wurde, ein klassischer Einbrecherfilm mit Horrorelementen. Zu viel steckt man mit den Sandins in deren Haus, zu wenig bis gar nicht wird von anderen Familien oder von den Kämpfen auf der Straße erzählt.

Das Storytelling von The Purge ist gut, es wird einem nicht langweilig und die eineinhalb Stunden vergehen recht schnell. Wer einen guten Film sucht, ist hier richtig – wer sich von The Purge aber mehr erwartet als einen spannenden Krimithriller mit einer flüchtenden Familie im eigenen Haus, der sollte auf eine Fortsetzung hoffen!

The Purge

Kinostart: 14. Juni 2013
Genre: Horror-Thriller
Regisseur: James DeMonaco
Cast: Ethan Hawke, Lena Headey, Rhys Wakefield, Max Burkholder
Land: USA
Dauer: 85 Minuten
Filmverleih: Universal Pictures
Film Website
Für Fans von: In Time – Deine Zeit läuft ab, 96 Hours

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Anna Obermeier

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