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The Strokes – Comedown Machine

The Strokes – Comedown Machine

„Comedown Machine“, heißt das neue Album von The Strokes und ist nach dem 2011 erschienenen, aber weniger erfolgreichen Album „Angles“, die fünfte Platte der New Yorker Jungs. Wir haben vorab schon mal reingehört.

2001 wurden The Strokes (Homepage) mit ihrem Debütalbum „Is this it“ zum Aushängeschild des Indie-Rocks. Die Nachfolge-Alben festigten ihr Image in der Indie-Szene, wodurch sie weltweit mehr und mehr Fans für sich begeistern konnten. Zehn Jahre später versuchten The Strokes ihren Stil weiterzuentwickeln, dass aber eher in die Hose ging und zu mäßigeren Beachtung des Albums „Angels“ führte, als noch der Vorgänger „First Impressions of Earth“ erreichte.

Comedown Machine Artwork

Der Opener auf „Comedown Machine“, „Tap Out“, der mit kurzem Gitarrengeschrammel beginnt, orientiert sich sehr am 80´s Synthies-Pop und erinnert stark an die Soloprojekte von Frontman Julien Casablancas. Vor allem sind die Referenzen zur Popmusik der 80er Jahre prägend für das Album. Während die ersten Minuten der Platte, eher die Gehörnerven strapaziert, was vielleicht an den hohen Gesangparts auf „One Way Trigger“ liegt, aber sich auch bei „Chances“ wiederfindet, zeigen The Strokes mit „Welcome to Japan“ wo ihre Wurzeln stecken und spätestens mit dem Song „50/50“ endgültig zutage tritt, wodurch das Album an Schnelligkeit und Aggressivität zu nimmt.

Man bemerkt sofort, dass The Strokes fieberhaft nach Veränderung streben, was sich in der Experimentierfreudigkeit der einzelnen Songs manifestiert. Während nun einzelne Songs auf „Comedown Machine“ ein bisschen enttäuschen, weil es an Feinheiten mangelt, begeistert das Album stellenweise enorm. Auch wird deutlich, wie weit sich die Bandmitglieder musikalisch durch ihre Soloprojekte weiterentwickelt haben und das nun in den einzelnen Songs hervorbricht.

Mit „Comedown Machine“ sind The Strokes auf dem richtigen Weg und man bemerkt, dass sie ihrem idealem Sound immer näherrücken und nicht krampfhaft an alte Erfolge festhalten. Das macht die Platte zu einem außergewöhnlich intensiven Hörvergnügen abseits des Indie-Mainstreams der letzten Jahre.

The Strokes – „Comedown Machine“

Für Fans: The Killers, Cold War Kids
Rca Int. (Sony Music)
VÖ: 22.03.2012
Gesehen um € 15,99

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One Comment
  • Michael Khalil

    indie wird einfach neu erfunden und gehört auch neu erfunden. viele eingefleischte strokes fans finden den neuen „80ies“ sound seit angles schrecklich und können damit nichts anfangen, doch wie fad wäre es wenn jedes strokes album sich vom sound her immer wiederholen würde? casablancas ist ein trendsetter und ein sich immer neu erfindender künstler dem die freiheit gewährt ist den sound neu zu erfinden!