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To the Wonder – Filmkritik

To the Wonder – Filmkritik

To The Wonder handelt von Neil (Ben Affleck) und Marina (Olga Kurylenko), einem Liebespaar, welches in Paris zusammengekommen ist und schließlich nach Amerika zieht. Für Marina, bereits einmal geschieden und mit Tochter, ist das Leben in Amerika ganz neu und erschreckend.

Im Verlauf des Films wird das Auf und Ab des Paares porträtiert und ganz generell über die Liebe philosophiert. Dann gibt es da noch den von Javier Bardem verkörperten katholischen Priester Quintana, der mit einer Glaubenskrise zu kämpfen hat.

To the Wonder

Terrence Malick versteht es zwar, wundervolle Eindrücke von außergewöhnlichen Landschaften wie etwa den Mont-Saint-Michel auf die Leinwand zu bringen. Auch der einzigartige Stil von Malick, den man aus dem Klassiker „Badlands“ und dem neueren, mit einer Goldenen Palme ausgezeichneten „Tree of Life“ kennt, ist in diesem Film wieder zu finden. Doch es fehlt einfach an Substanz.

Die Geschichte zwischen Neil und Marina kommt nie richtig in Fahrt, der Sideplot von Javier Bardem hängt nur sehr lose mit der Haupthandlung zusammen und passt aus diesem Grund nicht so richtig ins Bild. Bardems Potenzial kann hier leider nicht mal ansatzweise ausgenutzt werden. Ähnlich verhält es sich mit der Rolle von Rachel McAdams als Jane, die nur in der Mitte des Films kurz zu tragen kommt und dann wieder in Vergessenheit gerät.

To the Wonder

Auch das wirkt sehr aufgesetzt und unpassend. Ben Affleck selbst ist in dem Film überhaupt nur passiver Teilnehmer und zeigt kaum richtiges Schauspiel her. In vielen Szenen sieht man ihn überhaupt nur teilweise oder von hinten, auch sein Dialog hält sich in Grenzen.

Somit erfährt man auch nur sehr wenig über seine Person und die Hintergründe. Ganz generell wirkt es so, als hätten die Charaktere massive Probleme, die uns der Regisseur aber nicht mitteilen will.

To the Wonder

Der Film ist im Grunde nur eine Aneinanderreihung von Szenen, die alle so wirken, als wären sie aus einer TV-Werbung eines Modelabels. Viel zu oft sieht man die von Olga Kurylenko verkörperte Marina im Liebestanz mit Ben Affleck, ohne dass dabei die Geschichte vorangetrieben wird. Man findet sich dann plötzlich wieder auf irgend welchen Feldern oder Wiesen wieder, wo die beiden wie frisch verliebte sich zärtlich berühren und küssen.

Das passiert jedoch leider viel zu oft in dem Film und dient kein bisschen der Geschichte. Die Hauptdarsteller erzählen auch immer wieder in pseudopoetischer Art und Weise über die Liebe und ihre Tücken, wiederholen sich dabei aber und ermüden damit die Zuseher.

Wer schöne Menschen in schönen Aufnahmen zwei Stunden lang beim verliebt sein zusehen will, der sollte sich To the Wonder auf jeden Fall ansehen. Viel von der Handlung braucht man sich aber nicht erwarten, denn die ist sehr seicht.

Fans von Javier Bardem, Rachel McAdams oder Ben Affleck werden auch enttäuscht sein, da diese mitunter großartigen Schauspieler in diesem Film ihre Schauspielkunst nicht wirklich zeigen können.

To the Wonder

Kinostart: 31. Mai 2013
Regisseur: Terrence Malick
Cast: Ben Affleck, Olga Kurylenko, Javier Bardem, Rachel McAdams
Land: USA
Dauer: 112 Minuten
Filmverleih: Constantin
Film Website
Für Fans von: Tree of Life

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