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Kommando Elefant Tourblog: Zwettl an der Rodl und Klagenfurt

Kommando Elefant Tourblog: Zwettl an der Rodl und Klagenfurt

Winterdepri – Adé Adé

Und zwar sowas von. Warum? Wir durften wieder ausrücken! Den ganzen Kram in den Kofferraum pfeffern, uns hintendrein, von ner Politesse anschnauzen lassen, dass wir da nicht rumstehen dürfen, weil wir ja kein verdammter Lieferservice sind und auf Wiederschauen Wien! Auf ging’s zuerst nach Zwettl, und zwar nicht das Gscheite in Erwil Prölls Country, sondern in das an der Rodl.

Sehr rustikal ging’s dort zu, es gab Bauerntoast mit selbst gebrautem Toastbrot und allerhand Freistädter Schmankerln. Nach dem Soundcheck gab’s leckere türkische Pizza in der Pension, wo wir auch gleichzeitig einquartiert waren. Sehr maritimes Flair, beim Balkon gab’s einen Kondenswasser-Pool. Aber wir hatten ja als alte Profis Badeschlapfen und Harpunen dabei.

Show war auch ausgesprochen gut, wir bekamen allerhand Besuch und plötzlich war es zwei in der Früh und Zeit, Heim zu gehen. Blöd, dass die Hoteltür nicht aufging und blöd, dass das türkische Ehepaar lautstark und unorthodox in der Gaststube feierte und wir frierend vor unseren versperrten Suiten standen.

Kommando Elefant

Am nächsten Morgen mussten wir telefonisch der Chefin von dem feiernden Wirten bezeugen, dass wir auch wirklich ein Frühstück bekommen hatten. („Is Chefin am Handy, Jungens, müsst ihr sagen dass ich nix mehr in Bett!“). Und irgendein Ungustl hatte ein bisi auf den gefrorenen Balkon gekotzt…

Und schön war’s am klirrenden Morgen, die Sonne kam raus und dies nicht nur in unseren klingenden Herzen, sondern auch am Horizont. Der Dacia schnurrte vor sich hin, die Straße verschwand unter unseren Füßen. Und ehe wir’s uns versahen, waren wir schon in Klagenfurt, bekanntlich die Hauptstadt vom neuen Kärnten. Im Stereo gab’s das zweitägige und zweisprachige Kontaktlinse-Festival, organisiert vom Kärntner Kontaktlinse-Gymnasium. Es herrschte ein süßes, unüberblickbares, charmantes Chaos. Stermann Grinsemann (Homepage) kamen und lasen dieselben alten Storys aus ihrem neuen Buch, man kannte jede „Pointe“ und musste trotzdem jedes einzelne Mal lauthals lachen. Rainer von Vielen (Homepage) spielte und die Jungs von Famp (Facebook) soffen unseren Kühlschrank leer. Und die Zeit raste nur so dahin, plötzlich war es Viertel nach Geisterstunde, als wir endlich die Bühne betraten und kurz vor Zwei als wir sie wieder verließen.

Müde aber glücklich gingen wir ab und auf ging’s zur Aftershowparty ins Eiscafe Palazzo. Der Name war Programm. Nachdem wir ordentlich Bier verschüttet hatten und die Kellnerin ein wenig ärgerten, ging’s in unsere Unterkunft – diesmal ein Fetisch Hotel namens „Goldener Brunnen“.

Nach leckerem Eier-Overflow Frühstück fanden wir unser Auto wieder und Wien kam mit jedem Kilometer näher. Schön wars…

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Luis Pasching
äähm, mir ist grad ein bisi schlecht
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