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Two Days A Week Festival 2013 – Tag 1

Two Days A Week Festival 2013 – Tag 1

Wir waren für euch am Two Days A Week 2013 in der Ottakringer Arena in Wiesen. Das traditionell letzte große Festival mit dem besonderen Flair bot mit herrlichem Wetter die perfekte Gelegenheit, den Sommer ausklingen zu lassen und den Herbst willkommen zu heißen.

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Den Startschuss dazu gaben am Freitag The Smoking Hearts, die glücklicherweise kein Geisterkonzert spielen mussten. Trotz früher Uhrzeit waren schon ein paar Festivalbesucher munter. Für einen eigenständigen Circle Pit reichte die Energie jedoch noch nicht und so zettelte die Band diesen einfach selbst an. Munter sprangen alle in die Menge, natürlich bis auf den Schlagzeuger. Weil es ihnen dort so gut gefiel, blieben sie gleich und brachten ihre Show inmitten der Fans zum Ende.
Auch später gaben sie sich Fannahe und ließen sich unter anderem bei The Living End im Zuschauerbereich blicken.

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Als Nächstes beschallten die Briten We Are The Ocean die Anwesenden mit ihren Songs. Sänger Liam überzeugte dabei mit seiner tonsicheren Stimme. Ihre Versuche, das Publikum zum Mitklatschen zu animieren, scheiterten zwar beim ersten Lied, gelangen später aber doch noch. Das Quartett legte eine insgesamt überzeugende Show hin. Deshalb schnappten wir sie uns danach direkt zum Interview!

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Das Trio Itchy Poopzkid bewies sich danach als echter Publikumsmagnet. Beim Auftritt der deutschen Lieblinge war die Festivalarena plötzlich deutlich gefüllter. Die Menge war erstmals auch richtig motiviert, wofür sie von der Band mit einer ebenso motivierten und dynamischen Show belohnt wurden!

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The Living End schafften es leider nicht, die Fans auch zum Bleiben zum animieren. Viele waren offensichtlich nur für die Show von Itchy Poopzkid aus ihren Zelten gekrochen und verzogen sich danach wieder dorthin. So laut, wie die Musik der Australier jedoch aus den Boxen schallte, hätte man sie vom Zeltplatz aus eventuell noch hören können. Nur der Kontrabass blieb dabei auf der Strecke, er ging zwischen den anderen Instrumenten unter.
Sänger Chris Cheney sah sich später selbst noch den ein oder anderen Auftritt an und unterhielt sich dabei gern mit einigen Fans.

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Die Musiker rund um Marky Ramone gaben darauf folgend vom ersten Ton an richtig Gas. Zwar war die Arena hier schon wieder recht gut gefüllt und viele standen bei Beginn von der Wiese auf. Trotzdem wollte die Energie, bis auf eine kleine Menschentraube in den vorderen Reihen, nicht auf die anderen Anwesenden überschwappen. Man wurde das Gefühl nicht los, das viele nur wegen Die Ärzte an diesem Tag das Two Days A Week besuchten und sich die anderen Musiker nur anschauten, weil sie schon Mal da waren. Selbst bei den letzten Nummern What A Wonderful World und Hey Ho, Let’s Go die ausnahmslos jeder kennt, kamen vom Publikum nur wenige Reaktionen zurück.

Auf dem Campingplatz ging es derweil ebenfalls noch sehr ruhig und gesittet zu. Nur vereinzelt hörte man laute Musik aus Boxen dröhnen oder betrunkenes Gegröle. Bis auf die vielen Neuankömmlinge herrschte nur wenig buntes Treiben.

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Beim nächsten Act New Found Glory war die Stimmung schon heiterer. Das Mitklatschen im Takt der Songs gelang von Anfang an deutlich besser und es fand mehr Bewegung im Zuschauerraum statt. Trotzdem blieben viele die gesamte Zeit über auf der Wiese sitzen und gaben so genug Anlass, dieses „die sind alle nur wegen Die Ärzte da“-Gefühl weiter zu schüren.

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Deftones hingegen zogen deutlich mehr Zuschauer an. Schon vor Beginn der Show bildete sich eine große Masse vor der Bühne, die erwartungsvolle „Deftones“-Rufe von sich gab. Endlich hatte man wieder das Gefühl, dass der Großteil der Fans auch tatsächlich für die anwesende Band gekommen ist. Kein Wunder also, dass Deftones lange Zeit als Headlinder des ersten Festivaltages gehandelt wurden. Sie legten unter anderem mit einer neongelben Gitarre eine super Show hin! Am Ende verteilten sie noch ordentlich viele Plektren und Drumsticks an die begeisterte Menge. SchlagzeugerAbe Cunningham war kurz davor, ebenfalls einen Bass abzugeben.

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Der nächste und vorletzte Programmpunkt des Tages war somit gekommen: der ersehnte Auftritt von Die Ärzte. Endlich (und leider erst jetzt) schienen tatsächlich die gesamten Festivalbesucher in der Ottakringer Arena zu sein. Sie waren laut, textsicher und in bester Stimmung. Und BelaFarinRod? Nun, bis auf dass sie etwas weniger redeten, als bei ihren eigenen Konzerten, muss man dazu doch nichts mehr sagen, oder?

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Unsere Befürchtungen, dass die Masse sich danach auf wieder verziehen würde, bewahrheiteten sich glücklicherweise nicht. Nur ein kleiner Teil verabschiedete sich. Der Rest blieb um den Auftritt der großartigen NOFX zu würdigen. Der Beginn war dabei mehr als eigenwillig: Zu einer Reggaenummer betraten sie die Bühne, um daraufhin erst mal munter drauf loszureden. Dabei wirkten sie tatsächlich so betrunken, wie sie sagten zu sein. Doch wer so lange Musik macht wie NOFX, der kann ein Konzert auch angeheitert über die Bühne bringen! Mit guter Laune und energetischen Songs beendeten sie den ersten Festivalabend standesgemäß.

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