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Tyler Ward – Flex Wien

Tyler Ward – Flex Wien

Für alle, die noch nie etwas von Tyler Ward gehört haben: Der Singer/Songwriter aus Colorado startete seine Karriere, indem er Coverversionen großer Hits auf Youtube stellte. Irgendwann kamen dann auch Eigenkompositionen dazu. Mittlerweile hat der 25-Jährige 1,4 Millionen Fans für seinen Channel gewonnen und einen Vertrag bei Sony unterschrieben. Tyler Ward wird als der neue Akustik-Popstar des Internets gefeiert. Mit seinem Debütalbum Honestly besuchte er uns in Österreich.

Ben Martin als Vorband von Tyler Ward

(c) Thomas Kronsteiner

Den Abend eröffnete Ben Martin. Der Niederösterreicher stand alleine mit seiner Gitarre auf der Bühne und spielte Songs auf Englisch und Deutsch. Stimmung wollte keine so richtig aufkommen, doch Martin schlug sich trotzdem tapfer.

In der Pause blieb das größtenteils weibliche Publikum dicht an die Bühne gedrängt stehen. Keines der Mädchen wollte ihren Platz aufgeben. Als dann ein Typ mit Moustache, der so ziemlich alle bis jetzt gesehene Schnauzer in den Schatten stellte (es gibt ja einige zu sehen jetzt im Movember), das Mikro ergriff und Tyler Ward ankündigte, setzte wie auf Kommando lautes Gekreische ein. Und dann war er da, inzwischen etlicher unechter Kerzen. Mein Fotograf (eingefleischter Jazz-Fan) drehte sich mit entsetztem Blick zu mir um. Er hatte ja keine Ahnung, auf was er sich da eingelassen hatte…

Tyler Ward live Wiener Wuk

(c) Thomas Kronsteiner

Es folgten hauptsächlich gecoverte Lieder wie Wonderwall von Oasis, eines der ersten Lieder, das Tyler Ward vor circa fünf Jahren auf seinen Channel hochgeladen hat. Es kam Use Somebody von Kings Of Leon, Never Say Never von The Fray und natürlich durfte auch Thrift Shop von Macklemore nicht fehlen, zu dem Ward mit Geigerin Lindsey Stirling ein Video gemacht hat. Dann begann der Sänger damit, seinen Fans von seinem ersten „heartbreak“ zu erzählen, Lebensweisheiten mit auf den Weg zu geben und sie vor miesen Typen zu warnen. Das war der Zeitpunkt, als sich mein Fotograf das erste Bier bestellte… Nein, ernsthaft jetzt: Tyler Ward gab den Teenies das Gefühl etwas Besonderes zu sein. So typisch amerikanisch das Ganze wirkte, so glaubhaft war es aber auch. Schön, denn künstliche Popidole mit fraglichen Werten gibt es derzeit genug.

Tyler Ward live im Wiener WUK

(c) Thomas Kronsteiner

Ward spielte dann auch noch seine eigenen Lieder wie Give Me Dashes und Some Kind Of Beautiful. Ich weiß ja nicht was in seinem Drink außer Cola sonst noch war, aber je später der Abend, desto lustiger wurde es auch. Selbst der Jazz-Fan neben mir begann zu Tanzen und mit seinen Händen Herzchen zu formen, ganz so wie es Ward von seinen Fans verlangte. Zum krönenden Abschluss spielte er mit seiner Band ein Cover von Metallica! Jedenfalls war es ein Abschluss für das Publikum im Flex. Denn was wir da noch nicht wussten: Der Abend hatte für uns gerade erst begonnen…

Tyler Ward live in Wien

(c) Thomas Kronsteiner

Nach dem Konzert fuhren wir zur Enemy-Night ins B 72. Und wer tauchte da zu später Stunde noch auf? Richtig, Tyler Ward  (Homepage) samt Band und dem Typen mit Schnauzer, der sich als der Tourmanager entpuppte. Es folgte eine Einführung in die österreichische Partykultur entlang der Gürtellokale. Zum Schluss lud uns der Manager ein, zu einem Konzert nach Amsterdam zu kommen, um den lustigen Abend zu wiederholen. Tja, was soll ich sagen? Ich sitze gerade im Flieger. Der Fotograf neben mir…

 Wie hat euch Tyler Ward gefallen?

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