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Die Voca People ziehen Wien in ihren Bann!

Die Voca People ziehen Wien in ihren Bann!

Kurz vor der Premiere der Voca People ist es noch ziemlich ruhig im Museumsquartier, das Publikum weiß nicht genau was es hinter den Türen der Halle E erwartet und will auch offensichtlich mit seiner Begeisterung eher sparsam umgehen. Doch knapp zwei Stunden später werden hier so einige mit großen Augen rufen: „Die beste Show in Wien, seit Ewigkeiten!“ Ich kann euch gar nicht wirklich beschreiben, wie verdammt gut die wirklich waren. Trotzdem ein Versuch:

Das Raumschiff ist gelandet

Die Story ist so einfach wie eindringlich: Die weißen Kahlköpfe vom Planeten Voca sind auf der Erde notgelandet, ihr Schiff hat keine Energie mehr. Doch bald erkennen sie: „Musik ist Leben und Leben ist Musik“ und so durchstöbern sie mithilfe des Publikums die Musikgeschichte der Menschen um ihr Raumschiff wieder mit musikalischer Energie zu befüllen. Dabei singen die acht Aliens fantasievolle Medleys von klassischen Stücken wie z.B. Beethovens Fünfte, über „Barbie Girl“ bekannte Pop-Songs bis hin zu The Prodigy, unfassbarerweise a-capella, und wenn die zwei Beat-Boxer „Beat On“ und „Scratcher“ einsetzen, können auch David Guetta und Skrillex einpacken.

Keiner bleibt unberührt

Von der ersten Minute an merkt man, normal ist hier nichts. Die Voca People klingen nicht nur teilweise wie ein ganzes Orchester und kommen dabei ganz ohne Instrumente aus, sie wissen auch wie sie das Publikum so richtig um den Finger wickeln können. Die ersten fünf Reihen der Halle E litten unter akutem Adrenalin-Überschuss, nachdem sich die Voca People einen Zuschauer nach dem anderen herauspickten, auf die Bühne holten, als Instrument missbrauchten, Ständchen sangen, Gedanken lasen, in den Sitzreihen umsetzten uvm. Die lustigen Außerirdischen nahmen sich viel heraus und integrierten das Publikum von Anfang bis Ende in die Show. So hatte man das phänomenale Gefühl nicht nur dabei, sondern mitten drin zu sein und am Höhepunkt der Show (Achtung kleiner Spoiler!) befanden sich die zwei Hälften des Raumes in einem BeatBox-Battle gegeneinander.

Voca People

Nach der Show ist auch eine Show

Auf der After-Show Party durfte man die Voca übrigens auch ungeschminkt treffen und es soll vermerkt sein – sie sind viel jünger als sie kostümiert aussehen! Sie gaben sind sympathisch und offen, sangen spontan „Stand by me“ mit der anwesenden Band und tanzten mit den anderen Gästen in die Nacht hinein. Wer sich traute auf sie zuzugehen, wurde mit offenen Armen empfangen und oft auch abgebusselt.

Fazit

Man weiß nicht, wofür man sie mehr lieben soll, für ihre großartige stimmliche Performance, ihre Kreativität oder die Nähe die sie zum Publikum aufbauen. Voca People ist eine verzaubernde, ausgeklügelte Show mit vielen Überraschungen. Es macht Spaß ihnen zuzusehen und man will sofort selbst zum Mikrofon greifen und mitsingen. Und nach anfänglich noch leichten Problemen mit dem Heben der Arme zum Voca Gruß war dann sogar das österreichische Publikum sehr engagiert und kaum mehr in den Sesseln zu halten.

Noch bis zum 14.04.2013 sind die Voca People (Homepage) im Wiener Museumsquartier zu sehen und auch ich kann nur jedem raten, sie sich anzusehen.

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