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Urban Art Forms 2013

Urban Art Forms 2013

Was erwartet man sich vom Urban Art Forms? Eine tolle Badelocation und richtig fette, elektronische Musik. Allein schon die Festivaltrailer machten Laune und ließen auf Sommer, Badespaß und eine Party der Superlative hoffen.

Doch irgendwie wollte das Wetter dann doch nicht so ganz mitspielen. Da der Schwarzlsee aufgrund seiner Tiefe und des unbeständigen Wetters viel zu kalt war, um darin zu baden, konnte man die Location nicht so wirklich genießen. Dafür hatte man umso mehr Zeit sich auf die Bands und das Drumherum zu konzentrieren. Außerdem war für Regenfälle vorgesorgt: Die Beatthroathalle sollte nämlich im Fall der Fälle allen Leuten Schutz bieten.

Deichkind live am Urban Art Forms

Deichkind – (c) Daniela Hofstetter

Die Größe der Ausweichmöglichkeiten bot zudem den Vorteil, dass das Areal vor der Mainstage immer sehr voll und gut besucht war. Man konnte ohne viel Drängerei relativ nahe an die Bühne herankommen, um so Bands wie Deichkind oder Seeed von der Nähe zu sehen. Diese beiden Bands passten zwar nicht unbedingt ins übrige Line-Up, beeindruckten aber trotzdem mit einer tollen Show. Auch Parov Stelar und seine Big Band machten ihrem Ruf alle Ehre, und überzeugten mit Swing-Rhythmen. Fritz Kalkbrenner stand zwar allein auf der Bühne, umso mehr beeindruckte er mit seinem Live-Set und guter Stimme.

Parov Stelar live am Urban Art Forms

Parov Stelar – (c) Daniela Hofstetter

Absolut begeistern konnte auch Knife Party. Die zwei Djs waren  zwar nicht sonderlich aktiv, der Sound brachte trotzdem das gesamte Areal zum Beben. Das Set beeindruckte durch seine wirklich fetten Dub-Elemente.
The Prodigy überzeugten mich persönlich nicht. Sie klangen total überpegelt, man hörte wenig von den Melodien und zu viel Geschrei zu typischen Drum and Bass Beats.

Richtiges Highlight hingegen war der bereits erwähnte Beatthroat Bereich: Eine riesige Halle, imposanter Sound und eine geniale Lasershow machten jeden Act zu einem Höhepunkt. Besonders hervorheben möchte ich das Set von Naked Fish, das auch zu später Stunde noch zum Abgehen animierte. Allein von Baauer war ich etwas enttäuscht: Als Harlem Shake aufgelegt wurde, konnte kaum jemand dazu animiert werden, sich völlig gehen zu lassen. Vielleicht waren die Leute nach den beiden vorhergehenden Partynächten einfach schon zu erschöpft.

Seeed live am Urban Art Forms

Seeed – (c) Daniela Hofstetter

Die Drum and Bass Stage lockte zwar großen Namen für Szenekenner, die Location machte es aber unmöglich auch nur einen Fuß hinein zu setzen. Hier brachten einen nicht die Acts ins Schwitzen, sondern das unmögliche Gedränge der Menschenmassen und gefühlte 100° Raumtemperatur. Wer also wirklich auf Beachfeeling aus war, war hier genau richtig. Zudem bot der Schweiß-getränkte Hallenboden schon bald eine alternative Bademöglichkeit.

Alles in allem schaffte es das unbeständige Wetter nicht, einem die Festival Laune zu nehmen. Auch wenn ich den See nicht nur wegen der Kälte die nächsten Monate nicht betreten würde, so handelt es sich doch um eine richtig schöne Festival Location.

Urban Art Forms

(c) Daniela Hofstetter

Für Fans elektronischer Musik ist das Urban Art Forms wohl ein absolutes Muss, für alle anderen bietet es alles was man braucht, um richtig Party machen zu können: Mainstream-lastige Rhythmen , Alkohol und tausende Partybegeisterte aus aller Welt.

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Daniel Kubera

“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” – Hunter S. Thompson

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