Home   /   Movies  /   Warm Bodies Filmkritik

Warm Bodies Filmkritik

Warm Bodies Filmkritik

[tabs tab1=“Kritik“ tab2=“Filmmusik“ tab3=“Wissenswertes“ tab4=“Fazit“ tab5=“Kommentar – Spoiler!“ tab6=“Gewinnspiel“]

[tab id=1]

Liebe kennt keine Grenzen. Ja, diesen alten Spruch kennen wir schon zuhauf: die „Twilight-Saga“, „Tristan und Isolde“ und nicht zuletzt „Romeo & Julia“ haben jeweils Liebespaare hervorgebracht, die eigentlich gar nicht dazu bestimmt waren, zusammenzugehören. Mit Warm Bodies wurde ein weiteres Beispiel geschaffen, angelehnt an die größte und tragischste Liebesgeschichte unserer Zeit: die Macher Isaac Marion (Autor der Romanvorlage) und Jonathan Levine (Regisseur und Drehbuchautor) haben den Plot allerdings einfach in eine düstere, blutige Zombie-Kulisse gesetzt.

Warm Bodies

Er hat eine Körperhaltung, die an den Glöckner von Notre Dame erinnert, eine blasse Haut wie Schneewittchen und Augen, so leer wie die von Gollum. R ist ein Zombie und leidet, anders als seine Artgenossen, unter diesem Nichts von Leben. Während R Dinge wie Schallplatten oder Bücher sammelt, wandern seine Kollegen tagein tagaus durch den Flughafen, immer wieder auf der Suche nach Essen. Er hat einen Hang zu rockigen Liebesballaden, die anderen zu nichts. Kommuniziert wird per Grunzen und Brummen, Geschlafen wird nicht.

Doch es wäre keine gute Liebesgeschichte, würde Rs großes Verlangen nach den schönen Dingen des Lebens – oder Nicht-Lebens – nicht schon bald gestillt werden: auf der Jagd nach Fleisch, überrascht die Zombiegruppe einige der wenigen verbliebenen Menschen. Zwischen Schüssen und fliegenden Gegenständen entdeckt er sie, die blonde, tapfere Julie, und verliebt sich sofort. Bevor er sie aus dem Kampf rettet und mit in die Zombie-Zone nimmt, tötet er ihren Ex-Freund Perry und verspeist genüsslich sein Gehirn.

Warm Bodies

R rettet Julie in sein Heim, doch bevor sie mit ihm, eigentlich einem Feind, warm werden kann, ergeben sich weitere Probleme: ein Mensch in der „toten Zone“? Ein Zombie, der in einen Menschen verliebt ist? Und wären da nicht auch noch diese verdammten untoten Boneys, die alles töten, was nicht bei drei auf den Bäumen ist…

 

Warm Bodies – Schauspieler

Mit Nicholas Hoult wurde der perfekte Youngster-Zombie geschaffen. R frisst zwar Menschen (und am liebsten deren Gehirn), ist aber trotzdem süß und witzig. Und davon, dass Nicholas Hoult beides ist, konnten wir uns vor Jahren schon in About A Boy überzeugen! Die mutige Julie wird von der australischen Newcomer-Actress Teresa Palmer („Bedtime Stories“, „Ich bin Nummer Vier“) gespielt. Wichtig war: die Darstellerin muss eine Kämpferin sein und Selbstvertrauen und Stärke mitbringen. Auch hier wurde die Rolle ausgezeichnet besetzt. Zuletzt bringt auch Schauspieler-Legende John Malkovich eine Glanzleistung an den Tag. Er spielt Julies störrischen, autoritären Vater General Grigorio.

Warm Bodies

[/tab]

[tab id=2]

Warm Bodies – Filmmusik

Warm Bodies punktet als frischer, junger Film vor allem mit dem Einsatz der Filmmusik: noch nie waren kitschige 80er-Balladen passender als hier! Lacher im Kinosaal werden neben der schauspielerischen Leistung auch durch die Verwendung von eigentlich untypischen Songs garantiert: denn R hört gerne Songs wie „Missing You“ von John Waite oder „Hungry Heart“ von Bruce Springsteen. Lieder wie diese sind es, die ertönen, als er Julie zum ersten Mal sieht oder die er in seinem Zuhause, einem Flugzeug, auflegt.

Neben den 80er und 90er Klassikern (auch Bob Dylan, Guns ’n‘ Roses und die Scorpions kommen vor) werden vor allem aber auch topaktuelle Indie-Songs gespielt: Bon Ivers „Hinnom, TX“ oder The Nationals „Runaway“ sind ebenso zu hören wie Chad Valley oder M83. Ja, den Machern ist zumindest mit der Filmmusik ein kleines Meisterwerk gelungen!

[/tab]

[tab id=3][checklist]

  • Autor Marion hatte unter dem Titel „I Am A Zombie Filled With Love“ eine siebenseitige Kurzgeschichte im Netz veröffentlicht, die so gut ankam, dass er 2010 seinen Debütroman Warm Bodies veröffentlichte.
  • Ähnlich wie bei Scrubs wird auch hier die Story vorrangig durch die Hauptperson R und dessen Off-Kommentare erzählt.
  • Die Story wurde in Montreal gedreht. Da die Fassaden der schönen Altstadt nicht einfach mit Graffitis besprayt werden konnten, wurden die Häuser mit durchsichtigen Plastikfolien überzogen, die dann von amerikanischen Sprayern „verschönert“ wurden.
  • Julies Exfreund Perry wird gespielt von Dave Franco, der nicht nur James Francos jüngerer Bruder ist, sondern auch bekannt aus „Scrubs“ oder „21 Jump Street“ ist.
  • Die Boneys wurden, wie man leider auch im Film stark erkennen kann, durch CGI produziert: mit Stuntmen in Motion Capture Anzügen wurden deren Bewegungen aufgenommen.
  • Am Set kam es aufgrund der Grunz- und Brummlaute immer wieder zu Lachanfällen. Hoult half sich, indem sein Script Supervisor ihm seinen Off-Text vorlas und er dadurch wusste, was er mit seinem Grunzen ausdrucken musste. Rob Corddry, Darsteller des M und besten Freundes, bekam Tipps von seiner Frau, einer Sprachtherapeutin, er solle sich wie ein Patient mit Gehirnverletzung auszudrücken.[/checklist]

[/tab]

[tab id=4]

Warm Bodies – Fazit

Warm Bodies – ein Lichtblick in das Kinojahr 2013. Warm Bodies ist ein untypischer, amerikanischer Film, der vor allem eines ist: beispiellos. Die Filmmusik ist ausgeklügelt und modern, die Rollen perfekt besetzt. Gepunktet wird nicht nur mit einer neuen Story sondern auch mit viel Witz und Humor.

Warm Bodies

Wurde der Plot zwar in Anlehnung an „Romeo & Julia“ geschrieben (R steht für Romeo, M für Mercutio, Perry stellt Paris dar und Julie natürlich Julia) und wurden auch einige Szenen ähnlich dargestellt (die Balkonszene wird in Warm Bodies wieder aufgewärmt), so ist Warm Bodies doch ein eigenständiger Film. Die ursprüngliche Geschichte ist ähnlich: zwei, die sich wollen, dürften nicht zusammen sein. Trotzdem ist der amerikanische Streifen keine 0815-Schnulze, kommt auch ohne lange Sex-Szenen und bezeichnende Sixpack-Körper aus.

Abschließend kann man sagen, der Film ist etwas für jedermann. Adrien Morot, der die Makeup-Spezialeffekte gemacht hat, bringt das auf den Punkt: „Es ist die Art von Zombie-Film, in den ein Typ sogar seine Freundin mitnehmen kann. Die Jungs bekommen Boneys und coole Zombie-Action, die Mädels den sensiblen und hübschen Zombie-Helden.“

[/tab]

[tab id=5]

Warm Bodies – Kommentar

Natürlich, ein großer Spoiler ist das nicht, aber: es gibt ein Happy End! Wie schön, dass R und Julie schlussendlich zusammenkommen, aber muss dazu wirklich in die schmalzige Trickkiste gegriffen werden? Warum wird R wieder komplett zum Menschen mit menschlichen Augen und Zähnen, die Zombie-Kinder, die am Ende friedlich werden, leben aber weiterhin mit blauschwarzen Lippen und Zähnen? Und warum um alles in der Welt verschwinden Rs Narben, die er im Gesicht hatte?

Fraglich ist auch, warum die eigentlich perfekt isolierte Menschenstadt, die durch eine riesige Steinwand von der Zombie-Zone abgetrennt war, so schnell von Julie verlassen und später von Zombie R betreten werden konnte.

[/tab]

[tab id=6]

Warm Bodies – Gewinnspiel

Wir verlosen gemeinsam mit Constantin Film 3×2 Tickets für den Film Warm Bodies! Schick‘ uns ein Mail an gewinnspiel@enemy.at mit dem Betreff „Warm Bodies“ und verrate uns, wie du einen Zombie erledigen würdest!

[/tab]

[/tabs]

 

Warm Bodies

Film-Website
Für Fans von: unkonventionellen Liebesgeschichten, Zombies und Blut, Apokalypse-Stories, schüchternen Männern und coolen Frauen
Land: USA
Dauer: 98 Minuten
Filmverleih: Constantin Film
Kinostart: 21. Februar 2013
Romanvorlage gesehen um €9,95

 

Home   /   Movies  /   Warm Bodies Filmkritik

Tags

Anna Obermeier

„Dance Like Nobody Is Watching.“

Related Article