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Wer soll zum Songcontest nach Malmö?

Wer soll zum Songcontest nach Malmö?

Wir haben die fünf Künstler und ihre Songs, die Österreich beim Eurovision Songcontest 2013 in Malmö repräsentieren sollen, unter die Lupe genommen. Wir möchten den Künstlern kurz Platz bieten, ihre Songs selber vorzustellen, bevor wir unsere Meinung abgeben.

 

Falco Luneau – „Rise above the Night“

Falco Luneau über „Rise above the Night“: „Ich glaube, dass wir alle, was Friede, Freiheit und Liebe betrifft, noch nicht dort angekommen sind, wo wir eigentlich sein sollten. Das klingt jetzt wahrscheinlich klischeehaft, aber mit meinem Song habe ich versucht zu umschreiben, wonach wir alle streben, und ich glaube, dass sich viele damit identifizieren können.
enemy.at: Dem Song fehlt es etwas an Drive. Man wird beinahe etwas schläfrig. Die Nummer ist nicht schlecht, sondern einfach etwas langweilig. In unsere Augen kein passender Song für den Songcontest.

 

Natália Kelly – „Shine“

Natália Kelly über „Shine“: „In meinem Song geht es darum, dass man öfters im Leben mit schwierigen Situation konfrontiert wird. Trotz allem sollte man nicht die Hoffnung auf bessere Zeiten aufgeben. Wenn man an sich selber glaubt und Mut hat, das Leben anzupacken, dann wird man auch wieder strahlen. Dieser Song bedeutet viel für mich, da es meine erste veröffentlichte Single ist und natürlich bin ich sehr stolz drauf, vor allem weil ich Co-Writer bin.
enemy.at: Durchschnitts Song mit guter R ’n‘ B- Stimme. Unserer Meinung nach, nicht genug um mit der internationalen Konkurrenz mitzuhalten. Mehr als ein nettes Lied ist „Shine“ in unseren Augen nicht.

 

The Bandaloop – „Back to Fantasy“

The Bandaloop über „Back to Fantasy“: „Unser Song ist ein einfach gehaltener, bandaloopisierter Partysong, der vor guter Laune plus Leben strotzt. Er ist das ultimative Geständnis an die “Liebe”. Do it, give it & you´re fulfilled.” Über den Song Contest: “Glamour, Glitzer, Culture-Clash. Die zugleich schillerndste und außergewöhnlichste Show des Jahres. Genau das Richtige für uns!
enemy.at: Sehr interessantes Konzept. Eine gute Stimme gepaart mit coolen Beats. Ein gut durchdachter Track, der für Partylaune sorgt. Bei dem Song wird viel von der Performance abhängen. Definitiv der modernste Song.

 

Elija – „Give Me a Sign“

Elija über „Give Me a Sign“: “Mein Beitrag handelt von einer gescheiterten Liebesbeziehung: Die Wege trennen sich und das Leben geht weiter. Trotzdem gibt es Momente, in denen man auf ein Zeichen wartet. Wie bei allen Songs die ich schreibe, liegt auch diesem eine wahre Geschichte zugrunde. Songwriting hat für mich etwas Befreiendes.
enemy.at: Der Song ist ganz nett. Schöne Melodien mit gut eingebauten, poppigen Elementen. Etwas mehr Power im Refrain hätte nicht geschadet. Die Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert und positiv fällt auf, dass der Song selbst geschrieben ist.

 

Yela – „Feels Like Home“

Yela über „Feels Like Home“: “In dem Song geht es um die lauten Umgebungen und Erinnerungen, die uns das Gefühl von “daheim sein” vermitteln. Es geht primär um Freundschaften; die alten Freundschaften, die schon viel durchgemacht haben, wo es keinen Unterschied macht, ob man sich lang nicht hört oder weit voneinander entfernt ist, wenn man wieder zusammen ist, fühlt sich alles wieder an wie früher einmal.
enemy.at: Das Lied ist ganz nett und plätschert dahin, wie ein kleines Bächlein im Frühling. Er geht gut ins Ohr, bleibt aber nicht wirklich hängen. Definitiv nicht schlecht aber keine Songcontest-Nummer. Eher Hintergrundmusik bei einer Cocktailparty.

Songcontest Fazit

Die sogenannte Fachjury hat heuer anscheinend eine Vorliebe für etwas langweilige Nummern. Dass die Österreicher jedoch keinen „netten Durchschnitts – Songs“ als Vertretung sehen wollen, haben sie letztes Jahr beim Verzweiflungs – Trackshittaz – Voting klar gemacht. Außerdem finden wir es „heimischen“ Künstlern gegenüber etwas unfair, dass sogar zwei dieser Künstler nicht einmal mehr in Österreich leben. Wir finden man sollte schon die heimische Szene damit fördern!

Für uns sind die besten Songs „Back To Fantasy“ von The Bandaloop und „Give Me a Sign“ von Elija. Zurzeit befinden sich für uns beide Songs auf gleichem Level. Auch wir werden uns erst bei der Liveshow am 15. Februar zwischen den beiden entscheiden.

Trotzdem finden wir es schade, dass bei den vielen tollen und innovativen Bands in Österreich, ganze drei dieser „netten Durchschnitts – Songs“ in die engere Auswahl kamen. Man hätte ruhig ein – zwei „gewagteren“ Acts eine Chance geben können. Vielleicht mal etwas richtig Rockiges à la Lordi? Wir glauben, dass eine Top 10 Platzierung mit jedem dieser Songs schwierig wird. Hier kann man sich alle Songs anhören. Die enemy.at Redaktion bietet sich übrigens gerne an, 2014 Teil der Jury zu sein!

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Daniel Kubera
“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” - Hunter S. Thompson
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