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White Lies – Gasometer Wien

White Lies – Gasometer Wien

Am 13. November 2013 beehrten die White Lies den Gasometer und lieferten eine sensationelle Show ab – für den Support sorgten In The Valley Below.

Kurz vor Beginn des Supportacts befanden sich rund 30 Leute im Gasometer. Erst als In The Valley Below (Facebook) mit ihrem Mix aus Indie-Rock und düsterem Pop die Bühne in Beschlag nehmen, beginnt sich die Halle langsam zu füllen, jedoch blieb der Raum bis zum Ende ihres Sets relativ dünn besiedelt. Schade eigentlich, denn das Duo aus Kalifornien liefert einen soliden Auftritt ab. Besonders die sehr gut harmonierenden Stimmen Jeffrey Jacobs und Angela Gails müssen hervorgehoben werden. Für den leicht düsteren Effekt sorgen neben den Texten auch die nostalgisch angehauchten Outfits und eine schwere Metallkette, die kurzerhand zum Instrument umfunktioniert wird. Trotz der verhaltenen Reaktionen scheint es dem Publikum nicht allzu schlecht zu gefallen, denn nur wenige unterhalten sich mit ihrem Nachbarn und die meisten halten ihren Blick konzentriert auf die Bühne.

Als um zwei nach neun die White Lies (Homepage) mit To Loose My Life die Bühne erklimmen, ist der Zuschauerraum dann endlich beachtlich gefüllt – vom ausverkauften Konzert wie vor zwei Jahren bleibt es aber weit entfernt. Obwohl die Band einen ihrer größten Hits als Opener auserkoren hat, tut sich in Sachen Stimmung noch ziemlich wenig. Irgendwie wirkt das relativ durchmischte Publikum – denn vom Herzchen formenden Mädchen bis hin zum musikbegeisterten Mittvierziger ist alles dabei  – eher als stille Kritiker, die hie und da ihre Zustimmung mit Applaus signalisieren. Bei There Goes Our Love Again kann man dann auch den ersten Blick auf die Lasershow erhaschen, die noch öfter zum Einsatz kommt. Die ersten Töne des 2009er Hits Farewell to the Fairground, motivieren das mittlerweile zu einer Menge herangewachsene Publikum sogar zum Jubeln und lockert die Stimmung etwas auf.

Das Trio rund um den Sänger Harry McVeigh liefert von Song zu Song eine einwandfreie Performance ab – nach Fehlern sucht man vergeblich. Darüber hinaus bietet die Setlist etwas für jeden Geschmack, denn sie umspannt alle drei Alben gekonnt. Als Draufgabe gibt es im letzten Drittel der Show noch ein wunderschönes minimalistisches Cover des Prince Songs I Would Die 4 U auf die Ohren, das vor allem bei den Pärchen auf große Zustimmung stößt und Beifall erntet. Gegen 22.06 Uhr verlässt das Trio für einen kurzen Moment die Bühne und liefert danach eine Zugabe vom Feinsten ab. Der Titeltrack ihres neusten Albums Big TV  und der Überhit Bigger Than Us sorgen dann für die endgültige Auflockerung und tanzende Beine der Anwesenden, die man den ganzen Abend schon vermisste. Auch wenn man das Publikum die meiste Zeit etwas schütteln wollte, muss man am Ende eingestehen, White Lies das war ganz großes Kino – ähhm – Fernsehen!

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Vanessa Spanbauer
"Stop trying to fit in - when you were born to stand out!"
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