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Wie gekaufte Facebook Fans Unschuldigen schaden

Wie gekaufte Facebook Fans Unschuldigen schaden
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Dass man sich Facebook Fans kaufen kann, ist ja nichts Neues. Doch es stellt sich die Frage, woher kommen diese Likes? Oft sind es irgendwelche Fake Profile, die ja – zum Beispiel einer Band – gar nichts bringen – außer, dass die Fan-Zahl besser aussieht. Gut, wenn es jemand nötig hat, mit gefakten Fans größer und bekannter zu wirken, soll er ruhig machen. Das schadet doch niemandem, oder? – Falsch gedacht. Wir sind im Internet über ein interessantes Video der Band Red Seas Fire gestoßen.

Der Band ist es passiert, dass sich innerhalb kürzester Zeit ihre Fan-Zahl auf Facebook verdoppelt hat. Nach einiger Recherche haben sie herausgefunden, dass es sich großteils um Fake Accounts handelt. Kauft sich eine Band Likes auf Facebook, dann setzt sich jemand hin und drückt mit unzähligen Fake Profilen „Gefällt mir“. Damit eben diese glaubwürdig wirken und nicht auffliegen, müssen sie wie „normale“ Profile aussehen. Darum wird nicht nur derjenige geliked, der die Klicks kauft, sondern auch Bands, die ähnlich sind. Damit niemand verdacht schöpft.

Klingt doch eigentlich nach Glück für Red Seas Fire, dachten wir. Doch Der Segen kann schnell zum Fluch werden. Denn der Band zufolge sieht zum Beispiel ein Promoter bzw. Veranstalter die große Fan-Zahl, schließt daraus, dass die Band einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, und bucht sie. Klarerweise kann man bei großteils „unechten“ Likes nicht wirklich auf die Zugkraft der Band schließen. Kommen also deutlich weniger Leute als erwartet zur Show, sind die Promoter enttäuscht und verärgert. Das spricht sich herum und schadet dem Ruf der Band. Kauft sich eine jemand die Likes, ist er selber schuld. Kommt jedoch eine andere Band zum Handkuss, ist das ärgerlich und unfair!

Darüber hinaus stimmt das Verhältnis zwischen „Gefällt mir“ und „sprechen darüber“ auf Facebook nicht mehr. Viele Fans und niemand „spricht darüber“, ist ja auch nicht gerade ein gutes Zeichen.

stern.tv hat übrigens das Thema „Fake-Likes“ auch schon einmal behandelt und ein interessantes Tool vorgestellt: Den Facebook Like Check. Hier kann man die URL eines Profils eingeben und bekommt eine Aufschlüsselung, aus welchem Land die Fans kommen. Zum Beispiel ein kleiner unkommentierter Vergleich zweier Medien:

Facebook-Likes

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Daniel Kubera
“Life has improved immeasurably since I have been forced to stop taking it seriously.” - Hunter S. Thompson
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