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With Full Force Festival – Tag 4

With Full Force Festival – Tag 4

Der letzte Tag am härtesten Acker Deutschlands war angebrochen. Die ersten Besucher traten die Heimreise an. Nach einer arschkalten Nacht und den ersten körperlichen Beschwerden, spielte auch ich, mit diesem Gedanke. Doch der Sonntag hatte mit Korn, Die Kassierer, Caliban und mehr, noch einiges zu bieten. So hieß es noch einmal die Pobacken zusammen zu kneifen und sich ins Gewühl reinzuschmeißen.

Zum Glück gab es einiges zu Lachen sodass man die Schmerzen im Rücken und den Beinen spätestens bei Mambo Kurt wieder vergaß. Der Heimorgelspieler gab ein Fass Bier auf der Bühne aus. Um dieses zu leeren holte sich der Charmeur zwanzig Damen auf die Bühne. Es dauerte nicht lange bis eine attraktive Dame ihr T-Shirt auszog und ihren Bikini präsentierte. Die Männermenge vor der Bühne tobte. Mambo Kurt heizte dem Publikum mit Killing In The Name Of, Rock and Roll Queen und Basket Case im Heimorgelsound ein. Der wilde Orgelspieler scheute sich auch nicht davor Lieder von Scooter und von den Atzen zu spielen. Mit dem Track Aerials beendete Mambo Kurt die halbstündige Orgelparty.

With Full Force Cover

Nachdem All That Remains den Hardbowl gerockt hatten, war es Zeit für etwas deutschen Punk. Die Kassierer haben sich mit ihren Saufliedern und ihrer Freizügigkeit einen großen Namen auf deutschen Festivals erspielt. Der Ansturm war so riesig, dass Die Kassierer leicht das Gelände vor der Hauptbühne füllen hätte können. Doch im gefüllten Hardbowl kommt die Stimmung ganz anders rüber. Als Die Kassierer die Bühne betraten hallte es in der Zeltbühne nur mehr:„Ausziehen, Ausziehen“. Die Fans mussten sich bis zur Stripshow noch etwas gedulden. Denn Sänger Wolfi Wendland antwortete mit:„Saufen, Saufen Jeden Tag nur Saufen“. Die Zeltbühne war rappelvoll und machte Party zu den Saufliedern. Bei Mein Schöner Hodensack knöpfte sich Wolfi dass erste mal die Hose auf. Später bei Großes Glied konnte man den ganzen nackten Prachtkörper betrachten. Bei Das Schlimmste Ist Wenn Das Bier Alles Ist wurde laut stark mitgesungen und eifrig Pogo getanzt. Nach der Stinkemösenpolka war die Frei-Körper-Kultur Show der Kassierer vorbei und zum Abschluss gab es noch ein Geburtstagsständchen für das With Full Force (Facebook).

Der Caliban Auftritt hatte etliche Höhen und Tiefen. Neben der guten musikalischen Präsenz schoss sich Sänger Andi Dörner mit seinen mit seinen arroganten Ansagen wie: „Es ist zwar nicht die größte Wall Of Death aber es geht durch“ immer wieder ins Bein. Zusätzlich überzogen Caliban eine halbe Stunde, was dazu führte, dass sich Korn 15 Minuten mit Paradise Lost überschnitt.

Das größte Zugpferd im Line Up war Korn. Grund genug für die Nu-Metal Veteranen das 20. With Full Force als letzte Band in Schutt und Asche zulegen. Mit Blind legten Korn los und die Metalheads rockten noch einmal so richtig ab. Mit Twist legten die Herren von Korn gleich noch einen Klassiker oben drauf und der Sound war so laut, dass man es in den vorderen Reihen kaum aushielt. Mit einer LED- Lichter Show lieferten Korn eine coole Show, Pyrotechnik blieb allerdings aus. Die Songs der Setlist bestanden meist aus Hits und älteren Tracks und bei Shoots and Ladders packte Jonathan Davis seinen Dudelsack aus.

Korn sorgten mit Y`All Want A Single, Got The Life und Freak On A Leash für einen grandiosen Abschluss und bewiesen das es mit Nu- Metal der alten Schule noch lange nicht aus ist.

Das 20. With Full Force war geniales Geburtstagsfest. Zwar ohne Geburtstagstorte aber dafür mit internationale Top Act`s der Metal, Hardcore und Punkszene. Wer keinen Bock mehr auf überteuerte Ticket und Getränkepreise hat, der sollte das With Full Force Festival unbedingt besuchen.

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