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Zodiac – A Hiding Place

Zodiac – A Hiding Place

Was geht denn hier ab? Haben wir das Jahr 1974? Das waren meine ersten Eindrücke, als ich zum ersten Mal A Hiding Place, das neue Album der Münsteraner Band Zodiac (Homepage) gehört hatte. Das Quartett, welches vom ehemaligen Misery Speaks-Klampfer Stefan Gall und Long Distance Calling-Drummer Janosch Rathmer 2010 gegründet wurde, legt uns hier einen astreinen 70’s Blues-Hard Rock-Brocken vor. A Hiding Place, das Debütwerk für das Eisenerzer Metallabel Napalm Records, ist der direkte Nachfolger des im Vorjahr erschienen Werks A Bit Of Devil.

Gestartet wird mit dem gnadenlosen Rocker Downtown. Dabei bleibt sofort die bluesgetränkte Stimme von Nick van Delft beim geneigten Hörer hängen. Bei diesem rauchigen Organ werden sofort Querverweise zu Chris Rea oder Gov’t Mule-Fronter Warren Haynes geltend. Tolle Stimme! Weiter geht die Seventies Huldigung mit dem gut siebenminütigen Blues Rock Knaller Free, bevor es bei Underneath My Bed auch mal etwas funkig werden darf. Dabei kommt die gute alte Hammond Orgel von Basser Ruben Claro zum Einsatz. Freunde von Deep Purple und ähnlich gelagerten Formationen werden wohl die eine oder andere Freudenperle verdrücken.

CD Review von "A Hiding Place" von Zodiac

 

Nach der Gänsehautballade Leave Me Blind, welche wiederum durch das Stimmwunder van Delft glänzt, folgt mit Moonshine ein gnadenloser Rocker, wobei schon einmal Namen wie Led Zeppelin sowie Thin Lizzy fallen dürfen. Fortgesetzt wird die 70’er Wundertüte mit der schleppenden Bluesnummer Believer (könnte irgendwie auch aus der Feder von The Black Crowes stammen?!). Nach gut 51 Minuten wird mit der schwerfälligen Neil Young Coverversion Cortez The Killer würdig abgeschlossen. Hierbei zeigt sich noch einmal die ganze Spielfreude der Deutschen. Hammer!

Zodiac schaffen mit dieser Veröffentlichung eine wunderbare Verknüpfung von Musikhistorie und Gegenwart. Damit wird das Rad der Zeit zwar nicht neu erfunden, aber warum Experimente durchführen, wenn Altbewährtes so hervorragend wie in diesem Fall funktioniert?! Die Jungs haben mit A Hiding Place ein starkes Ausrufezeichen für eine große Karriere gelegt. Zudem beweisen Zodiac, dass frischer, gut gemachter Classic Rock nicht ausschließlich aus dem hohen Norden stammen muss. Weiter so und keep on rockin’…

Zodiac – A Hiding Place

Für Fans von: Graveyard, Horisont, Led Zeppelin
Napalm Records
VÖ: 25.10.2013
Gesehen um 16,99 €

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