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22 Jump Street – Filmkritik

22 Jump Street – Filmkritik

Undercover in einer Highschool unterwegs, galt es für die Ex-Fahrrad-Polizisten Jenko (Channing Tatum) und Schmidt (Jonah Hill) die Droge OVS aus dem Verkehr zu ziehen, was wie durch ein Wunder auch gelang. Nun sind die beiden Chaoten zurück in der Jump Street (wenn auch eine Hausnummer weiter), wo schon der nächste Einsatz auf sie wartet. WHYPHY heißt das Übel, das diesmal seine Runden macht und auch schon sein erstes Todesopfer eingefordert hat. Ort des Verbrechens ist jetzt nicht mehr die Highschool, sondern das örtliche College. Mit mehr Budget in der Tasche, Captain Dickson (Ice Cube) im Rücken und der Devise „Macht verdammt noch mal dasselbe, wie beim letzten Mal!“, liegt es erneut an den beiden Kindsköpfen ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Doch recht bald erweist sich der Auftrag als gar nicht so simpel, wie zunächst angenommen. Zu groß sind die Ablenkungen des aufregenden Studentenlebens um gerecht zu ermitteln und so pendeln Schmidt und Jenko zwischen Hörsaal, Jump Street und reihenweise Partys umher. Ein Mix, unter dem nicht nur die Ermittlungen leiden, sondern auch die Freundschaft der beiden gehörig auf die Probe gestellt wird. Denn Jenko glaubt im Footballteam einen Seelenverwandten und eine neue Bestimmung gefunden zu haben, die ihn gleichzeitig an seiner Karriere als Cop, sowie auch an der Zusammenarbeit mit Schmidt zweifeln lässt.

Wer Gefallen an 21 Jump Street fand, dem ist mit der Fortsetzung Gutes getan. Mittels neu aufgekochtem Konzept, nimmt sich Regisseur-Duo Phil Lord und Christopher Miller nicht nur all jenen Zutaten an, die schon den Vorgänger zu einem Erfolg machten, sondern geht noch einen Schritt weiter. Mit beinahe identer Handlung und Spielplatz, wurde eine weitere gnadenlos komische Parodie des Polizeifilmgenres produziert, sowie auf selbstironische Weise die unerschöpfliche Kassenpolitik Hollywoods persifliert. Mag das abgespielte Muster auch allzu bekannt erscheinen, müssen sich Zuschauer trotzdem nicht langweilen. Tatum und Hill harmonieren zu stark auf der Leinwand, als dass man sich an ihnen sattsehen könne. Selten ist eine derartige Chemie, die ebenfalls den Machern (wie alles andere) nicht zu schade ist, um aufs Korn zu nehmen. So vergnüglich sich auch das Zusehen gestaltet, die Lächerlichkeit, mit der das ungleiche Paar immer wieder buchstäblich durch die Gegend fliegt, erweist sich mehrmals als grenzwertig und erspart einem leider auch nicht das eine oder andere Kopfschütteln. Genauso wenig zu entkommen vermag man den zahlreichen Gags, die im Minutentakt über die Leinwand rollen. Wenn auch vielseitig, ziehen diese nur noch teilweise. Zu aufgesetzt und langwierig wirken manche Passagen, als das man ihnen noch ein Schmunzeln abgewinnen könnte. Fans der beiden Chaoten-Cops haben dennoch nichts zu befürchten, denn für komödiantische Höhepunkte ist gesorgt. Wenn beispielsweise ein dichtender Schmidt beginnt in Künstlerkreisen zu verkehren oder der immerzu geistesabwesende Jenko, dank belegter Sexualkunde, einen auf Harvey Milk macht, bleibt garantiert kein Auge trocken. Auch um die obligatorischen Schießereien, Verfolgungsjagden und Explosionen werden Actionliebhaber nicht gebracht. Ein unterhaltsamer, ausgeklügelter und wie üblich, sehr derber Film, der weiß sich selbst und seine Charaktere durch den Kakao zu ziehen und dabei kein Klischee oder Witz auslässt.

22 Jump Street

Kinostart: 31. Juli 2014
Genre: Action, Komödie
Regisseur: Phil Lord, Chris Miller
Cast: Jonah Hill, Channing Tatum, Ice Cube
Land: USA
Dauer: 112 Minuten
Filmverleih: Sony Pictures Filmverleih GmbH
Für Fans von: 21 Jump Street, Superbad

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