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Band des Monats April – Lilja Bloom

Band des Monats April – Lilja Bloom

Unsere Band des Monats ist diesmal die wunderbare Sängerin Lilja Bloom (Homepage). Sie ist weit mehr als „nur“ die Frau von Parov Stelar! Neben der Musik verwirklicht sich die vielseitige Künstlerin auch in der Malerei und dem Designen von Mode. Wir sprachen mit ihr über ihr Dasein als Multitalent und ihr aktuelles (Mini-)Album More And More, das am 07.03.14 erschien!

Lilja Bloom – Das Interview

Du bist nicht nur Musikerin, sondern auch Designerin und Künstlerin. Man könnte fast glauben, du bist eine übersprudelnde Quelle der Kreativität und weißt gar nicht wohin mit all deinen Ideen – ist dem so?
Ich liebe es einfach, kreativ zu sein. Ich habe schon als Kind immer gesungen, gemalt und war sehr modeinteressiert. Ich habe, bevor ich nähen konnte, Stoffteile zusammengeklebt und draus einen Rock oder Oberteil gemacht. Und mit diesen Teilen bin dann auch echt auf die Straße! Es ist einfach schön nun diese Freiheit zu haben mich in all diesen Künsten ausleben zu können.

Woher nimmst du all die Inspiration? Kann sich etwas, das dich zum Beispiel als Musikerin beeinflusst, zugleich in deiner Kunst oder deinen Designs niederschlagen oder trennst du die Bereiche voneinander?
Ich lasse mich vom Leben inspirieren. Das können Menschen, ein Bild, Reisen, Musik und Kunst im Allgemeinen sein. In meinem Schaffen trenne ich eigentlich die Bereiche voneinander und sehe meine Kunst „projektbezogen“. Also wenn ich eine CD mache, konzentriere ich mich voll und ganz auf diese Sache. Das nächste Projekt ist dann zum Beispiel eine Ausstellung zu machen. Malen tue ich immer und auch Design ist ein Teil meines alltäglichen Lebens. Sei es Plattencover zu entwerfen, an meiner Homepage zu arbeiten oder ein Video zu produzieren, wo vom Konzept bis zum Styling alle meine Ideen einfließen.

Als Musikerin bist du schon länger aktiv, vor allem gemeinsam mit deinem Mann Marcus Füreder alias Parov Stelar. Am 07. März ist dein Album More and More erschienen. Warum hat es mit der Veröffentlichung des Debüts dann doch relativ lange gedauert?
Weil ich mir nie ein Datum gesetzt habe, wann ich dieses Soloprojekt in Form eines Albums verwirklichen möchte (2009 erschien ja schon eine Debüt-Single). Es stand immer im Raum, dann haben wir mit einem Song begonnen, es kamen weitere dazu und nun nach der Babypause hatte ich das Gefühl, dass der Zeitpunkt für den Release der Richtige sei.

Inwiefern unterscheidet sich deine erste Soloplatte von deinen vorherigen musikalischen Projekten?
Bei meinem Solo-Album bin ich natürlich musikalisch freier und kann voll und ganz meinen eigenen Stil verwirklichen. Bei den Features für Parov Stelar gefällt mir der Hauch von Vintage, Jazz und Swing. Meine Songs gehen jedoch in eine andere Richtung – poppiger, elektronischer, minimalistischer mit Einflüssen aus den 80er Jahren. Ich liebe die Soundästhetik und die Synthesizer von damals und habe mich davon inspirieren lassen.

Ganz Solo bist du ja auf dem Album gar nicht zu hören. Einen wesentlichen Teil des „Mini-Albums“ machen vier Remixe von Parov Stelar, La Rochelle Band und A.G. Trio aus. Was ist der Reiz daran, seine eigenen Songs von anderen Künstlern neu interpretieren zu lassen?
Ich finde es einfach spannend zu sehen, was andere Künstler aus einem Song von dir machen, und wie sie ihn neu interpretieren. Mir gefällt es, wenn dann ein ganz neuer Song daraus entsteht.

Bestand dabei jemals die Angst, dass der Remix besser als das Original sein könnte?
Also dieser Gedanke kam mir gar nie, weil ich es wie gesagt ja interessant finde, was andere Künstler aus dem Song machen. Und wenn ein Remix davon besser funktioniert als das Original, dann ist es so und freut mich genauso. Die Basis liegt ja im Original.

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Eine Frage, die sich geradezu aufdrängt, wenn man sich ein bisschen auf deiner Homepage durchklickt, wirft der Satz „Bühnenauftritte lehnt sie kategorisch ab“ auf. Warum ist das so?
Es hat mich nie auf die Bühne gezogen – ich bin absolut kein Bühnenmensch! Ich lebe eher zurückgezogen und liebe es in Ruhe in meinem Atelier zu arbeiten. Wenn dann mal ein Videodreh oder Fotoshootings anstehen, dann bin ich dafür gerne zu haben, weil es mir Spaß macht. Aber ich sehe mich nicht vor Publikum performen.

Auch sonst machst du dich medial eher rar und gibst nur selten Interviews (weshalb wir uns natürlich zusätzlich geehrt fühlen, dieses Interview machen zu dürfen). Bist du schüchtern oder ist das reiner Selbstschutz?
Ich war früher sehr schüchtern. Das war echt schlimm! Ich glaube, das habe ich mit der Zeit und mit dem Älterwerden zum Glück etwas abgelegt. Ich mag es einfach nicht so sehr im Mittelpunkt zu stehen. Somit erklärt sich auch die vorige Frage, warum nicht auf die Bühne.

Ehe, Kind, Karriere – wie bekommst du das alles auf die Reihe?
Da ich ja nicht auf Tour bin und viel herumreisen muss, geht das eigentlich ganz gut. Ich war jetzt über ein Jahr Vollzeitmama und wollte mich aber nun wieder kreativ ausleben, weil das sehr wichtig ist für mich. Da ja mein Mann sehr viel auf Tour ist, haben wir zum Glück seit Kurzem eine Nanny, die es mir erlaubt auch wieder zu arbeiten. Sonst wäre das sicherlich nicht so einfach!

Wirst du irgendwann den Pinsel an den Nagel hängen und dich nur noch der Musik widmen?
Nein, das kann ich mir nicht vorstellen! Malen ist ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben!

In Anbetracht dessen, was du als kreatives Multitalent alles machst und schaffst – gibt es auch irgendwas, das dir so gar nicht liegt?
Hmm, eben vor Publikum zu performen – ich würde sterben vor Aufregung 🙂

Vielen Dank, dass du dir Zeit für uns genommen hast!

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