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Band des Monats März – Old Runznickels

Band des Monats März – Old Runznickels

Unsere Band des Monats März heißt Old Runznickels (Facebook). Die Grazer veröffentlichen am 15.03.2014 ihre erste CD Decades Of Persistent Silence und sind drauf und dran sich im internationalen Geschäft Rang und Namen zu erspielen. Wir trafen die Jungs zum Interview und quatschten über ihre neue CD, Zukunftspläne und das Dasein als Punks. Viel Spaß!

Old Runznickels – Das Interview

Was bedeutet der Name Old Runznickels?
Old Runznickels geht hervor aus „Alter Ranz Nickel“. Früher in den 1850 Jahren ein Wort für Bergleute, welche im Grubenbau tätig waren, gestunken haben und Nickel abbauten. Daraus wurden Münzen geprägt. Münzen, welche die Bevölkerung knechteten und weiterhin unter der Knechtschaft des Kapitals stellen. Wir wollen uns emanzipieren und diese Knechtschaft untergraben und hinter uns lassen.  Old Runznickels meint nichts weniger als „begrabe den Postkapitalismus und brich auf in eine neue Welt“.

Euch gibt es jetzt erst seit rund einem Jahr, ein Jahr, in dem ihr schon viel erreicht habt. Wie erklärt ihr euch den Erfolg, den ihr in dieser kurzen Zeit in der Punk Szene bereits erfahren durftet?
Wir haben im ersten Jahr schon sehr coole Shows mit Bands wie etwa Morning Glory oder den Flatliners gespielt, was auch für uns im ersten Jahr sehr überraschend war. Wir hoffen, dass die Leute auch in Zukunft gerne zu unseren Konzerten kommen, da für uns das Live spielen eindeutig der wichtigste und lustigste Part des Band Daseins darstellt und wir einfach sehr gerne auf der Bühne stehen. Jede Show die wir spielen bleibt auf eine gewisse Art und Weise für uns einzigartig.

Wart ihr zuvor schon in anderen Bands aktiv? Wie differenzieren sich die Bands zu den Old Runznickels?
Ja wir haben früher auch schon in anderen Bands gespielt, was auch durchaus einen Einfluss auf das jetzige Songwriting hat, stilistisch von Hardcore über Pop-Punk bis Deutsch-Punk.

Eure Musik klingt nach einer Mischung aus Anti-Flag, Strike Anywhere und NOFX. Würdet ihr das so unterschreiben, bzw. sind das auch die Bands, die euch inspirieren?
Natürlich beeinflussen uns Bands, die wir hören und gut finden in bestimmter Hinsicht, das müssen jedoch nicht Szene-Größen sein. Auch lokale und befreundete Bands sind für Musiker oft eine Inspiration. Wir versuchen immer Songs zu schreiben, die uns gefallen. Hierbei treffen die unterschiedlichen Musikgeschmäcker der einzelnen Bandmitglieder zusammen, um dadurch etwas Neues zu kreieren.

Am 15.03.2014 steigt im Bang Bang Club in Graz die Release Party zu eurer ersten EP die sich Decades Of Persistent Silence nennt. Wie würdet ihr die erste Platte für jemanden beschreiben, der bislang noch nichts von euch gehört hat?
Decades Of Persistent Silence ist unserer Meinung nach eine gute Mischung aus schnelleren und langsameren Songs mit teils sehr kritischen Texten. Am 15.3.2014 freuen wir uns im Bang Bang Club in Graz bei unserer CD-Release-Show auch auf unsere Freunde von Ants!, Missstand und Cantona, schaut vorbei!

Wo kann man die Platte kaufen?
Unsere CD gibt es für 6 Euro bei unseren Konzerten zu erwerben,  oder man sendet einfach eine Nachricht an oldrunznickels@gmx.at  bzw. auf die FB Seite. Zudem gibt es eine digitle version via Bandcamp.

Eure Texte sind sehr politisch. Ihr thematisiert auch sozialkritische Themen wie Homophobie und Rassismus. Ist es für euch wichtig gegen solchen Müll zu rebellieren? Ist die Musik dafür die perfekte Plattform?
Natürlich ist es wichtig sich immer gegen Ungerechtigkeiten zu wehren, unserer Meinung nach ist Musik dafür die beste und legalste Form. Welche Möglichkeit gibt es sonst Menschen emotionaler zu erreichen als durch Musik?

Der Sound der ersten Platte ist sehr reduziert und klingt fast schon alt. War das von Anfang an der Plan, eine pure Punkrock EP mit allen Ecken und Kanten aus dem Boden zu stampfen, oder habt ihr auch etwas mit anderen Genres experimentiert?
Wir sind mit dem Sound der Platte sehr zufrieden, auch wie sich die rohen Songs aus dem Proberaum zu etwas Fesselndem auf der CD entwickelt haben. Bei der nächsten Recording Session werden wir sicher noch mehr experimentieren und viele neue Sachen ausprobieren.

Der erste Schritt wurde mit dem Aufnehmen der ersten CD getan. Wie sehen eure weiteren Ziele aus?
In nächster Zeit werden wir uns wieder vermehrt dem Songwriting widmen, da sich schon wieder einige Ideen in den vergangenen Monaten angesammelt haben. Natürlich werden wir auch vermehrt Live spielen, um uns von der täglichen Routine zu lösen und Decades Of Persistent Silence live zu präsentieren. Die nächsten Highlights in diesem Jahr sind für uns der Gig mit Red City Radio im Explosiv in Graz und natürlich das „Punk Rock Holiday“ Festival in Slovenien. Geplant ist auch eine Split-CD mit unseren Freunden von Backseat Teenage Pregnancy aus Ulm aufzunehmen. An dieser Stelle liebe Grüße aus Graz!

Was haltet ihr, als Punks, von den Unmengen an Castingshows die es gibt? Würdet ihr euch auch zu solch einem Schritt überreden lassen, um die breite Masse ansprechen zu können?
Nein, überreden lassen würden wir uns da nicht. Castingshows per se sind für die Musikkultur im Allgemeinen sehr kontraproduktiv.

Machen wir nun einen kleinen Punkrock Test mit euch, um zu sehen, wie sehr „Punk“ ihr eigentlich seid! Habt ihr schon mal eure Gitarren bzw. das Schlagzeug bei einem Auftritt zerstört?
Peter: Einmal ist mir eine Seite gerissen. Das war blöd. Das Synkopieren wurde erheblich erschwert.
Siegi: Nope, kommt jedoch vielleicht bei der nächsten Inventur!
Tom: Obwohl Zerstörung eine schöpferische Kraft ist, bin ich es leid, schon allein wenn bei Auf- oder Abbau Dinge kaputt gehen. Equipment ist dem Spielers Werkzeug, so was zerstört Man(n) normalerweise nicht.

Dosenbier oder guter Rotwein?
Peter: Fjen. (Anm.: anders für „auf jeden Fall“ (Jugendslang))
Siegi: Beides nach Lust und Laune.
Tom: Manchmal Dosenbier, öfters viel Dosenbier – hin und wieder guter Rotwein.

Fleisch essen oder doch vegetarisch leben?
Peter: Ganz egal, bei mir geht es nur um den Geschmack. Ich liebe veganes Essen, aber genauso geil ist ein Steak. Das ist etwas, was jeder für sich selbst entscheiden muss. Problematisch wird es erst, wenn Menschen einem bestimmten Trend nacheifern und das um jeden Preis nach außen projizieren wollen und sich dadurch profilieren. Dann wird’s extrem peinlich, das hat dann auch in keinster Weise etwas mit „punk“ oder „links“ zu tun, sondern ist einfach nur lächerlich. Teilweise nimmt das dann auch faschistoide Züge an leider.
Siegi: Ich lebe vegan und stehe halt wirklich auf die vegane Küche. Vor allem gut gewürzter Seitan hat es mir richtig angetan. Außerdem finde ich FB- Gruppen oder Foren, wo Veganer Tipps, Tricks und Rezepte austauschen, wirklich großartig. Es lässt sich geschmacksmäßig  wirklich einiges mit Gewürzen anstellen, was mir zuvor überhaupt nicht bewusst war.
Tom: Eher Fleisch leben und vegetarisch essen. Dies muss zwingend jeden seines sein.

Hattet ihr schon mal eine Sicherheitsnadel als Ohrring?
Siegi: Zurzeit sogar mehrere…
Tom: Sicherheitsnadel als Tool zum Ohrring ja- jetzt zu große Läppchen!

Besitzt ihr Shirts von NOFX, Bad Religion etc.?
Peter: Ich trage sie auch. Gelegentlich. Dem Ambiente angemessen.
Siegi: Natürlich, schwarze Shirts mit weißem Aufdruck – und das in rauen Mengen.
Tom: Natürlich trage ich Shirts dieser Natur. Am liebsten von lieben Freunden!

Schon mal wo einen Anti Nazi Sticker aufgeklebt?
Peter: Wär’s nicht besser einem Nazi eine aufzukleben?
Siegi: Wenn ich coole Sticker bekomme, werden die natürlich geklebt. Antifa Sticker, die zum einen eine coole Aussage haben und mich zudem noch etwas zum Schmunzeln bringen, mag ich am liebsten. „Nazi sein heißt Probleme kriegen – Wir bleiben sportlich!“
Tom: Häufig fallen mir gelegentlich öfters manchmal Aufkleber aus der Hand mit der Klebefläche auf haftenden Untergrund und bleiben dort. Sollte sich mal wer physikalisch ansehen, ein ganz komisches Phänomen.

Die letzten Worte gehören euch:
Peter: 
Liebe Grüße an unsere Freunde und befreundete Bands. Fettes Danke geht raus an unsere Live Crew (Rizy, Benji, Metti, Harry), sowie natürlich an Martin und Luki, welche uns geholfen haben diese Platte zu realisieren. Danke natürlich auch an enemy.at an der Stelle.

Wir sehen uns am 15.03 im Bang Bang Club in Graz!

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