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Banned!: gamescom 2014

Banned!: gamescom 2014

von Zampano

Ich mag keine Videospiele. Zumindest jetzt nicht mehr. Ich hab irgendwann das Interesse verloren, als ich mitbekommen habe, dass die meisten Entwickler nur noch der monetäre Hintergrund interessiert. Weswegen diese auch teilweise zwei Spiele einer Serie im Jahr veröffentlichen. Entschuldigt, auf den Markt werfen.

Beschissene Stories.
Gekürzte Features.
Endnutzer als Betatester.
Der verblödete Fan ist erfreut.

Ich werde mich in dieser wöchentlichen Kolumne Banned! auskotzen, über die weniger beachteten dunklen Ecken der Gamingwelt. Und da die GAME CITY ja auch Anfang Oktober in Wien vor der Tür steht, was wäre dafür besser geeignet als euch eine Momentaufnahme von meiner letzten Convention, der gamescom 2014, zu präsentieren?

Ich wurde gefragt ob ich den Fotograf für die Schreiberin Lina während der Tage spielen könnte. Warum nicht, ihr eigentlicher Knipser ist abgesprungen und wir hatten uns seit drei Jahre nicht mehr real gesehen. Zwei Fliegen mit einer Klappe.

Yay - ich war auch da...

Yay – ich war auch da…

Was macht eine solche Person wie ich auf der GamesCom? Mich aufregen und keine Videospiele spielen.

Man könnte meinen ich übertreibe, aber es ist so wie man es sich vorstellt. Dicke Menschen in zu engen Shirts die sie als Promo von dem EA Stand für das neue NBA2k14 bekommen haben. Oh the irony. Menschen in falsch ausgewählten Cosplays, die ihre Rundungen und ungünstigen Körperfromen angenehm betonten. Einzelgänger die sich Dakimakuras, diese Kuschelkissen mit nackten Animefiguren drauf kauften. Typen, die mit ihren 2000 Youtube Abonnenten auf ihrem Let’s Play-Kanal, Presseausweise bekommen und dort ihre Videokommentare beantworten. Manche hatten sogar nur 20 Twitter-Follower. Doch auf der gamescom 2014 ist ein jeder ein Star!

Schööön!

Schööön!

Mädchen in billig gekauften Kostümen, die mich Ausfragen, ob ich Lefloid oder Ungespielt getroffen habe (beides YouTuber), weil DIE SO CUUUUTEEEE sind. FML. Ich sah Menschen die zehn Minuten auf den Gängen standen und sich beschämt umsahen ob ihnen auch keiner zusieht, nur um dann die Hose aus ihrer Arschfalte zu ziehen.

#poritze

#poritze

Bei einer Runde des neuen Mario Cart (dass war das erste das ich spielte, seit dem Teil für die N64. Die Steuerung war schrecklich und ich flog und fuhr mehr Boot, als das ich im Cart saß) spielte ich mit einem Scheinbar-Sheldon, der eine Freundin von mir ständig korrigierte: „Rosaline ist schon seit dem Teil für die Wii mit dabei! Du hast ja keine Ahnung!“ Und mich sinnlos, ihm selbst musste wohl alles sehr sinnig vorkommen, zu laberte.

Später spiele Scheinbar-Sheldon Minecraft.

Später spiele Scheinbar-Sheldon Minecraft.

Ich sah Fedoras. Eine Menge sogar. Die meisten von den Trägern waren euphorisch. Ich sah dicke Menschen die sich nach 6 Stunden immernoch auf dem selben Platz befanden, mit ihrem 3DS in der Hand. Und Gronkh. Nervige Let’s Player – mit einer Horde von kleinen Mädchen herum. Fangirls waren’s wohl. Ich wünschte, ich hätte auch eine Horde von kleinen Mädchen um mich gehabt auf der gamescom 2014 ;[

Gronkh. (c) Eric Braunbart

Gronkh. Macht Let’s Plays und so. Ist erfolgreich. Trotzdem regt er mich auf.

Den zweiten Tag begann ich mit 2 Pennerbomben (War ein Witz, der Bahnhofskiosk hatte keiner Paderborner, ein beliebtes deutsches Billigbier). Rauchend und saufend vor dem Haupteingang zu sitzen, während Eltern mir böse Blicke zuwarfen, wahrscheinlich wegen Vorbildfunktion und so, war köstlich.  Bestimmt schleppten sie ihre quängeligen Bälger eh nur an, um als hippe, trendige Familie durchzugehen. Games sind ja heute nicht mehr nur Ballerspiele, denn wir erziehen unsere Kinder modern! Jaja…

Apropos Videospiele, die gabs auch. Ihr solltet wirklich einen der anderen Berichte lesen wenn ihr genaueres wissen wollt.

Bis auf Typoman. Das war cool. Aber shiat Kerning im Logo #designerprobleme.

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