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Bayonetta 2 im Test

Bayonetta 2 im Test

Nintendo und Platinum Games haben sich zusammengetan, um Bayonetta 2 (Homepage) exklusiv auf die Wii U zu bringen. Das Ergebnis ist ein abwechslungsreiches Third-Person-Actionspiel, das seit dem 24. Oktober 2014 Effektfeuerwerke auf die Bildschirme zaubert. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und haben diesmal neben dem üblichen Review auch ein Let’s Play von unserem Redakteur Patrick „Paxton“ Stigler für euch!

Als Bayonetta macht sich der Spieler auf, die Seele von Hexenkollegin Jeanne aus der Hölle zu bergen. Diese wurde kurz davor von göttlichen Heerscharen getötet, die die beiden Hexen bei ihren Weihnachtseinkäufen überfallen hatten. Auf dem Weg zu den Toren der Hölle läuft man auf einmal dem von Gedächtnisverlust geplagten Luca über den Weg. Er wird von einem Magier verfolgt, der ihm nach dem Leben trachtet.

Spontan nimmt man den Kleinen unter seine Fittiche, was sich als ziemlich nützlich erweist, da Luca den Weg kennt. Die Reise ist gespickt mit sarkastischen Dialogen und neuen Details zu Bayonettas Familie und Vergangenheit. Zum Schluss hat man dann nicht nur Jeanne wiederbelebt sondern gleich die ganze Welt gerettet.

Grafisch hat sich seit Bayonetta nicht viel verändert. Die Funken sprühen nur so, wenn man seine Combo-Attacken auf diverse Bösewichte loslässt. Die Steuerung ist die gleiche geblieben, ebenso die meisten Nebencharaktere wie beispielsweise ein kleiner Danny DeVito Verschnitt. Besonders das Art-Design der Engel und Monster weisen genügend Wiedererkennungswert auf, damit sich Fans der Serie sofort in den auf Hochglanz polierten Schauplätzen zurechtfinden.

Das Spiel läuft außerdem sowohl auf dem Fernseher als auch auf dem kleineren Bildschirm des Wii U-Gamepads durchgehend flüssig – besonders praktisch wenn die eigene bessere Hälfte mal wieder den Fernseher okkupiert.

Die Kämpfe finden an Land, in der Luft, unter und auf dem Wasser statt.

Die Kämpfe finden an Land, in der Luft, unter und auf dem Wasser statt. ©Nintendo

Bereits der erste Teil der Reihe wartete mit spektakulären Kampfanimationen und einer Gegnervielfalt auf, die den Spieler vom ersten Frame weg in ihren Bann zogen. Diese Tradition wird auch in Bayonetta 2 fortgeführt. Man schnetzelt sich durch ganze Horden von Engeln und Dämonen und sammelt dabei Heiligenscheine zum Freischalten weiterer Ausrüstung.

Wie man es vom Genrekollegen God of War kennt, müssen – wie auch im Vorgänger – bestimmte Gegenstände eingesammelt werden, um die eigenen Lebens- und Magiepunkte zu erhöhen. Diese sind in der Regel in mehr oder weniger versteckten Truhen zu finden. Außerdem gibt es sogenannte Alfheim-Portale, in denen jeweils Aufgaben zu erfüllen sind, die Herz- und Mondteile verschaffen.

So müssen beispielsweise alle Gegner innerhalb der vorgegebenen Zeit zerlegt werden oder man darf keinen Treffer kassieren, bis alle ins Gras gebissen haben. Während ein vollständiges Herz die Anzeige der Lebenspunkte erhöht, erweitert ein kompletter Mond den Magiehaushalt.

Während in anderen Spielen der Fokus auf dem rechtzeitigen Blocken gegnerischer Angriffe liegt, ist das Herzstück Bayonettas die Hexenzeit. Weicht man im richtigen Moment aus, verlangsamt diese alles für ein paar Sekunden. Wenn Engel und Dämonen dann für die Dauer der Hexenzeit in Slow-Motion agieren, ballert man ihnen in normaler Geschwindigkeit weiter einen vor den Latz. Optisch wird das ganze durch eine Art Filter unterstrichen, durch den sich das Ganze anfühlt, als wäre man kurz in einer anderen Dimension.

Hier glänzt das Kampfsystem mit seiner perfekten Handhabung. Egal ob man sich sämtliche Kombinationen für den Angriff auswendig merkt und vollkommen kontrolliert an die Gegnerhorden und bildschirmfüllenden Bosse herangeht oder in guter alter Button-Smash-Manier in die Schlacht zieht, sobald man rechtzeitig ausweicht, wird die Hexenzeit aktiviert. So macht das Niedermetzeln Spaß!

Auch die größten Bosse liegen früher oder später im Staub.

Auch die größten Bosse liegen früher oder später im Staub. ©Nintendo

Durch spezielle Angriffskombinationen und Quick-Time-Events beschwört der Spieler riesige Monster oder übergroße Versionen seines ausgerüsteten Arsenals herbei. Diese bestehen aus den Haaren der Hauptprotagonistin, in denen ihre magische Kraft steckt.

Trug Bayonetta ihre Haare in ihrem ersten Abenteuer noch lang, wartet sie nun mit einer Kurzhaarfrisur auf, die einen ins Grübeln bringt, welche Haare denn noch zur Beschwörung herhalten müssen.Es bringt schon eine gewisse Befriedigung, mitanzusehen, wie ein hausgroßer Boss vom eigenen Haarwesen zerkaut wird.

Bei den Kämpfen lädt sich ständig die Magieleiste auf, die, sobald vollständig aufgeladen, die Aktivierung der Umbra Climax-Technik erlaubt. Den eigenen Attacken wird so – auch optisch – nochmal einen ordentlichen Kraftschub gewährt. So erhöht sich bei angelegten Schwerter ordentlich die Reichweite und mächtige Attacken werden schneller ausgeführt. Das Faszinierende am Kampfsystem dieses Spieles sind nicht nur die perfekten Animationen und Effekt.

Verschiedene Schwierigkeitsgrade machen das Spiel sowohl für Anfänger als auch für Profis zum Erlebnis. Außerdem gibt es nach jedem bestandenen Level einen Punktestand, der dem Spieler eine Trophäe verschafft. In jedem Kapitel die „Pure Platinum“ Medaille zu erringen, dürfte auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad einigen eine ansprechende Herausforderung bieten.

Neu in Bayonetta 2 ist der Multiplayer. Hier können gemeinsam die Aufgaben einzelner Alfheim Portale oder Bosse bestritten werden. Dabei gibt es die Möglichkeit, darauf zu wetten, welcher Spieler der bessere sein wird. Der Gewinner streicht dann jeweils die Einsätze aller anderen Mitstreiter ein.

Im Multiplayer zeigt sich, wer die fettesten Combos raushauen kann.

Im Multiplayer zeigt sich, wer die fettesten Combos raushauen kann. ©Nintendo

Fazit

Wer sich gerne durch Gegnermassen schnetzelt, riesige Bosse bezwingt und das Ganze auch noch in fulminanter Optik samt Effektfeuerwerk, wird mit Bayonetta 2 seine helle Freude haben. Das Spiel zieht einen von Anfang bis Ende in seinen Bann und macht Lust auf mehr. Das ist auch der einzige Wehrmutstropfen: das Spiel ist recht schnell zu Ende, auch wenn es hohes Replay-Potential hat. Von uns trotzdem 9 von 10 Punkten für Bayonetta 2 – konkurrenzlose Schnetzelmetzelaction auf der Wii U.

Falls dieser Review euer Interesse geweckt hat und ihr noch mehr wollt, oder ihr noch unschlüssig seid, ob ihr euch das Spiel kaufen wollt, solltet ihr euch auf jeden Fall noch das Let’s Play reinziehen – hier gehts zu seinem YouTube-Channel!

Wer den ersten Teil noch nicht gespielt hat, sollte sich außerdem überlegen, sich Bayonetta 1 + 2 anzuschaffen, die in einem Bundle für die Wii U erhältlich sind.

Bayonetta 2

Releasedate: 24. Oktober 2014
Plattform: Wii U
Genre: Action
Publisher: Nintendo
Entwickler: Platinum Games
Ungefähre Spieldauer: 10 Stunden
Für Fans von: Devil May Cry, God of War
PEGI: ab 16 Jahren
Preis: gesehen um 42,99 EUR

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