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Broilers – Arena Wien

Broilers – Arena Wien

Setzt eure Schutzhelme auf, es wird getanzt – die Broilers (Facebook) sind in Wien. Am 26. Februar rockten die Düsseldorfer gemeinsam mit den Schweizern Delilahs die Arena! Straffer Zeitplan, wie man es an einem Mittwoch halt gewohnt ist.

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Punkt 20:00 betraten Delilahs (Facebook) die Bühne und begannen, ihr Set runterzuklopfen. Eine sehr sympathische Band mit Fronfrau und einem Mix aus Punkrock & Powerpop. Die Band ist ganz gut beim Publikum angekommen, doch wussten nicht alle, wie sie mit der Musik umgehen sollen. Deswegen waren die Massen noch auf Konzertraum, Bar, Balkon und Arena Innenhof aufgeteilt. Nach 30 Minuten verließen Delilahs auch schon wieder die Bühne. Wie gesagt, der Zeitplan war straff.

Die Halle füllte sich immer mehr, die Leute wurden ungeduldig und starteten Chöre. Ein bunteres Publikum, wie es die Arena selten gesehen hat – Punks, Skinheads, Hipsters, Eltern, Teenies, Metalheads, Discogeher, Indierocker und Düsseldorfer. Richtig, ein paar Düsseldorfer sind extra nach Wien gekommen um die Broilers zu sehen, da die Konzerte in Deutschland ziemlich ausverkauft sind. Egal wie bunt das Publikum war, es ging alles friedlich vonstatten, denn alle hatten einen gemeinsamen Nenner – die Broilers.

Gegen 21:00 dröhnte If The Kids Are United von Sham69 aus den Boxen und die Halle begann zu grölen. Kurz danach spielte es das Preludio: Vanitas vom gleichnamigen Album und eine gespannte Stimmung machte sich breit, bis endlich die Broilers die Bühne betraten. Mit perfektem Übergang starteten sie ihr Set mit Zurück zum Beton. Die Meute begann zu tanzen, mit den Fäusten in der Luft die Lieder mitzugrölen und unzählige halb volle Bierbecher flogen durch die Luft – es war fast ein Ding der Unmöglichkeit, einer erfrischenden Bierdusche zu entkommen.

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Die Stimmung war gewaltig, die fünfköpfige Band machte mit Liedern vom neuen Album Noir weiter und selbst hier war teilweise der Chor des Publikums lauter als die Stimme von Sammy Amara. Als die Broilers nach etwa 25 Minuten mit In 80 Tagen um die Welt die erste Ska-Nummer des Abends spielten, machte sich in der Arena ein jamaikanischer Flair breit, sowohl vom Tanzstil als auch vom Geruch. Bei den Nummern mit Ska-, Swing- oder Rockabillyeinfluss holten sich die Broilers von einem Trompeter und einem Saxophonisten Unterstützung. Dazu spielte Keyboarder Chris teilweise das Akkordeon – mit gekonnter Quetschenpower versteht sich.

Egal, welches Lied von welchem Album gespielt wurde, die Masse schrie lautstark mit und es wurde getanzt. Zwischendurch gab es ein paar Reden von Sänger Sammy Amara, der immer wieder erwähnte, dass sie sich in Wien von Anfang an wie zu Hause fühlten. Deutlich war auf jeden Fall, dass die Band einen irrsinnigen Spaß an der ganzen Sache hat. Man konnte ihnen die breiten Grinser gar nicht aus dem Gesicht wischen.

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Nach stolzen 90 Minuten Power und Chorgesängen verließ die Band die Bühne, nur um kurz danach die ersten Zugaben anzustimmen. Begonnen mit zwei Coversongs, Cigarettes & Whiskey von Billy Thorpe & the Aztecs und Where Are They Now von Cock Sparrer, machten die Broilers mit Zurück in Schwarz weiter. Die letzte Nummer des Abends sollte Meine Sache sein, oder doch nicht?

Nach erneuter kurzer Bühnenabstinenz kamen die Musiker nochmals auf die Bühne, spielten noch zwei Nummern, unter anderem, 33RPM und schließlich zogen sie mit ihrem Erstlingswerk Schenk mir eine Blume einen Schlussstrich und verließen um 23:00 die Bühne, diesmal endgültig.

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Selten habe ich so viel Stimmung auf einem Konzert erlebt. Die Band war sympathisch, betrachtete das Publikum als Teil der Band und spielte ein buntes Sortiment aus 20 Jahren Broilers, natürlich mit kleinem Fokus auf die neue Platte Noir. Die Bühnenpräsenz ist grandios, mitreißend und authentisch. Im Lied 33RPM heißt es:

Ganz egal, ob ich Blut schwitz, bittere Tränen wein, alles erträglich, es muss nur immer Musik da sein

und das kann ich bei den Broilers zu 100 Prozent bezeugen.

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