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Darkest Hour – Darkest Hour

Darkest Hour – Darkest Hour

Darkest Hour melden sich nach drei Jahren wieder zurück und veröffentlichen am 15.08.2014 ihr neuntes Studioalbum, welches ebenfalls Darkest Hour heißt. Die fünfköpfige Metal Core Band aus Washington D.C. ist für Kenner des Metals schon längst mehr als ein Geheimtipp. Mit Songs wie Deliver Us oder Demons (war unter anderem auf Guitar Hero 5 spielbar) haben sich Darkest Hour in der Szene einen Namen gemacht und Größen wie Machine Head oder Parkway Drive supportet. Der kommerzielle Durchbruch blieb Darkest Hour aber bislang verwehrt (beste Chartplatzierung: Deliver Us Platz 101 der US-Charts). Dies soll sich mit dem selbst betitelten Album nun ändern. Denn Darkest Hour (Homepage) haben ihren unverkennbaren Sound stark verändert, um endlich auch für die breite Masse an Existenzberechtigung zu gewinnen.

Das Wichtigste vorne weg: Darkest Hour haben trotz starker Wandlung ihre Melodic Death Metal-Einflüsse, die das musikalische Bild der Band so prägt, beibehalten. Wasteland, der erste Song, erinnert stark an Demons und weist eine klare Struktur auf. Unzählige Solis, ein ausdrucksstarker Text, aber dennoch ein bisschen zu wenig Power.

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Rapture In Exil ist dann so eine typische Darkest Hour Nummer. Sänger John Blakemore Henry schreit sich die Seele aus dem Leib als gäbe es kein Morgen mehr. Vor allem die untypische Zusammenstellung der Akkordfolgen sticht hierbei heraus. Manche nennen es Krach, ich würde es mutig und genial nennen. Verwirrende Akkordwechsel und schräge Solis, wie sie Darkest Hour raushauen, kennt man sonst nur von Bands wie Everytime I Die oder Architects, die ja beide bekanntermaßen sehr erfolgreich sind.

Im folgenden Song, The Misery We Make präsentiert man uns erstmals das neue Gesicht von Darkest Hour. Zum ersten Mal hören wir cleanen Gesang, und man muss sagen, dieser steht Frontman Henry sehr gut. Musikalisch wirkt The Misery We Make viel ausdifferenzierter als typische Darkest Hour Songs. Fast schon puristisch, wobei man dies angesichts der Gitarrensolos eigentlich nicht behaupten dürfte.

Fortan bildet das Album einen Mix aus Darkest Hour Alt und Neu, wobei man nie auf seine Wurzeln vergisst. Futurist könnte glatt als Song von Attack Attack! durchgehen und zeigt die Band aus einem ganz anderen Blickwinkel. Ein fast schon Emo-lastiger Song, der sich durchaus als Einstieg für Darkest Hour Neulinge offeriert. Danach wird mit The Great Opressor wieder richtig auf die Kacke gehauen. Die Nummer strotzt nur so vor Energie und animiert sofort zum Headbangen und rumspringen. Bevor der sich zu entladen drohende Druck zu groß wird, schalten Darkest Hour am Ende des Songs etwas runter und lassen diesen mit perfekt inszenierten Solos ausklingen.

Auf Darkest Hour findet sich sogar ein Duett ein. Bei der Ballade By The Starlight werden Darkest Hour von DRÆMINGS unterstützt. Die Mischung aus Akustikgitarren, einem kraftvollen Schlagzeug und dem weiblichen Gesangpart lässt im Kopf des Hörers eine schaurig schöne Scheinwelt entstehen.

Songs wie Lost For Life und Beneath The Blackening Sky lassen keinen Zweifel daran, dass Darkest Hour zu den mit Abstand stärksten Metal Core Bands dieser Tage zu zählen sind. Eine Band, die spätestens mit diesem Album zeigt, dass sie auch ruhigere Töne anschlagen kann, ohne etwas von ihrer immensen Power einzubüßen.

Fazit

Das selbst betitelte Album von Darkest Hour ist wohl das umfangreichste Projekt, welches diese Band je aus dem Boden gestampft hat. Die dabei auftretende musikalische Veränderung schadet Darkest Hour überhaupt nicht und lässt sich wohl am ehesten mit dem Werdegang von Bring Me The Horizon vergleichen, denen der Wandel ja schließlich nur zu noch größerem Erfolg verholfen hat.

Darkest Hour – Darkest Hour

Für Fans von: Atreyu, The Sorrow, Everytime I Die
Rykodisc (Warner)
VÖ: 15.08.2014
Gesehen um €13,97

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