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Disclosure – Gasometer

Disclosure – Gasometer

Mit Settle lieferten sie eines DER Alben 2013, sie galten als DIE Newcomer in der elektronischen Musik und die Grammy-Nominierung setzte noch einen drauf – Disclosure (Homepage) sind dick im Geschäft. Was auf Platte groß klingt, lässt sich live oft allerdings nur schwer umsetzen. Das Brüderpaar Guy und Howard Lawrence rückte mit all ihrem Equipment an, um die Wiener vom Gegenteil zu überzeugen und schafften es – sagen wir teilweise!

Disclosure - © Yavuz Odabas

Disclosure – © Yavuz Odabas

Der Support kam von Kidnap Kid, den sie auch schon bei ihrem ersten Wien-Besuch im Jahr 2011 mit im Gepäck hatten. Damals fanden sich nur einige wenige vor ihren Decks ein, diesmal traten sie in einem nicht ausverkauften aber durchaus gut gefüllten Gasometer auf. Kidnap Kids-Set fand – nicht zuletzt wegen fehlender Lichtshow – kaum Anklang beim Publikum und wurde großteils dazu genutzt Selfies zu schießen.

Die Crowd war eine bunte Mischung aus durchgestylten 14 bis 30-Jährigen, unter der sich doch auch ein paar eher untypische Köpfe fanden. Zugegebenermaßen war die Nike und Snapback-Dichte an diesem Abend hoch, aber auch Irokesen fanden sich unter den Wartenden und sogar zwei Tanzwütige im Pensionsalter gaben sich den elektronischen Klängen hin.

Disclosure - © Yavuz Odabas

Disclosure – © Yavuz Odabas

Als dann das unverkennbare Disclosure-Face auftaucht – das uns den ganzen Abend hinweg begleiten wird – gehen die Hände samt Smartphones in die Luft. Nach kurzem Intro startet die Show mit F For You. Die Beine bewegen sich, die Drums legen sich über die Sounds und Mary J. Bliges Stimme ertönt als Draufgabe. Bei Disclosure kommt man nicht in den Genuss eines einfachen DJ-Sets, sie versuchen ihre Songs live mitsamt Drums und Bass zu rekonstruieren. Schade nur, dass notgedrungen die namhaften Stimmen, außer ihre eigenen, vom Band kommen.

Punkten können die Britten durch den guten Einsatz der Lichtshow und der Visuals. Die Setlist ist vorhersehbar, dies stört jedoch nur jene, die das Duo bereits erleben durften. Denn die Menge zeigt sich begeistert und jubelt bei jedem zweiten Song bereits nach Sekundenbruchteilen. Die Mehrheit tanzt, zumindest bei den Smashern wie White Noise. Kurz vor Ende beschert Help Me Loose My Mind – ihre Kollaboration mit London Grammar – ruhigere Minuten, um dann mit ihrem größten Hit Latch fulminant zu enden.

Disclosure - © Yavuz Odabas

Disclosure – © Yavuz Odabas

Disclosure live ist tanzbar, tut niemanden weh, ist aber auch nicht unfassbar spannend. Kennt man das Album, weiß man, was man zu erwarten hat. In einer Konzerthalle wie dem Gasometer wirken sie etwas fehl am Platz – auf einem Festival im Freien oder in einem Club hätte es wohl mehr Wirkung gehabt. Dennoch bleibt zu sagen: Hut ab vor so viel Talent und Settle bleibt in unser Playlist!

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Vanessa Spanbauer
"Stop trying to fit in - when you were born to stand out!"
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