Home   /   Allgemein  /   Emil Bulls im Interview

Emil Bulls im Interview

Emil Bulls im Interview

Emil Bulls (Facebook) feierten vor geraumer Zeit den Auftakt zu ihrer Sacrifice To Venus Tour. Zum Start der dreiwöchigen Tournee wurde das Wiener Flex förmlich in die Luft gesprengt. Kurz vor Beginn ihrer Show nahmen sich die sympathischen Münchener sich Zeit, um mit uns über ihre neue Platte, kuriose Konzerte und ihr kleines Wien-Problemchen zu plaudern.

Hey Jungs! Seit 08.08.2014 gibt es eure neue Platte Sacrifice To Venus käuflich zu erwerben. Und man darf euch gratulieren, denn ihr seid mit dem neuen Album sogar bis auf Platz 6 der deutschen Charts gesprungen. Habt ihr in irgendeiner Form damit gerechnet, dass der lang ersehnte Durchbruch mit Sacrifice To Venus endlich kommen wird?
Christoph
: Ne, also mit so was kannst du natürlich nicht rechnen. Vor allem, wenn du so Spartenmucke machst, wie wir das tun. Und wenn man es genau nimmt, machen wir ja null Promo in Printmagazinen oder dergleichen. Aber da sieht man mal, was es ausmacht, wenn du jahrelang tourst und dir einen harten Fan-Kern erspielst, wie wir ihn mittlerweile haben.
Moik: Und was man dabei nicht vergessen darf, wir sind auch in Österreich zum ersten Mal in die Top 30 gekommen! Also an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Österreicher!

Mehr: Emil Bulls – Sacrifice To Venus – CD Review

Im Kontrast zu vielen anderen Bands, die über die Jahre immer radiotauglicher werden, werdet ihr mit jeder Platte immer härter. Dennoch steigt mit jeder Platte auch der Erfolg. Ist das nicht etwas überraschend?
Christoph
: Ja, das ist tatsächlich etwas überraschend. Aber das unsere Platten immer härter werden stimmt. Dabei muss man aber sagen, dass dies keine Absicht ist. Wir sitzen jetzt nicht zusammen und sagen, dass die nächste Platte so oder so klingen muss. Vielleicht liegt es einfach daran, dass wir mit den Jahren einfach aggressiver werden und deshalb härter Platten produzieren. (lacht) Dafür wird’s aber live mit Sicherheit anstrengender werden, da wir jetzt ein Mörder Set spielen können, vor dem wir ziemlichen Respekt haben.

Emil Bulls im Interview (c) Mario Baumgartner

© Mario Baumgartner

Stichwort Fitness: Wenn man einen BH mit dem Mund öffnet, verbrennt man 87 kcal. Was macht ihr, um euch auf Tour fit zu halten?
Christoph
: Naja im Prinzip machen wir ja jeden Abend zwei Stunden Sport, wenn wir auf der Bühne stehen. Ich persönlich schaue, dass ich so viel wie möglich im Bus bin, wenig rede und so wenig wie möglich rauche (lacht).
Moik: Bei mir ist das eine ausgewogene Kombination aus Vitamin C, Bier und Kaffee.
James: Ich bin ohnehin immer fit und schaue, dass ich mich so gut es geht entspanne.

Was war eigentlich die bisher krasseste Konzertlocation, in der ihr gespielt habt?
Christoph
: Wir haben mal in Madonna di Campiglio bei der Snowboard WM gespielt. Das war ziemlich krass, denn wir haben da auf einem Parkplatz gespielt und es hatte circa minus 30 Grad. Auf der Bühne war eine dicke Eisschicht, auf der wir nur rumgerutscht sind. Und Moik hat sogar im T-Shirt gespielt! Darüber hinaus war das Line Up sehr geil. Da sind neben uns noch X-Zibit und Papa Roach aufgetreten!

Mehr: Emil Bulls – Flex Wien

Weil du gerade von einem genialen Line Up redest. Wenn ihr die Organisatoren eines Festivals wärt, welche drei Headliner würdet ihr buchen?
Christoph
: Definitiv Rammstein! Weil da weiß ich, dass wir eine gute Band mit einer krassen Bühnenshow hätten. Mit denen kannst du echt nichts verkehrt machen.
Moik: AC/DC wären auch geil!
Christoph: Stimmt, die müssten wir auch buchen, denn die hab ich leider noch nie live gesehen. Und die Cardigans, denn dann könnt ich Nina Persson kennenlernen.

Emil Bulls (c) Mario Baumgartner

© Mario Baumgartner

Auf eurer neuen Platte gibt es einen Song namens Rainbows And Butterflies. Wie kam es zu der Songidee und wie stellt ihr euch das penetrieren von Einhörnern vor?
Christoph
: Haha, das wüsstest du jetzt wohl gerne, wie wir uns das vorstellen?! Nein, also der Song ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Es geht im Grunde darum, dass eben nicht alles eitel Wonne ist auf unserer Erde. Der Song soll auch ein bisschen nachdenklich machen, denn uns geht es tierisch auf die Nerven, dass die Medien und die Leute alles immer schön reden müssen. Denn das ist es einfach nicht. Es passiert jeden Tag so viel Mist, und das sollten wir erkennen und im besten Falle auch etwas dagegen tun.

Beethoven hat sich vor dem Komponieren einen Kübel Eiswasser über den Kopf gegossen. Wie gestaltet sich bei euch der Prozess des Songwritings?
Christoph
: Hey, also hat Beethoven die Ice Bucket Challenge erfunden! (lacht) Im Grunde gibt es keine bestimmten Abläufe. Jeder hat Ideen und kann diese einbringen. Wir probieren dann im Proberaum einfach so rum und am Ende passt es dann irgendwie. Aber keiner von uns hat fixe Aufgaben oder dergleichen. Ich glaube auch, dass die Songs nur stark werden können, wenn sich jeder von uns einbringt. Ansonsten wäre es einfach kein richtiger Emil Bulls Song.

Wie vorhin schon angesprochen, erntet ihr immer mehr Lob und der verdiente Erfolg scheint nun endlich zu kommen. Doch leider habe ich das Gefühl, dass es in Österreich noch nicht so richtig für euch läuft. Woran hapert es noch?
Christoph
: Das ist leider tatsächlich so. Woran es genau liegt, können wir leider auch nicht sagen. Unsere Shows in Österreich sind oftmals relativ schlecht besucht. Das könnte auch daran liegen, dass wir eben kaum Promo betreiben. Es würde uns sicherlich gut tun, wenn wir mehr auf größeren Festivals wie dem Nova Rock gebucht werden würden. So hätten wir die Chance, ein völlig neues Publikum ansprechen zu können.
Moik: Ich glaube die Probleme liegen zum Teil auch bei den Veranstaltern und Bookern. Außerdem gibt es in Wien viel zu viele Konzertlocations. Ich glaube das Flex ist der mittlerweile fünfte Club in Wien, in dem wir spielen. Möglich, dass die Wiener etwas überfordert sind mit dem breiten Angebot. In München gibt es zum Beispiel das Backstage. Das ist für mich der Inbegriff einer guten Location. Da gibt es drei Hallen und es ist immer etwas los. Hier in Wien verläuft sich das ein bisschen. Aber wir hätten definitiv Bock mehr Shows in Österreich zu spielen. Es ist ja auch viel näher als in Hamburg. Also hängt euch rein liebe Österreicher und kommt zu den Shows. Wir freuen uns auf euch!

Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch alles Gute für die Zukunft und freuen uns schon auf euren nächsten Besuch!

[slickr-flickr search=“sets“ set=“72157648591832381″ items=“5″]

Home   /   Allgemein  /   Emil Bulls im Interview

Tags

Related Article
One Comment