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FIFA 15 im Test

FIFA 15 im Test

Sportsfreunde olé! Wir haben die neue Fußballsimulation FIFA 15 (Homepage) vom Hause EA SPORTS, welche am 26.09.14 erschienen ist, auf der PS4 für euch getestet.. Einiges ist uns dabei aufgefallen – oder besser gesagt ins Auge gestochen.

Doch nicht zu lange um den heißen Brei geredet, denn der virtuelle Bolzplatz wartet:

Monate haben wir darauf hin gefiebert, viel wurde zuvor für FIFA 15 versprochen. Immerhin geht es bei Simulationen darum, das simulierte Szenario so realitätsnah wie möglich umzusetzen. Notwendig und nicht zu übersehen war, dass EA deshalb ein großes Augenmerk bei FIFA 15 auf die Optik und visuelle Gestaltung gelegt hat. Hierbei hat FIFA 15 gegenüber dem Vorgänger FIFA 14 eine deutlich bemerkbare Schippe draufgelegt.

Die Spieler sind sehr authentisch gestaltet und Stadien werden imposant in Szene gesetzt. Die Atmosphäre kommt insgesamt noch überzeugender und realistischer rüber, als noch beim Vorgänger. Zwischensequenzen oder auch festgehaltene Highlights des Spiels, die während den Halbzeitpausen oder am Ende des Spiels über den Bildschirm flimmern, wurden konsequent eingebaut und verkürzen stimmungsvoll langweilige Wartezeiten.

Die Stadion-Atmosphäre macht's in FIFA 15. © EA SPORTS

Die Stadion-Atmosphäre macht’s in FIFA 15. © EA SPORTS

Auch auf dem Fußballfeld von FIFA 15 gibt es einiges Neues zu bestaunen: Die Abnutzung des Rasens, bewegliche Eckfahnen oder Grätschen werden detailgetreu in Szene gesetzt. Wackelnde Tore bei Pfosten- oder Lattentreffern dürfen ebenfalls nicht fehlen und gestalten das Spielerlebnis wie frisch vom Bolzplatz. Sehr schön anzuschauen sind auch die Reaktionen der Spieler. Beispielsweise hitzige Wortgefechte und kleine Rempeleien zwischen zwei Spielern Im Falle eines Fouls, lassen sich voller Freude verfolgen. Vollführt ein Towart allerdings eine starke Parade, so kommt ein Mitspieler auf ihn zu, feuert ihn an, klopft ihm anerkennend auf die Schulter oder klatscht mit ihm ab.

Wird aber ein freistehender Mitspieler beim Angriff ignoriert, weil man lieber die Egoschiene fährt und es ohne Hilfe auf einen Versuch ankommen lassen will, so bekommt man vom Spielkollegen eine verbale Schelle. Man muss zugeben, schadenfreudig ist man angesichts des Frusts der Teamkollegen trotzdem etwas.

Schalke 04 gegen Dortmund - ob Teamplay oder Solo-Action, am Ende zählt nur der Ball im Tor. © EA SPORTS

Schalke 04 gegen Dortmund – ob Teamplay oder Solo-Action, am Ende zählt nur der Ball im Tor. © EA SPORTS

Das sind einfache und kleine gestalterische Aspekte, die man auch in der Realität bei Fußballspielen auf dem Platz sieht, und für die richtige Stadionstimmung sorgen. Vor allem das Miteinander- und Teamgefühl wird dadurch intensiv transportiert.

FIFA 15 bietet noch mehr Möglichkeiten das Spiel taktisch frei zu gestalten, wie der Spieler es gerne hätte. Die Vorgehensweise einer ganzen Mannschaft, oder sogar die eines einzelnen Spielers kann festgelegt werden. Die freie Entscheidung über das Spielverhalten des Teams auf dem Platz ist wesentlich für das Gameplay in FIFA 15. Ja, okay, das gab es auch schon in FIFA 14, aber im 15er kann man sich hinsichtlich taktischer Einstellungen noch mehr ausleben und vor allem ausprobieren.

So sind Verteidigungs- und Angriffsspiel beide optisch, wie technisch verbessert worden:

Das Rempeln und Trikotziehen wurde realitätsnah umgesetzt und macht das Verteidigungsspiel  zu einem sportlichen Erlebnis. Insgesamt wirken Bewegungen und Steuerung im Angriffsspiel, wie Dribbling, Ballannahmen und Pässe weicher und angenehmer, als das noch bei FIFA 14 der Fall war.

Die künstliche Intelligenz des Computers hingegen geht viel aggressiver zur Sache als noch bei den Vorgängern. Der Computergegner geht konsequenter in die Zweikämpfe und analysiert die Spielsituation schneller und präziser. Manchmal grenzt dies dann schon fast an Übertreibung, wenn die eigenen Spieler regelrecht über den Platz fliegen.

Ein umfangreiches Management-Tool für die Spielweise einzelner Spieler oder ganzer Teams ist jetzt noch umfangreicher gestaltet. © EA SPORTS

Ein umfangreiches Management-Tool für die Spielweise einzelner Spieler oder ganzer Teams ist jetzt noch umfangreicher gestaltet. © EA SPORTS

Eine definitive Änderung, oder man könnte sogar sagen Verbesserung, hat EA mit dem Torhüter bei FIFA 15 in Angriff genommen. Die Torhüter warten nun mit einem anscheinend sehr viel höheren Intelligenzniveau auf und wirken insgesamt stärker. Und das um einiges. Sie bewegen sich mehr im Strafraum, reagieren sehr früh und stark. Sie agieren viel besser in Eins gegen Eins Situationen und fangen bei hohen Flankenbällen den Ball frühzeitig ab.

Außerdem wagen sie es tatsächlich, bei langen Bällen frühzeitig aus dem Tor zu laufen, um den Angreifer effektiv zu stören oder ihm sogar den Ball wegzuschlagen – ähnlich Manuel Neuer bei der WM 2014. Trotz der anpassungsfähigen und starken Spielweise der Torhüter gibt es Situationen, wo man sich als Spieler fragt: „War das nun Absicht, EA oder ist das ein nur Bug?“

Zwischen tollen Stellungspiel, guten Reflexen und Weltklasse Paraden, gibt es Situationen, wo die Torhüter ziemlich „dumm“ „blöd“ oder sehr „tollpatschig“ aus der Wäsche schauen. Lächerliche Kullerbälle, die auf den Torhüter zukommen, der eigentlich freie Sicht hat, rutschen am Boden liegenden Torwart vorbei. Energisches Rauslaufen bei Eckbällen, wobei sie total am Ziel vorbeispringen, kommt ebenso vor wie weiteres unerklärliches Verhalten, was ein Torwart niemals an den Tag legen würde.

Jetzt sind die Torhüter noch stärker: Tim Howard als Next-Gen-Torhüter im Pixelformat. © EA SPORTS

Jetzt sind die Torhüter noch stärker: Tim Howard als Next-Gen-Torhüter im Pixelformat. © EA SPORTS

Entweder verzweifelt man gnadenlos am Torhüter, der scheinbar unbezwingbar ist – oder er bewegt sich, als stünde er das erste Mal im Tor. Realistisch? Das dann wohl doch eher weniger. Klar machen Torhüter mal Fehler, und sind ja in dem virtuellen Sinne auch nur „Menschen“, aber dennoch sieht es in Einzelfällen einfach nur dämlich aus. Entschuldigt, das musste so gesagt werden.

FAZIT

FIFA 15 bietet insgesamt eine Verbesserung zum Vorgänger: Optisch wurde viel an der Stadionatmosphäre gewerkelt, die bei jedem Fußballfan für Gänsehaut sorgt. Auch an der Spieleroptik und Animation selbst hat EA einiges getan, was den Fußballsimulationsriesen realitätsgetreuer denn je erscheinen lässt. Der  Einbau von augenscheinlich kleinen Aspekten wie Abnutzung des Rasens und vom aufprall vibrierende Torpfosten  gestalten den Spielablauf noch intensiver. Neuerungen im Gameplay, wie Angriff- und Verteidigungsspiel lassen sich flüssig spielen.

Mir persönlich als eingefleischter Fußballfan fesselt FIFA 15 an den Controller, da das Gameplay so überarbeitet wurde, dass sowohl deine Spieler oder der Computer sich realistischer und dynamischer bewegen, als das noch bei FIFA 14 der Fall war. Das trägt dazu bei, dass sich das Game im Gesamtpaket flüssiger spielen lässt. Fehlschüsse, Abspielfehler und übertrieben aggressive Tacklings vom Computer kommen auch vor was bei FIFA 14 eher nicht der Fall war, da der Computer im Abwehrverhalten oder im Angriffsspiel beinahe fehlerfrei agiert hat.

Was sich allerdings EA fürs kommende Jahr überlegen könnte, wäre eine Erweiterung des Creationscenter. Das Erstellen eines Vereines oder mehreren sollte auch außerhalb von „Ultimate Team“, dem Online-Multiplayer-Modus, möglich sein. Und vielleicht sehen wir ja auch dann in FIFA 16 das neu eingeführte Freistoßspray, das die Schiedsrichter seit neuestem benutzen.

FIFA 15

Releasedate: 25.09.2014
Plattform: PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii, 3DS
Genre: Sport/ Fußballsimulation
Publisher: EA
Entwickler: EA SPORTS
Für Fans von: FIFA, Pro Evolution Soccer, Fußball
USK: ab 0 Jahren
Preis: Gesehen um 51,99 Euro

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