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Her – Filmkritik

Her – Filmkritik

Spike Jones neuer Film – Her, ausgezeichnet mit dem Oscar für das beste Originaldrehbuch, schreibt eine romantische Liebesgeschichte, zu einer Zeit die weit unserer voraus. Man befindet sich in Los Angeles, im Leben eines Mannes, der mit der Einsamkeit zu kämpfen hat.

Die Geschichte des Mannes Theodore (Joaquin Phoenix), in der Scheidung lebend, der die Liebe in seinem Leben verloren hat und doch täglich an die schönen Momente erinnert wird, die man durch Freunde, Partner, Familie erlebt, die ihm verwehrt bleiben.

Seine Arbeit, die ihn tagtäglich die schönen Seiten vorhält, er schreibt Liebesbriefe, Dankkarten, Geburtstagsgrüße für Menschen, die besondere Worte für spezielle Momente brauchen, bei denen er ihnen hilft. Doch selbst legt er sich Nacht für Nacht alleine in sein Bett und zieht sich in seine spärlich eingerichtet Wohnung zurück. Durch die Einsamkeit getrieben, entdeckt er OS, eine künstliche Intelligenz, mit menschlichen Zügen, Gefühlen und Mitgefühl für seine Situation. Mit drei kurzen Fragen ist der Einstieg ins System geglückt und schon erhellt eine weibliche Stimme (Scarlett Johansson) den Raum. Verblüfft von der Technik und den immer passenden Antworten läuft die Beziehung zwischen den Beiden an und er bleibt nicht der Einzige, der sich dem OS anvertraut und eine freundschaftliche Bindung bzw. Liebesbeziehung eingeht.
Die Bindung zu ihr wird von Tag zu Tag intensiver und geht schrittweise immer mehr in Richtung Liebesempfindungen beiderseits. Doch als die Scheidung bevorsteht, beginnt ein Umschwung in seinem Denken und die Beziehung scheint zu bröckeln.

Spike Jones inszeniert einen Film mit viel Emotion, bildgewaltigen Momenten der Freude bis zur Trauer und Lust. Der futuristische Gedanken Liebe in einem Programm zu finden, geht fast auf, erst gegen Ende hin lässt das Einfühlungsvermögen nach, das zu Beginn diese romantische Stimmung so unterstrichen hat. Und doch verschafft Jones einem das Gefühl von Romantik, Erotik und einer Liebe, die keiner zweiten zu gleichen scheint.

Joaquin Phoenix präsentiert sich als Wrack, von der Liebe verlassen, steigert sich in eine intensive aber irreale Beziehung, die ihm zwar das erhoffte Glück verschafft aber die Realität verkehrt. Als schnauzertragender Briefeschreiber vermittelt er eine Geschichte, die futuristisch klingt trotzdem einen mitfühlen lässt. Mit viel unterschwelligem Witz, romantischen Zügen und unglücklichen Momenten der Erkenntnis. Beeindruckend.

Jones erschuf mit Her ein Meisterwerk, der futuristischen Romantic-Drama-Story und erhielt verdient den Oscar.

Her

Kinostart: 14. Februar 2014
Genre: Science-Fiction-Love-Drama
Regisseur: Spike Jones
Cast: Joaquin Phoenix, Amy Adams, Rooney Mara, Scarlett Johansson
Land: USA
Dauer: 126 Minuten
Filmverleih: Warner Bros.
Für Fans von: Electric Dreams, Gravity

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