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Freemium isn’t free

Freemium isn’t free

„Freemium isn’t free“, so lautet der Titel einer aktuellen South Park-Folge, die es seit ein paar Tagen auf Southpark.de zu sehen gibt. In der Episode geht es um den wachsenden Free-to-play-Trend, der vor allem beim Mobilegaming unaufhaltsam voranschreitet. Dass dies Thema sogar in der populären Kultserie verarbeitet wurde, war für uns Anlass, im Folgenden selbst einmal über den Trend der Freemium-Games zu berichten.

Mit der Paysafecard zum Highscore?

In der South Park-Folge wird ein neues Mobile-Game von Terrance und Phillip herausgebracht, in dem die Spieler Kanada nachbauen sollen. Dabei wird der Spieler permanent aufgefordert, In-App-Käufe durchzuführen, um spielerische Hürden (wie Wartephasen in Echtzeit) zu überbrücken. So wird aus einem vermeintlichen Gratisspiel ein teurer Spaß. Die South Park-Folge charakterisiert die Entwickler der Freemium-Games auf eine Weise, die verdeutlicht, dass hinter dem Spielkonzept nur eine riesige Abzocke steckt. Das Spiel soll gerade so viel Spaß machen, dass es dem Nutzer Gründe liefert, Geld für zusätzliche Spielerleichterungen auszugeben. Zuerst erklärt der kanadische Game-Entwickler, dass das Konzept des Spiels vom RPG Loop „Explore, Collect, Spend, Improve“ inspiriert ist. Etwas später revidiert er seine Aussage und sagt, dass es dank Mictrotransactions nur noch um „Money, Money, Money, Money“ gehe. Aber wie sehen Freemium-Games in Wirklichkeit aus? Und kann man sie tatsächlich nur erfolgreich spielen, wenn man seine paysafecard belastet?

Jetzt neu mit Wartezeit für Gratisnutzer – Vom Premium zum Freemium

Bleiben wir bei einem aktuellen Beispiel, denn das Freemium-System hat einen unserer Lieblinge erwischt. Das Spiel Monster Dash von den „Fruit Ninja“-Machern des Halfbrick Studios zählt zu den Klassikern der Mobilegames. Schon 2010 spielten wir den Endless-Runner, den wir damals für 79 Cent kaufen konnten. Doch jetzt hat Monster Dash ein Update bekommen und wechselte von Premium auf Freemium. Vorher wurden Waffen und Ausrüstung zufällig ausgewählt, jetzt müssen wir beides kaufen – zu immensen Preisen! Aber mit den vorgegebenen Waffen kann man sich dank neuem Levelsystem noch arrangieren. Größter Rattenschwanz des Updates ist für uns der neue Energie-Timer, der unser Spiel auf wenige Versuche begrenzt. Nach einer gewissen Zahl an Versuchen heißt es dann, neue Energie kaufen oder eben warten. Wir sind über diese Entwicklung entsetzt. Ein ehemaliges Premium Game in das Freemium-Konzept zu pressen ist den App-Käufern gegenüber nicht fair. Ein Monster Dash 2 als Freemium-App wäre hier die fairere Lösung gewesen.

Letztlich entscheidet ihr selbst, wie weit ihr euch auf das Free-to-play Prinzip einlassen wollt. Behaltet dabei jedoch im Hinterkopf, dass Freemium eben nicht free bedeutet. Früher oder später bittet euch jedes dieser Spiele direkt oder indirekt zur Kasse. Wenn ihr übrigens ungewollte In-App-Käufe vermeiden wollt, könnt ihr das unter iOS in den Einstellungen bei „Einschränkungen“ deaktivieren. Bei Android gibt es eine solche Deaktivierung zwar nicht, ihr könnt euch aber trotzdem schützen, in dem ihr euer Google-Passwort aktiviert. So müsst ihr vor jedem Kauf euer Passwort eingeben und habt nochmal Gelegenheit darüber nachzudenken, ob sich der Kauf für das Spiel wirklich lohnt.

current waste of time

Bildrechte: Flickr current waste of time Phillip Stewart CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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