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gamescom 2014 – Continue the game

gamescom 2014 – Continue the game

Warten ist angesagt. Warten vor der Messehalle. Denn die gamescom 2014 ist ausverkauft – an jedem offiziellen Besuchstag. Das heißt an jedem einzelnen offiziellen Besuchstag vom 14.08.2014 bis 17.08.2014. Nur Videospiel-Liebhaber mit bereits gültigem Ticket dürfen die Hallen voller Games, Entertainment und noch mehr Games betreten. Alle ohne Eintrittkarte müssen warten. Darauf, dass genug Besucher die gamescom verlassen, damit Tickets für den Nachmittag verkauft werden können.

Ist man jedoch ein glücklicher Ticket-Besitzer, so ist es allerding mit dem Warten noch nicht vorbei. Denn die fünf Messehallen, die die bytesgewordenen Träume von jedem Nerd in sich bergen, sind brechend voll. Vor beinahe jedem Messestand, die riesigen Schuhkartons gleichen, bilden sich Warteschlangen, sehr sehr lange Warteschlangen. Halle 9 ist dabei besonders betroffen, denn in Halle 9 tummeln sich namenhafte Größen der Gaming-Szene: Bethesda, Square Enix und allseits bekannt und geschätzt – Nintendo.

nintendo

Der Messestand des großen japanischen Publishers verkörpert das Image Nintendo genau so, wie man sich es vorstellt: Alles wirkt bunt und knuddelig. Die Nintendo-typischen 8-bit-Sounds hüllen den Messestand in angenehme nerdische Pixelatmosphäre. Und genau so sind auch die neuen Spieltitel von Nintendo: bunte, knuddelige Helden kämpfen, schießen und laufen durch noch quietschbuntere und Zuckerwatteanmutende Welten. So bekommt nicht nur der kleine beliebte Pilzkopf Toad sein ganz eigenes Spiel Captain Toad Treasure Tracker auf der WiiU, sondern auch Yoshi darf in Yoshi’s Wooly World im wahrsten Sinne des Wortes in einer wollweichen Welt gesteuert werden. Natürlich darf auch ein neuer Pokémon-Titel nicht fehlen: Dieses Jahr wartet Nintendo mit Pokémon Alpha Saphir und Omega Rubin (3DS) auf. Aber auch für alle, dies nicht ganz so quietschfidel-lieb mögen, hat der japanische Publisher- und Entwicklerriese etwas in Petto: Bayonetta II (WiiU) verspricht Schnetztel- und Metztelspaß vom Feinsten und sogar einen Koop-Modus. Genauso wie der etwas knuddeligere PVP-Shooter Splatoon (WiiU), bei dem man sich gegenseitig Farbe um die Ohren haut, in guter PVP-Manier.

sqaur

Nintendo ist natürlich nicht der einzig namenhafte Japaner auf der größten Spielemesse Europas. Square Enix, bekannt für Fantasy-Pixel-Erlebnisse wie Final Fantasy und Dragon Quest, ist sogar mit zwei größeren Ständen vertreten. Einerseits bietet Square Enix die Möglichkeit Final Fantasy XIV: A Realm Reborn anzuzocken (PC und PS4). Der Versuch, die Welt von Final Fantay in ein MMORPG zu verpacken. Hier bedeutet es ebenfalls: Beine in den Bauch stehen und warten, um zu spielen. Man wartet, um dann an einen der PCs Platz zu nehmen, die in abgestuften Reihen auf einer Tribüne aufgebaut sind. Verschiedene Klassen sind spielbar, vom Barden bis zum Faustkämpfer ist für jedermann oder jederfrau etwas dabei. Wenn man sich letztendlich am Ende zu den Glücklichen zählen darf, die in den Spielgenuß von Final Fantasy XIV kommen durften, erwartet einen auch noch Real-Life-Loot in Form von T-Shirts und Sticker. Anderseits kümmerte sich Square Enix darum, das PVP-Feature von Final Fantasy XIV groß zu machen. Auf einer großen Leinwand flimmern Player-versus-Player-Kämpfe von auserwählten gamescom-Besuchern. Apropos PVP – das japanische Studio, bekannt für viel Fantasie, ließ es sich nicht nehmen, mit Nosgoth (PC) einen PVP-Battlearena-Ableger von Legacy of Kain auf den Markt zu bringen. Kostengünstig und viel Spaß ist in diesem Human vs. Vampires-Game verpackt (ich würde es ja empfehlen). Natürlich war die gute Lara Croft und Sora mit Kingdom Hearts auch am Start. Dragon Quest wird nun auf iOS und Android groß gemacht.

battlecry

Schafft man es nun doch endlich mal, sich von den japanischen Entwickler- und Publisherstudios loszureissen so trifft man bei Bethesda erneut auf – richtig geraten – eine Warteschlange. Diese ist sogar so lang, dass sie sich einmal um den ganzen Messestand schlängelt. Der Grund dafür: The Evil Within, das neue Horrospiel schlechthin für alle NextGen-Plattformen. Nicht nur, dass Shinji Mikami, der Vater des Survival Horrors wie Resident Evil, seine Finger dabei im Spiel hat. Nein, auch extrem gutes Marketing machen dieses Horrorspiel-Titel zu einem der begehrtetesten der ganzen gamescom. Geschätzte Wartezeit: 3 Stunden, um nur ein paar neue Informationshäppchen mehr über das Spiel zu erfahren. Allerdings ist Bethesda natürlich auch mit The Elder Scrolls Online vertreten. Und einem ganz neuen PVP-Game, welches den Namen Battlecry trägt. Dieses wird nicht nur Free-To-Play sein, sondern auch mit Multi-Player-Spaß in Third-Person-Perspektive wird hier geworben. Man wählt unter verschiedenen Klassen, die im Comic-Stil Ingame umgesetzt werden. Viel Blut und abgetrennte Körperteile dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Grafisch umgesetzt wurde Battlecry von dem Art Director Viktor Antonov, der auch bei Half Life 2 und Dishonored den bestimmten grafischen Glanz verliehen hatte. Genug von Steampunk-Style aber voller Vorfreude auf Battlecry fällt etwas anderes ins Auge.

Oculus Rift macht die Augen groß, sitzt unangenehm auf dem Haupt und verursacht dementsprechend Kopfweh. Virtual Reality ist heutzutage ein grißes Thema in der Gaming-Branche, doch noch trägt die virtuelle Realität das Kükengefieder. In dem Austellungscorner von Oculus trifft man auf Wohnzimmeratmospähre. Der Boden ist ausgelegt mit grauen, flauschigen Teppich. Man sitzt in einem bequemen Sessel, der Kopf macht abgehakte, beinahe mechanische Bewegungen, während der Blick in die virtuelle Realität schweift. Der ein oder andere Besucher scheint leicht überfordert, aber doch darf man noch gespannt sein, was VR irgendwann wirklich kann. Außerdem unterbricht der Lärm der nahen ESL-Arena die künstliche Wohlfühl-Stimmung.

esl_battlefield

In der ESL-Arena treten Größen des E-Sports gegeneinander an. Das Publikum ist begeistert, johlt mit, bei jedem Kill, jedem Strike. Egal ob sich die mehr oder weniger berühmten Progamer in Battlefield 4, Counter Strike oder League of Legends gegenseitig auf die Mütze geben. Es wird gemocht. Und ich mags auch. Kleiner Geheimtipp am Rande: Stellt euch bei den Ständen mit nicht allzulanger Warteschlange an und ihr werdet auf kleine Perlen unter den Spieltiteln treffen, wie beispielsweise Gauntlet, ein Remake von dem beliebten Dungeon-Crawler aus den 80ern, und ein definitives Must-Play für alle Steam-Account-besitzer.

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