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The Gaslight Anthem – Get Hurt

The Gaslight Anthem – Get Hurt

Sänger Brian Fallon hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass das neue The Gaslight Anthem (Homepage) Album anders sein würde, als seine Vorgänger. Das dürfte gemischte Gefühle bei den Fans ausgelöst haben. Je nach Perspektive wird diese Platte wohl nicht nur Freunde finden. Aber der Reihe nach.

Der Opener Stay Vicious ist vielversprechend. Die Band klingt düster und rockig wie lange nicht mehr und erinnert damit an den grunge-igen Sound der 90er Jahre. Für Fans von Sink Or Swim ist dies sicherlich eine Genugtuung, nachdem die letzten Alben der Band durchweg weicher ausgefallen waren. Leider ist Stay Vicious eher Ausnahme als Regel. Songs wie 1000 Years oder Stray Paper sind um einiges poppiger und plätschern bisweilen im Pool der unzähligen Indie-Sounds vor sich hin.

Get Hurt CD Cover von The Gaslight Anthem

Get Hurt ist die erste Singleauskopplung der gleichnamigen Platte. Auch hier bewegen sich The Gaslight Anthem eher im Indie-Soundmilieu. Dennoch ist der Song ein klassischer Vertreter der schwermütig Stimmung, für die wir diese Band so lieben. Brian Fallons unverkennbare Stimme entführt den Zuhörer hier in die wunderbar melancholische, gaslight-typische Cowboy-Romantik.

Bei Songs wie Helter Skeleton und Underneath The Ground fällt die Band ebenfalls in ihren klassischen Gaslight Anthem-Sound zurück. Schnelle Strophen, ruhigere Refrains, eingängige Texte und über allem Brian Fallons Gesang, der so viel Wiedererkennungswert mit sich bringt. Dass die Songs keine komplette Neuerfindung sind, ist nicht unbedingt schlecht, verwundert nur etwas nach Fallons großer Ankündigung.

Ein Highlight der Platte ist das eingängige Red Violins. Der ruhige Song überzeugt mit einer wunderbaren Melodie, die zum Mitsingen und Träumen einlädt. Auch Selected Poems sticht hervor. Es startet ruhig, Fallons Gesang steht fast für sich alleine, doch dann entwickelt das Lied einen wunderbaren Hymnencharakter, bei dem man die Menschenmassen auf den Festivals quasi schon mitsingen hört. Ain’t That A Shame hätte noch einmal Potenzial gehabt, härtere Töne einzuleiten. Der Song ist schnell, treibend und Rock’n’Roll-lastig, verliert sich allerdings auch schnell wieder in die bekannten Indie-Sphären.

Break Your Heart ist die Ballade von Get Hurt und lässt wohl die Herzen der Fans höher schlagen. Als klassische Folk-Ballade kommt sie daher, wehmütig und melancholisch, in guter alter Gaslight Anthem-Manier. Der zweistimmige Gesang bricht einem wortwörtlich das Herz und man möchte Brian Fallon am liebsten in die Arme schließen und ihn trösten.

Fazit

Trost ist die Platte für die Fans allemal. Zwei Jahre mussten sie auf ein Lebenszeichen von The Gaslight Anthem warten und Get Hurt ist ein solides Folk Punk Werk, das durchaus seinen Charme hat. An seine Vorgänger American Slang oder Handwritten kommt Get Hurt allerdings nicht ran. Auch wenn man als Zuhörer auf seine Kosten kommt, fragt man sich unweigerlich, was Fallon mit den großen Veränderungen gemeint haben könnte.

The Gaslight Anthem – Get Hurt

Für Fans von: Bruce Springsteen, Tom Petty, Rise Against
Mercury (Universal Music)
VÖ: 08.08.2014
Gesehen um €12,99

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