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Hyrule Warriors im Test

Hyrule Warriors im Test

Als Publisher Nintendo im Dezember 2013 das Konzept von Hyrule Warriors angekündigt hatte, empfanden das viele Leute als Schnapsidee. Zum einen ist die verwandte Spielereihe Dynasty Warriors in Europa eher unbeliebt – und zum anderen konnte sich die Fangemeinde von The Legend of Zelda nicht vorstellen, sich mit Link & Co durch endlose Gegnerhorden zu kämpfen.

Jedoch bewiesen sowohl Publisher Nintendo, als auch Entwickler Koei Tecmo, dass dieses Konzept durchaus Spaß machen kann, wenn man es richtig anpackt.

Die Handlung von Hyrule Warriors dreht sich um den Konflikt zwischen den Helden um Link, Impa, Shiek & Zelda und der Hexe Cia welche mit ihren Handlangern Prinzessin Zelda entführt hat und das Triforce an sich gerissen hat. Ihr Plan ist es, mithilfe der Macht des Triforces, Portale in verschiedenen Zeitepochen zu öffnen, um so den Großmeister des Bösen, Ganondorf, wiederzubeleben.

Natürlich können dies die Helden nicht zulassen und so machen sich Link, Impa & die Magierin Lana auf, um die diversen Zeitportale zu schließen, damit Hyrule wieder in den Normalzustand versetzt werden kann.

Cia, die bösartige Feindin der Helden. (c) Nintendo

Cia, die bösartige Feindin der Helden. ©Nintendo

Der gesamte Plot ist recht simpel aufgebaut, aber für ein Hack ’n Slay oder Musou-Spiel, wie dieses Genre in Japan genannt wird, reicht es vollkommen aus, denn die wahre stärke des Spiels liegt im Gameplay und dieses wird nun näher beleuchtet:

Hyrule Warriors gliedert sich in einzelne Missionen, welche die Handlung vorantreiben und über die Oberflächenkarte ausgewählt werden können. Während zu Beginn die ersten Missionen den Prolog darstellen, beginnen sich aber nach der vermeintlichen “Entscheidungsschlacht” gegen Cia die Wege der Helden zu trennen, umso die Ordnung Hyrule wiederherzustellen. Dabei bewegt man sich durch die unterschiedlichsten Epochen der Zelda-Timeline: Es können Schauplätze aus Ocarina of Time, Twillight Princess und Skyward Sword besucht werden. Ganz wie in One Piece Pirate Warriors schlägt man jede Eroberungs- und Verteidigungsschlacht in einem in sich abgeschlossenen Gebiet.

Eine große Hilfe bietet hier die Minikarte. Diese zeigt nicht nur das nächste Missionsziel an, sondern gibt auch Aufschluss darüber wer wieviele Basen besitzt. Das ist insofern wichtig da man auch darauf achten muss sein Hauptquartier nicht zu verlieren was sonst zum Game Over führt.

Neben diesem taktischen Zielen, muss man auch Personen oder Gegenstände, wie zum Beispiel Krabbelminen, die aus Ocarina of Time bekannt sind, eskortieren oder bestimmte Gegner eliminieren. Meist bilden diese speziellen Gegnertypen den Boss der jeweiligen Mission und sind Bossgegnern aus der The Legend of Zelda-Reihe nachempfunden.

Wer bereits einmal ein Hack ’n Slay in diesem Stil, beispielsweise One Piece Pirate Warriors oder Dynasty Warriors, gespielt hat, wird sich steuerungstechnisch sofort heimisch fühlen. Gespielt wird mit dem Gamepad der Wii U. Dabei ist die Tastenbelegung ist optimal auf ein schnelles Gameplay ausgelegt und erlaubt in schneller Folge mächtige Komobs auszuführen. Denn letztendlich heißt es hier nichts anderes wie eine flinke Reaktion und Gegner umkloppen, was das Zeug hält.

Jeder Charakter verfügt über eine eigene Palette an Waffen. Link verwendet zum Beispiel Langschwert und Schild während sich Impa meist auf mächtige Zweihänder verlässt. Aber neben Klingenwaffen gibt es auch Harfen, Zauberbücher & Stabwaffen.

Um nicht den Überblick über alle Waffengattungen & Fähigkeiten zu verlieren, gibt es den sogenannten Basar. Mit diesem Tool kann man seine Figuren individuell mit den verschiedensten Fähigkeiten ausstatten. So wird Charakteren Schutz vor gewissen Elementen gewährt oder neue Kombos für den Kampf erlernen.

Ebenso besteht die Möglichkeiten die Waffen, welche man im Laufe des Spiels entweder in Truhen findet oder von Feinden erbeutet, aufzuwerten oder zu kombinieren, umso eine wesentlich mächtigere Version der jeweiligen Waffe zu erhalten.

Impa im imposanten Kampf gegen den Drachenritter Volga. ©Nintendo

Impa im imposanten Kampf gegen den Drachenritter Volga. ©Nintendo

Auch Freunde von Koop-Spielen kommen auf ihre Kosten. In Hyrule Warriors hat man die Möglichkeit sich zu zweit durch die Gegnerhorden zu schnetzeln. Dabei verfolgt ein Spieler das Geschehen auf dem integrierten Bildschirm des Gamepads der Wii U, während sich der andere Spieler, auf den TV Bildschirm konzentrieren kann.

Für den Test konnten wir den Koop-Modus ausprobieren und es war ein mords Metzelspaß, da durch die Bildschirmaufteilung jeder trotzdem die Gegnerhorden gut im Blick hatte.

Auf grafischer Ebene kann Hyrule Warriors leider nicht ganz überzeugen. Die Charaktermodelle sind zwar sehr schön und detailreich gestaltet, aber leider leiden die Areale generell an Detailarmut. Zwar wurde dies dadurch ausgeglichen, dass eine gewaltige Anzahl an Figuren auf der Karte herumtollt, aber dennoch bleibt der Eindruck entnüchternd. Einige Ausnahmen gibt es allerdings, wie zum Beispiel die Gerudowüste.

Die Gerudowüste ist eine der schönsten Orte im Spiel.

Die Gerudowüste ist eine der schönsten Orte im Spiel. ©Nintendo

Der größte Pluspunkt im Bereich der Grafik sind die Spezialattacken. Diese sind bei jedem Charakter unterschiedlich und sehen alle sehr imposant aus. Besonders Impa hat mit ihren wasserbasierten Angriffen jedes Mal einen echten Blickfang während des Testens erzielt.

FAZIT

Hyrule Warriors ist eine gelungene Mischung aus den beiden Spielreihen Dynasty Warriors und The Legend of Zelda. Aller Skepsis der Fans zum trotz, hat Nintendo etwas riskiert und ist von ihrem bewehrten Konzept der Spieleentwicklung abgewichen, um einer ihrer ältesten Spielereihen einen neuen Anstrich zu verpassen.

Das Risiko hat sich auf jeden Fall gelohnt denn so wurde eines der besten Hack ’n Slays dieses Jahres erschaffen. Man darf sich nicht nur auf ein Wiedersehen mit altbekannten Helden wie Link, Impa, Zelda freuen, sondern auch neue Fiugren wie Cia, Lana & der Drachenritter Volga finden ihren Weg ins Zelda-Universum. Ebenso bekommen berühmte Nebencharaktere wie die zickige Prinzessin Ruto oder der Gorone Darunia eine größere Nebenrolle zugesprochen.

Im Bereich des Gameplays und der Steuerung spielt Hyrule Warriors ebenfalls im Spitzenfeld mit. Nicht nur ein verdammt unterhaltsamer Coop-Modus, sondern auch die mächtigen Spezialangriffe, die immer hervorragend aussehen, sorgen für langen Spielspaß und motivieren richtig dazu sich entweder alleine oder zu Zweit durch die endlosen Gegnerhorden zu pflügen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hyrule Warriors ein spaßiges Hack ’n Slay ist, welches für einige Stunden gute Unterhaltung verspricht. Obwohl das Spiel bis auf den Schauplatz & die Charakte nur wenig mit der Hauptreihe The Legend of Zelda gemeinsam hat, hilft es dennoch uns Europäern die Spielmechanik der Dynasty Warriors-Reihe näher zu bringen und den einen oder anderen dazu zu motivieren, einen weiteren Vertreter dieses Genres auszuprobieren.

Selbst wenn die Spielmechanik nicht jeden anspricht, bleibt Hyrule Warriors ein Bonbon welches die Wartezeit auf das nächste klassische Zelda versüßt.

Hyrule Warriors

Releasedate: 19.09.2014
Plattform: Wii U
Genre: Action / Hack and Slay
Publisher: Nintendo
Entwickler: Koei Tecmo Games
Ungefähre Spieldauer:
Für Fans von: Dynasty Warriors, Pirate Warriors
USK: ab 12 Jahren
Preis: gesehen ab 49,99 Euro

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