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Itch – The Deep End

Itch – The Deep End

Der ehemalige Frontmann der Londoner Ska-Punk-Band The King Blues hält offensichtlich nicht viel davon, sich auf ein bestimmtes Genre festnageln zu lassen. Als sich die Band im April 2012 auflöste, war das für Jonny „Itch“ Fox (Homepage) der Anlass, sein Soloprojekt zu starten. Noch im selben Jahr präsentierte er seine erste EP Manifesto Pt. 1: How To Fucking Rule At Life, und schlug dabei eine ganz neue musikalische Richtung zwischen Elektro und Hip-Hop ein – sein Stil blieb trotzdem unverkennbar.

So schwer man ihn in eine Schublade stecken kann, genauso wenig lässt er sich von äußeren Umständen davon abhalten, sein Ding durchzuziehen, wie er auf der letztjährigen Vans Warped Tour durch Amerika bewies. Die absolvierte er nämlich, aufgrund eines gebrochenen Beines, einfach mal komplett im Rollstuhl. Mit The Deep End erscheint nun sein erstes Album, das zum wiederholten Male unterstreicht, was für ein vielseitiger Musiker Itch ist.

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Den Auftakt macht der Song Life ist Poetry, der gleich zu Beginn die aggressivere Seite von Itch zeigt und in den Strophen mit schweren Gitarrenmelodien unterlegt ist. Ganz anders dann Sun Goes Down, bei dem mit elektronischen Effekten gearbeitet wurde, der aber wie sein Vorgänger, und fast alle anderen Songs, im Refrain ruhiger wird. Auf Like I’m Drugs trifft diese Beschreibung jedoch ganz und gar nicht zu – ein Track, der ohne Weiteres auf einer Drum’n’Bass Veranstaltung für beste Stimmung auf der Tanzfläche sorgen würde (und das nicht nur wegen des Titels).

Vor allem bei Laugh und Not My Revolution wird hingegen eine sehr poppige Richtung eingeschlagen, auf denen Itch zusätzlich mit Matisyahu und BC Jean zusammenarbeitete. Doch das sind nicht die einzigen Feature Gäste, die er sich zu Hilfe geholt hat. Bei Homeless Romantic half kein geringerer als Taking Back Sunday Frontmann Adam Lazzara mit und für Bottom Of The Glass stand ihm Roger Manganelli, Bassist von Less Thank Jake, zur Seite.

Fazit

Auch wenn jeder Song von Grund auf anders zu sein scheint, wird das Album durch die Stimme von Itch und seiner Wortakrobatik zusammengehalten. Die Texte in seiner Musik haben einen überaus wichtigen Stellenwert für ihn und sind nicht selten politisch gefärbt. Schade ist jedoch, dass oft, und das trifft vor allem auf die aggressiveren und kraftvolleren Songs zu, durch die gesungenen Refrains der Druck und die Energie flöten gehen. Nichtsdestotrotz präsentiert Itch mit The Deep End ein Album, das mindestens so vielseitig ist wie er selbst. Nach jedem Song darf man gespannt sein, was wohl als Nächstes kommen wird!

Itch – The Deep End

Für Fans von: The King Blues, The Streets
Pias UK/Red Bull Records (rough trade)
VÖ: 28.03.2013
Gesehen um €15,98

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