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Jerx im Interview

Jerx im Interview

Länger war es still um sie, jetzt melden sie sich lautstark zurück – die Rede ist von Jerx (homepage). Mit neuem Album und einer schweißtreibenden Tour machten sie in diesem Jahr den Anfang. 2015 geht es munter weiter. Wir haben das Quartett zum Interview getroffen und ihnen einige Fragen gestellt!

Hallo ihr Lieben! Die erste Frage ist aufgelegt – ihr habt länger nichts von euch hören lassen. Was war los in der Zwischenzeit?
Vindaloo:
Wir waren sehr, sehr fleißig! Das Live-Geschehen hat uns eine Weile nicht gesehen, aber wir waren nicht untätig. Es sind viele neue Songs entstanden die teilweise auf unserer neuen CD The ToXRoX Years drauf sind. Und eigentlich ist das nächste Album, unser Viertes, auch schon in den Startlöchern. Und, wir haben uns örtlich getrennt.

Wie funktioniert das als Band jetzt bei euch? Wer wohnt wo?
Harii:
Wir haben uns gut aufgeteilt – zwei in Berlin, einer in Zürich und einer im Burgenland.
Vindaloo: Wir kennen uns mittlerweile 14, 15 Jahre und sind extrem eingespielt. Zum Proben reicht telefonieren. Wir sehen uns zu den Gigs und Studiosessions. Da wir in allen drei Ländern Aufnahmemöglichkeiten haben, funktioniert das ganz gut.

Proben, ohne in einem Raum zu sein?
Joey:
Nicht immer, aber wir proben anders.
Harii: Wir waren letztens während der Tour in einem Hotelzimmer und haben ohne Schlagzeug zu viert auf Polster und Decke getrommelt.
Vindaloo: Unsere Songs kennen wir sowieso durch die Studioaufnahmen in- und auswendig, da reicht das. Außerdem sind Fernbeziehungen grundsätzlich super. (lacht)

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Wie hört sich Jerx 2014 an?
Vindaloo:
Total anders und doch so wie immer! (lacht) Wir haben sowieso immer das Gefühl, es sei total anders. Am Ende sagen die Leute „typisch Jerx“. Aber das ist auch gut so! Das neue Album zieht sich über die 14 Jahre Bandgeschichte – mit Aufnahmen aus den verschiedensten Perioden.
Harii: Jede Band hat ihre Geschichte – dieses Album ist unsere.

Es gibt mit Marcel ein nicht ganz so „alteingesessenes“ Mitglied – wie geht’s euch miteinander?
Marcel:
Es ist sehr herzlich und wahnsinnig frei. Man kann seine Ideen anbringen und sie werden gehört. Es ist super!
Joey: Bei Jerx kochen alle den Brei!
Vindaloo: Ja, wegen dem Wechsel war es ebenfalls länger ruhig um uns.
Harii: Nach längerer Bassistensuche kam Marcel und hat uns total überzeugt. Wir haben vor dem ersten gemeinsamen Auftritt nicht einmal geprobt, oder?
Marcel: Nein! Direkt auf die Bühne!

Die neue CD ist jetzt wieder fernab von einem Major-Label, davor wart ihr bei Universal. Seid ihr froh, die Erfahrung gemacht zu haben?
Harii:
Wir fanden es interessant. Dadurch sind wir nach Berlin gekommen, haben neue Leute kennengelernt und es hat uns weitergeholfen. Wir hatten nie Vorgaben, sondern sind als Jerx da rein und auch wieder raus.
Vindaloo: Es war eine wichtige Erfahrung, die wir machen wollten. Jetzt sind wir aber auch wieder glücklich ohne und sind gerne unser eigener Chef.

Beschäftigt ihr euch eigentlich mit der österreichischen Musikszene?
Vindaloo:
Eher weniger im Moment, müssen wir ehrlich zugeben. Da hat dann jeder eher die lokale Szene an seinem Wohnort im Blick.
Harii: Wir waren jetzt mit MLE[e] auf Tour, die finden wir lässig! Auf Facebook sind wir auch mit einigen Bands verbandelt. Ansonsten haben wir gesehen, die EAV veröffentlicht wieder ein neues Album – auf dem Joey und ich mitwirken durften. Also, was hat sich wirklich verändert! (lacht)

Schwappen unsere Dramen nicht zu euch hinüber?
Vindaloo:
Die Ö3-Sache haben wir schon mitbekommen.
Joey: Aber das sind old News. Dass sich jemand mal verplappert, verwundert nicht.
Harii: Aber wir haben schon auch Positives mitbekommen. Der Conchita-Sieg hat auch in Berlin Spuren hinterlassen. Am nächsten Tag hatten die Malereien bei einer Karaoke-Bar plötzlich Bärte.

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Der erste Teil eurer „Schweiß ist Geil“-Tour war dieses Jahr – im neuen Jahr geht’s weiter. Was erwartet ihr euch?
Vindaloo:
Wie der Name schon sagt, viel Schweiß. Wir freuen uns total, dass so viele Bundesländer dabei sind und wir ein neues Album im Gepäck haben. Bis jetzt haben wir gutes Feedback und wir haben auch keine Angst, dass die Leute von vor ein paar Jahren nicht mehr zu unseren Shows kommen.
Harri: Es gibt einen kleinen Kreis an Leuten, die sogar zu unseren Konzerten nach Tschechien kommen und teilweise vor uns dort sind. Die Jerxianer sind super!

Wilde Konzerte habt ihr schon einige hinter euch, oder?
Vindaloo:
Wahnsinnig viele! In Mini-Räumen zu fünft schlafen – mit einem Klo ohne Klotür. Zwei Reifenplatzer am Weg zu Gigs. Das verbindet!
Harii: Und wenn in England bei einem unserer schlimmsten Konzerte – wo eh niemand da war – Klorollen fliegen und Vindaloo trotzdem sagt: „So geil hab ich Daughter noch nie gesungen!“, weiß man, dass man von den richtigen Menschen umgeben ist.

Wir sagen Danke für das Interview!

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Vanessa Spanbauer
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