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Left Boy – Permanent Midnight

Left Boy – Permanent Midnight

Endlich ist es so weit! Nachdem es bereits im Herbst 2013 erscheinen sollte, macht Left Boy (Homepage) nun ernst und bringt sein lang angekündigtes Album Permanent Midnight am 14. Februar 2014 auf den Markt!

Bereits seit 2009 versorgt Left Boy seine Fans mit kostenlosen Mixtapes, die er zum Download bereitstellt. Ferdinand Sarnitz, wie der Musiker bürgerlich heißt, kommt aus Wien, lebt in Brooklyn und seine Musik bewegt sich irgendwo zwischen Electro, Dubstep, Rap und Pop. Doch wer mit Permanent Midnight ein reines Party-Album erwartet, liegt falsch. Die Platte ist sowohl textlich, als auch musikalisch überraschend vielseitig und sehr persönlich.

Los geht’s mit dem titelgebenden Permanent Midnight – ein düsterer Electro-Song über lange Partynächte und späte Sonnenaufgänge. Die Beats sind aufwühlend, unterlegt mit einem bedrohlich wirkenden Orgel-Sound. Unter den 14 Songs findet sich aber auch Altbekanntes: Black Dress, Get It Right, Security Check und Left Boy’s Coming wurden bereits vorab als Single oder auf Mixtapes veröffentlicht.

CD Cover zum Debütalbum von Left Boy

„Go big or go home.“ – Das ist sein Motto. Mit den clever gesampelten Songs über ausschweifende Nächte und schöne Frauen konnte sich Left Boy eine solide Fanbase schaffen. Dabei macht er nie einen Hehl daraus, dass er aus gutem Hause kommt (Ferdinand Sarnitz ist der Sohn des österreichischen Künstlers André Heller): Mit einer selbstbewussten, bisweilen arroganten Art rappt er über Geld und das schöne Leben, verzichtet dabei aber vollständig auf übertriebenes Gangster-Gehabe. Die ironische, teils kritische Art und Weise, mit der Left Boy seine Songs und Videos präsentiert, lassen ihn trotz selbstverliebtem „Rich-Boy“-Gehabe äußerst sympathisch wirken.

Neben den Liedern über Nonstop-Feierei spricht Left Boy aber auch ernstere Themen an: In Marie, einem ruhigeren Song mit R’n’B-Elementen, verarbeitet er die Zweifel, die er vor der Geburt seines Sohnes hatte. Gekrönt wird der Song von einem Gitarren-Solo bevor er dann abrupt verstummt. Star spricht die Schattenseiten des Ruhms an. Es geht um die Veränderungen und den Druck, den der Erfolg mit sich bringt.

Mum I’m scared […] Daddy I’m scared. I can feel the pressure building up […] I’m fucking terrified I’m going to be rejected.

Beim Zuhören glaubt man ihm das aufs Wort.

10 AM beginnt mit dem 70er Jahre Song Lonely Boy von Andrew Gold und geht dann in einen gut gelaunten Popsong über den zeitraubenden Job als Musiker über. Everything Flows ist die Ballade des Albums. Der Song ist ein Liebeslied, das nur von einer akustischen Gitarre begleitet wird und dabei komplett ohne die gewohnten elektronischen Beats auskommt. That’s How Much macht Left Boy zu einer öffentlichen Liebeserklärung an seinen Sohn. Er sampelt das Lied dabei aus dem Softrock-Hit How Much I Feel von Ambrosia und lässt alle wissen:

That’s how much I love you baby: to the moon and back.

Fazit

Auf Permanent Midnight beweist Left Boy seine Vielseitigkeit. Von Songs über wilde Partys hangelt er sich weiter zu den ernsteren Themen des Lebens, nur um das Album mit seinen gewohnt selbstbewussten Beats und Left Boy’s Coming abzuschließen. Dank seinem Tontechnik-Studium weiß er musikalisch, was er tut – und das merkt man auch. Auch wenn man bei manchen Songs den Drive von Get It Right vermisst, liefert Left Boy einen durchaus soliden Erstling ab, der Spaß beim Anhören macht!

Left Boy – Permanent Midnight

Für Fans von: CroOdd FutureDe La Soul
Downbeat Records (Warner)
VÖ: 14.02.2014
Gesehen um €11,97

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