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Lords of the Fallen im Test

Lords of the Fallen im Test

Wir sind gestorben und haben uns wieder aufgerappelt. Wir sind durch dämonische Dimensionen gewandelt, um euch liebe Gamer, über Lords of the Fallen (Homepage) berichten zu können. Das Action-Rollenspiel des Publishers CI Games und der Entwickler Deck 13 entführte uns in die von Roghar (dämonenähnliche Wesen) geplagte Welt, die nur wir zu retten vermögen.

Wir testeten das Spiel für euch auf dem PC mit der Maus und Tastatur sowie einem Controller. Hierbei kann je nach Auswahl das Spielerlebnis variieren. Persönlich gefiel uns die simple Steuerung mit dem Controller besser, als die PC-Variante. Also mit dem Controller bewaffnet begaben wir uns sogleich auf diese, von epischer Musik untermalten, Reise.

Eine düstere Atmosphäre sorgt für ein packendes Abenteuer. © CI Games

Eine düstere Atmosphäre sorgt für ein packendes Abenteuer. © CI Games

Bevor wir uns ins tatsächliche Abenteuer stürzen konnten, hatten wir die Möglichkeit, uns zwischen drei verschiedenen Klassen zu entscheiden: dem altbewährten Krieger, dem im Schatten schleichenden Dieb und dem vor Magie strotzenden Kleriker.

Während der Krieger sich mit Schild und einer schweren Rüstung schützt, trägt der Dieb leichte Garnitur und zwei Dolche. Der Kleriker ist das Mittelmaß und ist mit der entsprechenden mittleren Rüstung eher ausgeglichen. Als totaler Anfänger des Third-Person Medieval-Combat Genres, welches Spiele wie Dark Souls prägten, entschieden wir uns für Letzteres.

Danach war nur noch zu entscheiden, welcher der drei Fertigkeitsbäume bevorzugt wird. Dabei sind die Fertigkeitsbäume bei allen Klassen gleich und man kann zwischen den Fertigkeitslinien Trost, Prügel und Täuschung auswählen. Trost spendet uns Schutz und deshalb fiel unsere Wahl darauf, während Prügel seinem Namen alle Ehre macht, indem zusätzliche Schlagkraft gewährt wird. Täuschung bietet tödliche und hinterlistige Fähigkeiten. Nachdem das Spiel einmal bewältigt wurde, gibt es sogar die Möglichkeit in einem freigeschalteten neuen Game-Mode die Spelltrees miteinander zu verknüpfen und so ein neues Spielgefühl zu generieren.

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Ein CGI-Trailer (computergenerierte Bilder) leitet eine noch ungewisse Story ein, die nach und nach im Spielverlauf enthüllt wird. Daraufhin beginnt das Spiel im Kloster Steinwehr. Der Hauptprotagonist Harkyn (ein Ex-Sträfling) und sein Mentor Kaslo betreten das totenstille Gemäuer auf der Suche nach Antanas, dem Anführer der Menschen, der sich in dieser Zuflucht verschanzt hat.

Diese wirkt mehr wie eine Festung, als ein Ort des Glaubens. Das Kloster befindet sich mitten in einem von Schnee überzogenen Gebirge und bietet dem Spieler den ein oder anderen malerischen Blick. Dies wird durch eine detaillierte Grafik und ein sehr sauberes Interface, das nur die nötigsten Informationen aufzeigt, unterstützt. So idyllisch das auch klingen mag, sorgen die Entwickler für eine doch eher düstere Stimmung, indem wir anfangs durch spärlich beleuchtete Hallen und Gänge wandeln. Spätestens hier wird der Einfluss der nordischen Mythologie durch die Szenerie in Symbiose mit der Geschichte deutlich.

Lords of the Fallen glänzt mit gruselig-schön animierten Gegnern. © CI Games

Lords of the Fallen glänzt mit gruselig-schön animierten Gegnern. © CI Games

Bereits beim Eintritt in das Kloster Steinwehr treffen wir auf unseren ersten Gegner, der nur darauf wartet, von uns niedergestreckt zu werden. In diesem Tutorial wird uns in kurzen und informativen Texten die Steuerung geschildert. Haben wir unseren ersten Widersacher besiegt, warten schon einige mehr auf uns. Das Kampfsystem ist zwar komplex, aber schnell erlernbar. Aus Variationen von Blocken mit dem Schild, Ausweichen, schweren und leichten Schlägen bahnen wir uns einen Weg durch das dämonische Heer.

Doch einfacher gesagt als getan – der Spieler sollte gewarnt sein, dass jeder Gegner eine Herausforderung bergen kann. Aggressives Verhalten wird meist mit dem Tode bestraft. Das durften wir auf die harte Tour lernen. Doch das bedeutet natürlich nicht das absolute Ende. Ein Geist erscheint an der Stelle des Unglücks und gewährt uns die Chance, die hart erarbeiteten Erfahrungspunkte zurück zugewinnen. Mit diesen EPs lassen sich die Attribute des Charakters verbessern. Je nachdem, wie sie verteilt werden, lassen sich elf verschiedene Waffen schwingen. Es braucht zum Beispiel mehr Stärke, ein Zweihandschwert zu führen, als einen Dolch, bei dem man in Geschicklichkeit investieren muss.

Fallen wir einem Roghar zum Opfer, so sorgt ein Geist dafür, dass nicht alles verloren ist.  © CI Games

Fallen wir einem Roghar zum Opfer, so sorgt ein Geist dafür, dass nicht alles verloren ist. © CI Games

Im Laufe des Spiels ergattern wir ein ganzes Waffenarsenal verschiedenster Waffen, von Großschwerten über Kurzschwerter bishin zu Kampfstäben. Diese lassen sich situationsbedingt in einem sehr übersichtlichen Inventar ausrüsten. Im weiteren Spielverlauf lassen sich Harkyns tödliche Begleiter mit entsprechenden Runen verstärken.Wer wirklich gutes Werkzeug für die Dämonenbeseitigung ergattern möchte, darf auch schon mal das ein oder andere Rätsel lösen.

Diese befinden sich meist fernab des Hauptweges und regen dazu an, die Umgebung zu erkunden. Es kann zwar nicht behauptet werden, dass diese kleinen Denkspiele sonderlich schwer waren, dennoch müssen diese erst gefunden werden und sie bieten etwas Abwechslung im sonst eher kampfbezogenen Gameplay.

Harkyn im Angesicht eines tödlichen Lords.  © CI Games

Harkyn im Angesicht eines tödlichen Lords. © CI Games

Natürlich stehen uns auch hier eine Menge Gegner im Weg. Sobald wir glaubten, alle Gegner gesehen zu haben, wirft uns Lords of the Fallen eine neue Variation an Roghar entgegen. Dies bietet uns stets eine abwechslungsreiche Herausforderung. Die meisten Widersacher sind natürlich nichts im Vergleich zu ihren Lords, den mächtigen Kommandanten der dämonischen Roghar-Armee. Diesen übermenschlichen Bossen gilt es im Laufe des Spiels den gar auszumachen.

Wer es wagt, so eine Monstrosität herauszufordern, wird erst mal damit beschäftigt sein, die verschiedenen Attacken des Gegners zu studieren. Es war ein Hit-and-Run, bevor wir uns mehr zumuteten und letztendlich ganze Schlagcombos auf den zähen Widersacher austeilten. Verschiedene Audiologs, die über die Welt verteilt sind und gesammelt werden können, verkürzen die Analyse unserer Widersacher. Die Hilfestellungen erzählen uns mehr über unsere Gegner und erläutern auch einige Hintergründe der Geschichte. Diese nimmt man vielleicht nicht zu jeder Zeit war, sind aber stellenweise eine Hilfe.

Fazit

Die Publisher CI Games und ihre deutschen Entwickler-Partner Deck 13 haben mit Lords of the Fallen ein Spiel geschaffen, das sich sehen lassen kann. Für eingefleischte Dark Souls-Fans ist es vielleicht ein kleiner Happen für zwischendurch, dennoch ein sehr interessantes Spiel für Einsteiger des Third-Person-Medieval-Combat Genres. Im Gegensatz zu seinem großen populären Vorreiter, versucht das Spiel uns mehr Geschichte zu vermitteln.

Als begeisterterte RPG-Fans versuchten wir natürlich so viel mitzunehmen, wie es nur möglich war, doch größtenteils arbeiten wir für das größere Wohl, ohne nähere Hintergründe zu erfahren. Stellenweise ist nicht zu leugnen, dass Dark Souls als Vorlage diente, so wie zum Beispiel die Steuerung sehr ähnlich ausfällt. Nichtsdestotrotz hatte ich viel Spaß dabei, Lords of the Fallen für euch zu testen und kann darauf hoffen, in Zukunft noch mehr von diesem herausfordernden Spiel zu hören. Im Idealfall sogar einen zweiten Teil. Deshalb sieben von Zehn Punkten für uns für Lords of the Fallen.

Lords of the Fallen

Releasedate: 30.10.2014
Plattform: PC; Playstation 4, Xbox One
Genre: Action-Rollenspiel, Third-Person-Medieval-Combat
Publisher: CI Games
Entwickler: Deck 13
Ungefähre Spieldauer: 17 Stunden
Für Fans von: Dark Souls, Skyrim
USK: ab 16 Jahren
Preis: gesehen um 44,00 Euro

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