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Magic in the Moonlight – Filmkritik

Magic in the Moonlight – Filmkritik

Filmregisseur Woody Allen versucht sich in Magic in the Moonlight an einer locker-leichten, charmanten und vom Flair der 1920er-Jahre umwehten romantischen Komödie; herausgekommen ist ein bezaubernder und vergnüglicher Film, der dazu einlädt, die Magie des Lebens und der Liebe erneut kennen- und schätzen zu lernen.

Wei Ling Soo, ein chinesischer Hexenmeister, wird als der berühmteste Zauberkünstler seiner Zeit angesehen, seine Vorstellungen sind ausverkauft, seine Tricks unübertroffen. Nur einige wenige Menschen wissen um seine wahre Identität: Stanley Crawford (Colin Firth) ist eigentlich ein arroganter und missmutiger Engländer, der den Glauben an die Magie und den Zauber des Lebens schon lange verloren hat. Seiner Meinung nach kann jedes mysteriöse und rätselhafte Erlebnis rational erklärt und erläutert werden. Daher stimmt er dem Vorschlag seines langjährigen Freundes Howard Burkan (Simon McBurney) rasch zu, als jener ihn bittet, die erfolgreiche Wahrsagerin Sophie Baker (Emma Stone) als Betrügerin zu entlarven. Stanley ist fest entschlossen, Sophies Vorhersagen als einfache Tricks zu enttarnen – doch mit den Ereignissen, die mit der Begegnung der beiden grundverschiedenen Menschen in Gang gesetzt werden, hat niemand gerechnet…

Regisseur Woody Allen, der bereits seit seiner Kindheit von der Kunst der Zauberei und Magie fasziniert ist, inszeniert mit Magic in the Moonlight eine leichte und fröhlich dahinplätschernde Hommage an die Magie und den Zauber des Lebens. Vor der atemberaubend schönen Kulisse der Côte d`Azur lässt er zwei grundsätzlich verschiedene Menschen aufeinandertreffen und mit ihren jeweiligen ureigenen Einstellungen und Meinungen hadern. Untermalt von stimmiger Musik und dem Flair der 20er-Jahre liefern sich die beiden Hauptdarsteller Colin Firth und Emma Stone ein charmantes Wortgefecht nach dem anderen, in denen neben persönlichen Einstellungen und Werten auch Fragen des Lebens und des Daseins diskutiert werden. Durchaus gelungen lässt Woody Allen seine beiden grundverschiedenen Hauptcharaktere durch eine Mischung aus Magie und Leben stolpern – und lässt schlussendlich beide erkennen, dass das reale Leben durchaus auch einen magischen Funken in sich tragen kann.

Magic in the Moonlight stützt sich hauptsächlich auf seine beiden hervorragend besetzten Hauptdarsteller, die sichtlich mit Spaß und Sympathie unterhaltsame 98 Minuten Filmvergnügen bieten. Colin Firth glänzt als desillusionierter, manchmal nicht sehr charmanter und doch aufrichtiger Engländer, der den Glauben an die Magie und den Zauber des Lebens schon lange verloren hat. Rational und sachlich ist er der Meinung, jede Art von Hexerei und übersinnlichem Firlefanz könne anhand von simplen Tricks rasch erklärt werden. Er hat allerdings nicht mit der lebensfrohen Hellseherin Sophie gerechnet: Emma Stone präsentiert ihre Rolle als junge Wahrsagerin gewohnt frisch, leicht und mit einem Hauch Selbstironie. Durch die geistreichen und unterhaltsamen Streitgespräche der beiden grundverschiedenen Zauberkünstler gewinnt Magic in the Moonlight stellenweise an emotionaler und geistiger Tiefe – amüsantes Filmvergnügen wird jedoch durchgehend geboten.

Die romantische Komödie Magic in the Moonlight bietet ein unterhaltsames und manchmal zum Nachdenken anregendes Abtauchen in die Atmosphäre und die Stimmung der 20er-Jahre. Untermalt von stimmiger Musik und geistreichen Dialogen der beiden Hauptdarsteller Colin Firth und Emma Stone wird kurzweilige und doch schlicht bezaubernde Unterhaltung geboten, die sich ganz der Magie und dem Zauber des tatsächlichen Lebens widmet, und ob jenes rational erklärt werden kann – oder vielleicht doch nicht?

MAGIC IN THE MOONLIGHT

Kinostart: 4. Dezember 2014
Genre: Komödie
Regisseur: Woody Allen
Cast: Colin Firth, Emma Stone, Simon McBurney
Land: USA
Dauer: 98 Minuten
Filmverleih: Warner Bros. Pictures
Film Website
Für Fans von: Vicky Cristina Barcelona, Midnight in Paris

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