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Matula – Bach Wien

Matula – Bach Wien

Es war ja endlich mal wieder an der Zeit, dass uns die Norddeutschen von Matula (Facebook) in Wien besuchen – wenn das ganze dann noch im Bach stattfindet und Small Hours als Vorband spielen, kann der Abend ja nur gut verlaufen.

Gegen 20 Uhr öffneten sich die Pforten des Bachs in Ottakring und wenn man mal durch die engen Gänge in den Keller findet, kann man sich auch schon an der gemütlichen Bar ein Bier bestellen. Nicht nur die Gemütlichkeit und Freundlichkeit spricht für einen Abend im Bach, sondern auch die gut ausgewählte Musik. Von heimischen Künstlern wie Rentokill bis hin zu Punkrock Klassikern à la alten Rancid & Anti-Flag Nummern, alles dabei.

Aufgrund des Fußballspiels hat sich die Show dann doch verzögert. Plan war, dass Small Hours (Facebook) in der Halbzeit beginnen, damit der österreichische Fußballfan zumindest die erste Halbzeit mitverfolgen kann. Nungut, Small Hours, diese junge Band überzeugt auf allen Ecken. Small Hours entstanden aus den ehemaligen Soey, blieben zwar in exakt gleicher Besetzung, aber der Sound ist anders. Langsamer, teilweise härter, eine gesunde Mischung aus Punk, Indie und Hardcore. Obwohl diese Band erst in ihrem Anfangsstadium ist, merkt man, dass die vier Jungs schon jahrelang gemeinsam auf den Bühnen der Welt sich die Seele aus dem Leib geschrien haben und sich die Finger blutig spielten. Um es in moderner Managementsprache auszudrücken, der Synergieeffekt findet statt.

Nach kurzem Kabel raus, Kabel rein, kamen auch schon Matula auf die Bühne. Vier sympathische Herren aus Norddeutschland, netter Dialekt und gute Musik. Das Set bestand zum Großteil aus neuen Songs des Albums Auf allen Festen mit immer wiederkehrenden kurzen Ausflügen in die Vergangenheit zu den Alben Blinker und Kuddel. Mit einer derartigen Emotion spielten Matula Stück für Stück hinunter und der Applaus bestätigte den Spaß, den die Jungs da oben hatten. Ein paar Fans der ersten Stunde schrien die Texte mit, ein paar Neulinge ließen sich einfach vom melancholischen dennoch kraftvollen Sound dahintreiben. Zugaben gab es natürlich und als die Band dann endgültig die Bühne verlassen wollte, um mit den Leuten einen an der Bar zu kippen, ließen sie sich aber von den Zugaberufen weich kriegen und spielten noch eine Zugabe.

Allem im allem ist zu sagen, egal ob Wohnzimmer, Festsaal oder das Bach, wenn Matula spielen, ist die Party garantiert und ein mitreißendes Konzert gegeben. Sowohl Small Hours als auch Matula verwandelten das Bach in ein gemütliches, familiäres Fest und haben ca. 60-70 Leute eingeladen, mit ihnen zu feiern. Ein Tipp zum Schluss: Wer sich gerne von einem musikalischen Gefühlsbulldozer überfahren lassen will, sollte Matula auf jedem Fall im Auge behalten. Immerhin werden Ihre Alben jetzt auch auf Grand Hotel Van Cleef vertrieben, wer weiß, vielleicht spielen sie dann bald bei uns Auf allen Festen und nicht nur einmal im Jahr.

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Robert Ziffer-Teschenbruck
"Über Musik schreiben ist wie zu Architektur tanzen" (Marcus Wiebusch)
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