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Mauracher – Let’s Communicate

Mauracher – Let’s Communicate

Hubert Mauracher hat zu viel Altlast mit sich herumgetragen, die ihn hinuntergezogen hat. Deshalb hat er eine Gesprächstherapie begonnen, um mit sich selbst wieder kommunizieren zu können. Das sagte er im „Music Austria“-Interview. Daher kommt auch der Titel des neuen Mauracher (Homepage) Albums, das zum ersten Mal nicht ausschließlich in Eigenregie, sondern im Kollektiv mit Sonia Sawoff geschrieben wurde. Neu ist das Album übrigens auch schon wieder nicht mehr, schließlich ist es bereits im März erschienen. Das ist aber kein Grund, nicht darüber zu schreiben. Deshalb – Let’s Communicate – werfen wir das Album mit dem spacigen Cover in den Player und lassen uns Richtung Outer Space katapultieren.

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Die Synthie-Sounds sind auf alle Fälle recht kraftvoll und generell schieben die Tracks ziemlich nach vorne. Beim Anhören stelle ich mir ständig einen dunklen, dreckigen und verrauchten Club vor, der immer wieder von Stroboskopen erhellt und mit Bassdrums beschallt wird. Das macht Spaß. Zumindest ein paar Minuten lang. Schlecht ist das nicht, was meine Kopfhörer mir in die Ohren spülen, aber wirklich spannend auch nicht. Alle Tracks sind sich sehr ähnlich und nach einiger Zeit flacht der Spannungsbogen, den das Album am Anfang aufbaut, rapide ab.

Auch die Stimme von Sonia Sawoff überzeugt mehr, wenn sie die Tracks ihrer anderen Band, Sawoff Shotgun, singt. Vor allem in der ersten Single des Albums, Mind-Boggling, fehlt das Volumen. Der Effekt passt nicht und die Elemente des Songs wollen einfach nicht wirklich zusammenpassen.

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Das heimliche Highlight des Albums ist The End Song, wo der Cellist Lukas Lauermann seine Finger im Spiel hatte. Dieser Track ist die postapokalyptische Slow-Version von Peter Schillings Major Tom und man ist endlich im Weltraum angekommen. Ein kleines Kind flüstert unverständliche Worte in den Mittelteil, der Beat explodiert, Sonia Sawoff singt im Hintergrund und die letzten sechs Minuten des Albums fühlen sich einfach richtig gut an.

Fazit

Let’s Communicate ist kein schlechtes Album, aber auch doch kein wirklich Interessantes. Die zehn Songs funktionieren live sicher großartig und machen auf jeden Fall Lust das Tanzbein zu schwingen. Das Problem liegt an der fehlenden Abwechslung. Nichtsdestotrotz sollte man Let’s Communicate einmal bei der nächsten Hausparty versuchen. Funktioniert bestimmt.

Mauracher – Let’s Communicate

Für Fans von: Icona Pop, The Naked and Famous
Hooray!! music
VÖ: 28.03.2014
Gesehen um 8,99€

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