Home   /   Movies  /   A Million Ways To Die In The West – Filmkritik

A Million Ways To Die In The West – Filmkritik

A Million Ways To Die In The West – Filmkritik

Seth MacFarlane zweiter Leinwandstreich führt den Zuschauer in den Wilden Westen des späten 19. Jahrhunderts. Nach seinem Welterfolg Ted versucht das Multitalent an diesem Erfolg anzuknüpfen und vielleicht sogar einen draufzusetzen.

Albert Stark (Seth MacFarlane) ist Schafzüchter, Feigling und der unfähigste Cowboy des ganzen Wilden Westens. Nachdem er sich irgendwie aus einem Duell rausredet findet seine enttäuschte Freundin Louise (Amanda Seyfried) nur noch reges Interesse an ihm und fängt eine Beziehung mit dem Moustachier (das Wort existiert zwar offiziell nicht, aber es ist ganz treffend) Foy (Neil Patrick Harris) an. Als die völlig unbekannte Anna (Charlize Theron) in die kleine Westernstadt zieht, beschließt sie dem erfolglosen Albert zu helfen, von Revolverdepp zum echten Revolverheld zu werden. Die beiden verlieben sich ineinander. Nur leider hat Anna vergessen ihrem neuen Freund zu sagen, dass sie mit dem gefährlichsten Schurken des Westens (Liam Neeson) verheiratet ist. Also sind die Probleme schon mal vorprogrammiert.

A Million Ways To Die In The West hat nur noch mäßig den Humor von American Dad oder Family Guy. Die Witze sind unendlich tief und – damit die Kritik auf dem gleichen Niveau ist, wie der Film – unter aller Sau! Während der Präsentation musste ich unweigerlich an den Film Idiocrazy denken. Zur Erklärung: In Idiocrazy geht es darum, dass sich nur noch dumme Menschen fortpflanzen und in 500 Jahren liegt der Durchschnitts-IQ bei ca. 40 Punkten. Des Weiteren gibt es den Film „Ass“ in dem man 90 Minuten einen nackten Arsch sieht. Dieser Film im Film hat mehrere Oscars erhalten. Wenn A Million Ways To Die In The West auch nur irgendeinen Preis erhält, sind wir einfach nur 500 Jahre früher dran, als in Idiocrazy.

Wer es witzig findet, wenn man nackte Männerärsche sieht, oder wenn sich jemand über zwei Minuten lang anscheißt, oder wenn jemandem von einem Schaf ins Gesicht gepisst wird, der wird mit A Million Ways To Die In The West seine Freude haben. Der Film ist vom Niveau her sogar unter den ganzen Filmen die deshalb Movie im Titel haben, damit die Fans wissen, dass es sich um einen Film handelt. Zum Beispiel Fantastic Movie, Superhero Movie, Date Movie, und so weiter.

Eigentlich kann man sich das Geld und die Zeit sparen, indem man sich den „Red Band“ Trailer ansieht (weiter oben). Circa 90 Prozent der Witze sind in diesem Trailer enthalten und sogar besser geschnitten als im eigentlichen Film. Und man sieht bereits mehr als die Hälfte der Todesfälle in dem Film, die ja irgendwie der Hauptfaktor für die Titelwahl waren. Die Witze sind außerdem so vorhersehbar, dass man am Beginn der Szene bereits weiß, wohin der Witz gehen wird.

Im Endeffekt lehne ich mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte A Million Ways To Die In The West ist trotz Staraufgebot reine Zeit- und Geldverschwendung und noch nie hab ich mich im Kino so sehr gelangweilt. Würde Seth MacFarlane die deutsche Sprahce beherrschen und diesen Artikel lesen, hätte er seine Freude, denn schließlich ist es auch Teil seines Humors, negative Kritiken über seine Filme oder Shows im Fernsehen zu präsentieren.

In unserem Ratingsystem gibt es leider nur mindestens einen von fünf Plays. Ewig schade, denn dieser eine Punkt ist sogar für diesen Film noch eine zu gute Bewertung. Aber hey… wetten, der Film wird trotzdem ein Erfolg?

A Million Ways To Die In The West

Kinostart: 29. Mai 2014
Genre: Komödie
Regisseur: Seth MacFarlane
Cast: Seth MacFarlane, Charlize Theron, Liam Neeson, Neil Patrick Harris, Amanda Seyfried
Land: USA
Dauer: 116 Minuten
Filmverleih: Universal
Für Fans von: Fantastic Movie, The Starving Games

 

Home   /   Movies  /   A Million Ways To Die In The West – Filmkritik

Tags

Related Article