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Nerdkultur Wien: Subotron Studiotour

Nerdkultur Wien: Subotron Studiotour

Wer sich in Wien für Spiele und Nerdkultur interessiert, kommt kaum an Subotron (Homepage)vorbei. Subotron ist Informationsplattform und Real-Shop gleichermaßen. In dem Shop im Museumsquartier findet man alles, was das Zockerherz begehrt. Doch das ist noch lang nicht alles:

Im Infobereich der Website findet man die Beschreibung “SUBOTRON ist Anlaufstelle und Treffpunkt zur Förderung des theoretischen und praktischen Diskurses zum Themenkreis ‚digitale Spiele‘.” Ganz in diesem Sinne initiiert Subotron regelmäßig Infoveranstaltungen von und für Zocker, Gamer und Programmierbegeisterte.

Es kann losgehen! Die Tour durch Wiener Studios startet vor dem Subotron-Shop im Museumsquartier. (c) Subotron

Es kann losgehen! Die Tour durch Wiener Studios startet vor dem Subotron-Shop im Museumsquartier. (c) Subotron

Eine dieser Veranstaltungen, welche mittlerweile zweimal jährlich stattfindet, ist eine Führung durch Wiener Entwicklerstudios. Diese informative und nerdische Exkurs umfasst nicht nur Indie-Developer, sondern geht über den Horizont der Gamingbranche hinaus und zeigt die Schnittstellen der Videospiel-Arbeitswelt. Dieses Mal führte es uns durch drei Studios, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Nachdem knapp 60 Mannen und Frauen sich vom Subotron-Shop aufmachten, stattete man zuerst den Köpfen hinter Broken Rules (Homepage) einen Besuch ab. Das Büro, das normalerweise einer Handvoll Leuten ausreichend Arbeitsfläche bietet, war beinahe brechend voll gefüllt.

Ursprünglich von drei Studenten der Technischen Universität Wien gegründet, besteht das Studio Broken Rules mittlerweile aus einem Team aus sechs Leuten, die gemeinsam fleißig an neuen Spielen tüfteln. Gearbeitet wird dabei mit einer selbst geschriebenen Gameengine, die beispielsweise in Chasing Aurora eindrucksvolle 2D-Welten zaubert. Das Team arbeitet im Moment generell rein mit zweidimensionalen Grafiken konzentriert sich hauptsächlich auf den Indie-Markt.

Das Studio von den Indie-Entwicklern Broken Rules ist ebenfalls im Museumsquartier ansässig. (c) Subotron

Das Studio von den Indie-Entwicklern Broken Rules ist ebenfalls im Museumsquartier ansässig. (c) Subotron

Nach einer kurzen Präsentation über Werdegang und Workflow der Firma, konnten sich die Besucher Infos zu den Themen Grafikdesign, Programmieren und Management/PR bei den jeweiligen dafür Zuständigen einholen.

Von einem kleinen Indie-Studio zu einem etwas größeren Kaliber: Cliffhanger Productions (Homepage), bekannt unter anderem für Shadowrun Online, kommen Branchentypisch in einem Großraumbüro unter. Hier begegnet man einer relativ typischen Aufteilung in Gruppen von Artists, Programmierern und Communitymanagement. Diese Gliederung der Arbeitsbereiche erfüllt auch ihren Sinn und Zweck, denn schließlich wurde das letzte Werk des Studios Ærena nun sogar in Asien veröffentlicht und viele Zocker aus der ganzen Welt wollen nun betreut werden.

Cliffhanger Productions haben sich mit Shadowrun einen Namen gemacht. (c) Subotron

Cliffhanger Productions haben sich mit Shadowrun einen Namen gemacht. (c) Subotron

Auch hier gab es eine kurze Ansprache über die Hintergründe der Firma und firmentypische Arbeitsweisen. Anschließend durfte man sich auf eigene Faust an die verschiedenen Arbeitsplätze der Mitarbeiter begeben. Diskussionen und Diskurs entstanden zwischen den Tourteilnehmern und den Programmierern, Designen und Community-Manager. Jeder konnte sich die Information mit jeweiligem Schwerpunkt holen, der am meisten interessierte. Sei es aus dem 3D-Bereich oder im Punkto Programmieren, im Interface- oder im Leveldesign.

Da sich der Tag langsam seinem Ende zuneigte, war der Arbeitstag der meisten von Wideshot (Homepage) bereits vorüber, als unsere – mittlerweile etwas geschrumpfte – Truppe schließlich dort einlangte. Wideshot diente im Rahmen der Führung als Beispiel für die Schnittstelle zwischen der Gaming- und Designerbranche. So werden dort nicht nur Charaktermodelle für Spiele entworfen, sondern auch für Filme – oder gar ganze architektonische Entwürfe für Bauten jeglicher Art und Weise. Das Studio arbeitet mit von Kunden vorgegebenen „Szenarien“, die die Visionen und Wünsche der Auftraggeber beschreiben.

Das Team von Wideshotverbindet Design und Architektur in ihren Projekten. (c) Subotron

Das Team von Wideshot verbindet Design und Architektur in ihren Projekten. (c) Subotron

Sämtliche Mitarbeiter aller besuchten Studios plauderten alle freundlich wie aus dem Nähkästchen, sodass die gesammelten Informationen und Erfahrungswerte auf jeden Fall einiges wert sind. Das nimmt auf jeden Fall dem einen oder anderen die Scheu, sich in einer Branche zu bewerben, die nach außen hin noch oft undurchsichtig scheint.

Besonders beeindruckend war auch die Art, in der die überschaubare Anzahl an Studios untereinander kollaboriert. So entstanden beispielsweise die ersten Konzepte für Shadowrun bei Wideshot und Broken Rules holten sich rechtlichen Beistand bei Mi’pu’mi.

Wer sich also für die Spielbranche besonders in Wien interessiert, dem sei einerseits Subotron ans Herz gelegt. Führungen durch Unternehmen, die nahe an der Gamingbranche arbeiten, finden mittlerweile zweimal jährlich statt. Andererseits braucht man aber sicherlich auch keine Angst vor den Studios aller Größen zu haben, die sich allesamt immer über Bewerbungen freuen.

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