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Papa Roach im Interview

Papa Roach im Interview

Wir trafen Gitarrist Jerry Horton und Schlagzeuger Tony Palermo von Papa Roach (Homepage) zum Interview! Lest hier, was die US-amerikanischen Superstars über gute CD Kritiken, schlechte Plattenfirmen und exhibitionistische Fans erzählen.

Nicht mal ein ganzes Jahr lag zwischen euren letzten beiden Auftritten in Wien. Wieso habt ihr euch entschieden, so schnell wieder zu kommen?
Jerry: Ist das schnell?
Tony: Wir waren schon eine Weile keine Headliner mehr. Mit Stone Sour 2012 haben wir nur knapp eine Stunde gespielt und davor 2010 waren wir auch nur Supportband beim „Taste Of Chaos“. Viele Fans haben sich daher gewünscht, uns wieder als Mainact zu sehen. Also sind wir 2013 wiedergekommen!

Neben Stone Sour wart ihr im Lauf eurer Karriere schon mit vielen großartigen Bands unterwegs. Sind da noch Wünsche offen?
Tony: Ich würde gerne mit Rage Against The Machine performen, und mit Muse!
Jerry: Mit Muse haben wir schon gespielt!
Tony: Ja ein Konzert, aber ich mein eine Tour.
Jerry: Stimmt, das wäre echt cool!

Ihr könnt bis jetzt auf sieben Alben zurückblicken, dazu kommen ja auch noch einige EPs. Wie entscheidet ihr, welche Songs in die Live Setlist kommen?
Tony: Es ist ziemlich schwierig. Aber andererseits touren wir schon so viele Jahre, dass wir wissen, was funktioniert. Du weißt schon, wenn das Publikum nur da steht, wird man die Nummer durch eine andere ersetzen. Die Leute springen? Cool, der Song bleibt im Set! Es kommt also auf die Teilnahme der Zuschauer an und auch darauf, was wir gerne spielen. Wenn wir etwas spielen, das wir selbst nicht mögen, dann merkt man das!
Jerry: Ich liebe es, wie du jetzt die ganze Zeit die Luftgitarre gespielt hast! (lacht)
Tony: Ja, ich mache so viel davon (macht Schlagzeugspielbewegungen), dass sich die Luftgitarre besser anfühlt! (grinst)

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Das britische Kerrang!-Magazin hat The Connection als „eines der besten Alben 2012“ betitelt.
Beide: Yesss!

Nach so vielen Jahren im Geschäft interessiert es euch da noch, was über eure CDs geschrieben wird – ob positiv oder negativ?
Jerry: Alle können sagen, dass es sie nicht interessiert, aber das tut es!
Tony: Ja, es juckt sie! Es ist ein tolles Gefühl eine Rezension zu lesen von jemandem, der sich mit der CD auseinandergesetzt hat und sie kapiert. Es gibt so viele Reviews, bei denen einfach nur Sätze zusammengewürfelt wurden ohne irgendwelche Nachforschungen. Es bedeutet daher viel, wenn es von jemandem kommt, der es schätzt.
Jerry: Und der versteht, wo man herkommt und wie man sich entwickelt hat!

In der Vergangenheit habt ihr schon oft euer Label gewechselt. Habt ihr da nie dran gedacht, ein Eigenes zu gründen, um die Probleme loszuwerden?
Jerry: Es ist nicht einfach eine Plattenfirma zu starten. Man muss viele Leute einstellen und es kostet eine Menge Geld. Die bei der wir jetzt sind ist unabhängig, sie stellt also andere kleine Firmen für Promotion und so was ein. Für uns ist es cool, weil die Leute so nicht nur einer Person unterstellt sind. Sie sind auf der ganzen Welt verteilt und sind sehr passioniert, was unsere Band angeht. Sie möchten, dass wir erfolgreich sind. Das hatten wir nicht wirklich, als wir bei Universal waren. Da wurde uns nur gesagt, was zu tun ist. Jetzt haben wir das Gefühl, dass die Menschen sich auch wirklich für uns interessieren.

Also bleibt ihr erst mal dort?
Jerry: Vielleicht! (lacht)

Ihr macht oft Meet & Greets mit euren Fans. Ist da schon mal etwas Besonderes passiert, an das ihr euch heute noch erinnert?
Tony: Oh ja! (grinst)
Jerry: Da gab es diese eine Frau, die kam rein und fragte: „Hey, stört es euch, wenn ich mich ausziehe?“ Wir dachten uns nur: „Was?“ Sie hat sich also ausgezogen. Wir meinten nur, sie sollte wohl ihren BH und ihr Höschen anlassen. Das war recht amüsant.
Tony: Zieh dich erst mal aus und dann sagen wir, ob uns das stört! (lacht) Das war denke ich das erste und einzige Mal, dass uns das jemand gefragt hat.

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Im letzten Jahr habt ihr zusammen mit der Make-A-Wish Organisation einem todkranken Jungen namens Mark einen Herzenswunsch erfüllt. Wie habt ihr euch gefühlt, als ihr mit ihm Zeit verbracht habt, wissend, welch trauriger Anlass dahinter steckt?
Tony: Ja, das war schwierig, aber wir mussten uns auf das Positive konzentrieren und auf den Moment. Weißt du, manchmal, wenn Menschen viele positive Energien in ihrem Leben haben, leben sie länger. Daran habe ich die ganze Zeit gedacht; dass wir da sind, um für ihn etwas Positives zu sein. Jeder hatte eine schöne Zeit, und wenn ich in seiner Position wäre und mit meiner Lieblingsband abhängen könnte, das wäre…
Jerry: Ein Teil davon zu sein – jemandes ultimativer Wunsch zu sein – das fühlt sich gut an. Ich möchte nicht sagen, dass es für mich ist, weil es das nicht ist! Es ist für ihn! Ich war froh, irgendwie nützlich zu sein.
Tony: Außerdem war er ja nicht alleine, auch seine Familie und der Rest seiner Band war dabei. Das sind Kinder, 15 bis 17 Jahre alt. Wir hingen mit ihnen im Studio ab und hatten einen lustigen Tag. Es hat nicht nur ihn glücklich gemacht, sondern auch alle um ihn herum. Das war toll!

Habt ihr vor, euch noch öfter für die Organisation zu engagieren?
Tony: Ja klar! Aber es muss jemanden geben, der sich an die Organisation wendet mit einem Wunsch. Wir können nicht einfach etwas für jemanden machen.
Jerry: Genau. Wir haben ihnen aber gesagt, dass wir jederzeit gerne wieder mitmachen.

Zu guter Letzte: Was sind eure Ziele und Pläne für 2014?
Jerry: Ein neues Album! Wir sind im Frühjahr im Studio und ich denke im Sommer werden wir wahrscheinlich rüber kommen für ein paar Festivals. Das ist der Plan bisher, was danach ist wissen wir noch nicht. Natürlich noch mehr touren, aber wir haben noch keine Ahnung wann oder wo.

Vielen Dank für das Gespräch!
Die letzten Worte könnt ihr an eure Fans richten:

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