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Pennywise – Yesterdays

Pennywise – Yesterdays

Pennywise (Homepage) melden sich mit ihrem neuen Album Yesterdays zurück. Nach der kurzen Bandabstinenz von Gründungsmitglied und Sänger Jim Lindberg, widmet sich die Band seit 2012 wieder ihrem Original Sound. Yesterdays wird demnach auch wieder von Jim Lindbergs Gesang geprägt. Das letzte Album der Band, All Or Nothing, hatte einen Hauch von Pour Habit, welche sich wiederum nach The Offspring auf Speed anhören. Doch damit ist jetzt Schluss! Mit Yesterdays gehen Pennywise zum Sound zurück, den sie seit mittlerweile mehr als 25 Jahren pflegen.

Wie der Titel schon sagt, darf man sich bei Yesterdays auf keinen Fall etwas Neues erwarten – doch das soll keine Kritik darstellen. Was Pennywise als ihr elftes Studioalbum präsentieren ist eigentlich eine Mischung aus alten, neu aufgenommenen Nummern sowie unveröffentlichten Liedern aus den 90er Jahren. Auf Yesterdays gibt es durchgehend Melodic Punkrock, Skatepunk, Cal-Punk, wie auch immer man es nennen mag. Simpel gehalten! Pennywise wussten aber immer schon, wie sie in ihrem Sound Aggression vermitteln können, ohne ihn für schwache Seelen unhörbar zu machen.

Innovation ist etwas anderes, aber es ist ja egal, was eine Band macht – solange sich die Erdkugel dreht, wird es an allen Ecken und Enden negatives Feedback geben. Es hat sich jedoch oft bewährt alt, gewohnt und fad zu bleiben. Denn immerhin gefallen einem die „alten“ Sachen, die „keiner“ kennt und noch richtig „Punk“ waren doch eh viel besser. Alles andere ist Kommerz. #fuckSellOut

Pennywise - Yesterdays

Die Platte Yesterdays ist durchgehend ein abgerundetes Werk ohne Überraschungen. Obwohl die Songs aus verschiedenen Perioden zusammengewürfelt worden sind, gibt es einen einheitlichen Sound. Wie auch immer Pennywise beim Songschreiben vorgehen – sie schaffen es 2014 noch immer Songs zu schreiben, die jetzt nicht sonderlich anders klingen als Lieder auf Land of the Free, Unknown Road oder Straight Ahead aber trotzdem irgendwie Ohrwurmcharakter besitzen.

In knappen 30 Minuten erlebt man eigentlich alles, was man sich bei Pennywise vorstellt. Skatepunk, klassische Punkrock Gitarrenriffs – mal schnell, mal schneller – ab und zu eine herausstechende Bassline und eine kraftvolle Stimme, die aber ihren doch etwas eingeschränkten Höhen und Tiefenbereich nicht verlässt. Schnell noch ein paar Anspieltipps für Yesterdays Jungfrauen. Die Platte bietet sowohl etwas zum Abgehen (Violence Never Ending), zum Mitgrölen (Am Oi!) als auch zum Gutfühlen (I Can Remember). Kurz überrascht wird man bei dem Song She’s A Winner: Der startet mit einem recht langen, reggaelastigen Intro, enthüllt sich dann doch wieder als klassischer Pennywise „draufhau“-Song.

Fazit

Was zu Beginn sehr uninteressant aussah, hat sich zu guter Letzt doch als recht amüsant entpuppt. Pennywise bewegen sich mit Yesterdays in ihren eigenen Fußstapfen ohne jegliche gewagte Abzweigung zu nehmen. Die Platte ist durch und durch Pennywise. Nicht mehr, nicht weniger. Welten werden sie mit Yesterdays keine versetzen, dennoch ist das ihr Sound und der kommt gut an. Nicht ohne Grund liest man ihren Namen in jeder Musikzeitschrift, jedem Festival Line Up oder über den Pissoirs des Venues deines Vertrauens. Noch ein kleiner Tipp für Pennywise Nerds: Kauft euch die Deluxe Edition, denn dort findet ihr nach 30 Minuten Punkrock noch 14 Minuten Mitschnitt einer Probe von Pennywise aus dem Jahr 1989.

Pennywise – Yesterdays

Für Fans von: Bad Religion, Lagwagon, Good Riddance
Epitaph Europe (Indigo)
VÖ: 11.07.2014
Gesehen um € 16,90

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Robert Ziffer-Teschenbruck
"Über Musik schreiben ist wie zu Architektur tanzen" (Marcus Wiebusch)
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