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Planet der Affen – Revolution – Filmkritik

Planet der Affen – Revolution – Filmkritik

Regisseur Matt Reeves inszeniert mit Planet der Affen – Revolution eine düstere Fortsetzung des erfolgreichen ersten Teils „Planet der Affen – Prevolution“ und schafft so ein rasantes Actionspektakel mit nachdenklichen moralischen Zügen – auch wenn die Story teilweise leider zu kurz kommt.

Der Virus, welcher vor zehn Jahren freigesetzt worden ist, hat mittlerweile die Menschheit größtenteils ausgerottet, jegliche Zivilisation ist zusammengebrochen. Die wenigen Überlebenden, welche gegen den Virus immun sind, hausen in städtischen Ruinen. Als eine Expeditionsgruppe im Wald auf ein intelligentes Affenvolk, angeführt von Caesar (Andy Serkis), trifft, wird schnell klar, dass diese Affen keine gewöhnlichen Tiere sind. Sie besitzen primitive Waffen, reiten auf Pferden und beherrschen die menschliche Sprache. Malcom (Jason Clarke) und Ellie (Keri Russell), welche der Expeditionsgruppe angehören, erkennen bald, dass dieses Volk wie die Menschen nur ihre Heimat, ihre Freiheit und ihre Familien beschützen will. Gemeinsam schaffen sie es, ein Friedensabkommen durchzusetzen, welches jedoch nicht von langer Dauer ist. Denn für Dreyfus (Gary Oldman) sind die Affen Feinde, welche seiner Meinung nach die Schuld am Untergang der Menschheit tragen. Die Situation eskaliert, als Dreyfus gewaltbereite Anhänger findet – doch nur eine Spezies wird endgültig über die Erde herrschen…

Planet der Affen – Revolution gestaltet sich zwar um einiges düsterer und beklemmender als sein Vorgänger, allerdings wird hier wieder einwandfrei auf die persönlichen Hintergründe und Motivationen der Hauptfiguren eingegangen. Regisseur Matt Reeves umwebt die Story rund um den gegenseitigen Vertrauensaufbau, menschliche Abgründe und den beinharten Kampf ums Überleben zwar mit Fragen der Moral, allerdings hätte die, vom Ansatz her doch sehr potentialreiche, Geschichte noch weiter vertieft und ausgebaut werden können. Einwandfrei ist jedoch die Animation der Affen und die sonstige Optik des Films gelungen: Andy Serkis, welcher bereits in der „Herr der Ringe“-Trilogie die Figur des „Gollum“ dargestellt hat, zeigt auch hier wieder, dass er ein Meister im Bereich der Bewegungsmodelle ist.

Auch die sonstige Besetzung ist durchaus zufriedenstellend: Jason Clarke und Keri Russell überzeugen als Überlebende, welche für einen Friedenspakt plädieren, während Gary Oldman den pedantischen Friedenssaboteur perfekt darstellt. Es muss jedoch leider gesagt werden, dass die animierten Affen den Menschen eindeutig die Show stehlen. Zwar werden die menschlichen Abgründe und persönlichen Hintergründe der überlebenden Menschen glaubwürdig verkörpert, doch auch die Gemeinschaft der Affen überzeugt mit ihren jeweiligen Vergangenheiten und ihrem Willen, als freies Volk leben zu dürfen, weshalb man als Zuschauer auf ein friedliches Zusammenleben der gegensätzlichen Parteien hofft – wohl wissend, dass dies wohl eher nicht möglich sein wird.

Planet der Affen – Revolution überzeugt zwar hinsichtlich der Animation und Gestaltung des Films, die Story jedoch kommt ein wenig zu kurz. Doch Fans des ersten Teils werden sicherlich ihre Freude mit dieser düsteren Fortsetzung haben, da die Geschichte glaubhaft, unterhaltsam und spannend weitergesponnen wird – auch wenn aus dem Film noch mehr herausgeholt hätte werden können.

PLANET DER AFFEN – REVOLUTION

Kinostart: 7. August 2014
Genre: Science Fiction, Drama
Regisseur: Matt Reeves
Cast: Jason Clarke, Andy Serkis, Keri Russell, Gary Oldman
Land: USA
Dauer: 131 Minuten
Filmverleih: 20th Century Fox
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Für Fans von: Planet der Affen – Prevolution

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