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Polar Bear Club – Death Chorus

Polar Bear Club – Death Chorus

Der Polarbär hat seine Krallen verloren! Das unter Rise Records erschienene vierte Album des New Yorker Quintetts Polar Bear Club (Facebook) hat, im Gegensatz zum Vorreiter Clash Battle Guild Pride, sehr stark an Power und Dynamik nachgelassen. Vielleicht lässt sich das auch auf den Wechsel des Gesangsstils von Jimmy Stadt zurückführen? Vielleicht finden wir die Lösung in folgender Chronologie.

Der Start – Eine kurze Hoffnung. Death Chorus setzt recht stark mit dem Intro von Blood Ballon an, naja bis zu Sekunde 15, wenn Mr. Stadt mit sehr zierlicher Stimme das erste Mal ins Album eingreift. Ja, es ist für einen Künstler erlaubt seine Möglichkeiten, Freiheiten etc. auszuloten, aber bitte nicht zum Nachteil für sein Werk!

Track drei und vier – Der Versuch einer Wiedergutmachung? So I Buy und For Show versuchen im Anschluss für eine gewisse Wiedergutmachung über den Schock der ersten Minuten zu sorgen: So I Buy zeigt sich musikalisch weniger rau, dafür viel reifer als viele Tracks von Clash Battle Guild Pride und fällt daher unter die (wenigen) Anspieltipps. For Show lässt sich zwar eher in die Kategorie flacher College-Pop-Rock einordnen, doch zeigt sich in den Strophen erstmals die Stärke von Jimmy Stadt’s neuen Gesangsansatz.

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Siouxsie Jeanne – der Todesstoß. Balladen sind schön, Balladen helfen dabei sich näher zu kommen und Balladen vermitteln auch die persönlichen Gefühle des Interpreten. Dies trifft normalerweise bei 90 Prozent aller ernst gemeinten Balladen zu. Und irgendwie auch auf die Polar Bear Club Ballade Sioxsie Jeanne, sofern man sich vorstellt, wie sich eine Zahnärztin sanft über einen beugt und ihre Gerätschaften ansetzt, um eine Wurzelbehandlung zu starten. So in etwa könnte man die Gefühle beschreiben, die der Redakteur beim ersten aber auch öfteren Anhören dieser Nummer empfand.

Das letzte Viertel – Schadensbegrenzung. Es gibt aber nicht nur Negatives über die Platte zu berichten. Im letzten Viertel zeigt sich die Band von ihrer, derzeitigen, besten Seite. WLWYCD (Why Live When You Can Die), erste Singleauskopplung von Death Chorus, lässt sich gut hören und klingt überlegt und sehr definiert!

Ebenfalls ein Anspieltipp ist die Nummer When We Were College Kids, welche den Gedanken an die gute alte Collegezeit reflektiert. In den knapp drei Minuten des Songs erkennt man wohin Death Chorus eigentlich hingehen hätte sollen. Upstate Mosquito Schlussläufer der Platte unterstreicht nochmals diese Behauptung.

Fazit

Kommen wir zum Résumé der zehn gehörten Polar Bear Club Tracks. Death Chorus ist allgemein gesehen eine sehr schwere Enttäuschung für Kenner der Band. Highlights und Anspieltipps sind sehr schwer und erst nach mehrmaligem Reinhören zu finden. Die Idee von Jimmy Stadt seine Stimme anders einzusetzen sollte von der Band und dem Label nochmals überdacht werden, bevor die Nachfolger von Death Chorus zum „Bad Chorus“ wird.

Polar Bear Club – Death Chorus

Für Fans von: Chunk! No, Captain Chunk!
Rise Records (Cargo Records)
VÖ: 22.11.2013
Gesehen um €18,45

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